BORBECK, 2. Dezember. Zu einem Abend der Besinnung versammelten sich am Abend 16 Bundesbrüder und Gäste mit Pastor Berthold Boenig im adventlich geschmückten Conventsaal des UNITAS-Hauses an der Flurstraße. Der seit 1999 in der Krankenhausseelsorge am Oberhausener Josefs-Hospital tätige Theologe, der in Bochum und Innsbruck studierte, lud in der Vorweihnachtszeit zu einer Betrachtung der Bundesschlüsse Gottes mit den Menschen.

 

Dass der Bundesgedanke - zumal einem unitarischen Bund - nicht fremd ist, zeigte eine erste gemeinsame Reflektion: Nicht nur über Begriffe wie Bundesbrüder oder –schwester, Bundeslied, über Symbole und Verbindlichkeiten vieler Art näherte sich die Runde dem Wesen eines Bundes an. Die Art der Bundesschlüsse Gottes mit den Menschen zeichnete Pastor Boenig in der im Alten Testament beschriebenen Geschichte des Volkes Israel nach, das  in gänzlicher Unterscheidung von den Völkern und Religionen seiner Umwelt eine sehr eigenständige Vorstellung und Gewissheit entwickelte. Danach schließt Gott selbst den Bund der Treue, der freiwilligen Hingabe und Liebe. Boenig betrachtete dies an verschiedenen schriftlich ausgeteilten Perikopen aus dem Alten Testament: Er spannte dabei den Bogen vom in der Genesis beschriebenen Bund mit Noah über dem Bund mit Abraham bis zum Bundesschluss am Sinai im Buch Exodus und der Verheißung eines neuen Bundes bei Jeremia. Immer wieder, so stellte er heraus, sind es herausragende Personen, denen Gott begegnet und sich schließlich als JAHWE zu erkennen gibt. Er trete nicht als drohender und allmächtiger Schöpfer auf, sondern als immer Begleitender und vor allem dem Menschen liebevoll Zugewandter. 

 

Viele unterschiedliche Aspekte griff die Diskussion auf - von den menschlichen Zügen Gottes über kulturelle und historische Hintergründe, Kontinuitäten und Diskontinuitäten zwischen Altem und Neuem Testament bis zur „Menschwerdung“, dem eigentlichen Thema der Weihnacht. Die knapp zwei Stunden währende Begegnung, für die die Bundesbrüder und Gäste Pastor Berthold Boenig herzlich dankten, gab viele Anhaltspunkte, die in den anschließenden gemeinsamen Stunden weiter vertieft wurden.

TERMINHINWEIS

Zu Ehren des Schutzpatrons der Studenten lädt UNITAS Ruhrania am Freitagabend zur Nikolaus-Kneipe auf das Haus. Und ganz sicher ist: Kein bollernder Weihnachtsmann soll seinen Fuß über die Schwelle setzen. Ob es vielmehr himmlischen Besuch geben wird – am Freitag wird es selbst herauszufinden sein …

-> s. Artikel vom 31.11.2006:  ACHTUNG: Nachgemachte Nikoläuse on tour!








Veröffentlicht am: 09:47:00 03.12.2008
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