ESSEN / DORTMUND, 24.9.2008. Zwischennachricht zur wertvollen Vereinsfahne: Das aus den 1950-er Jahren stammende Fahnentuch mit der Darstellung des Paulus-Doms in Münster ist in Arbeit. Bbr. Dipl.-Ing. Andreas v/o Bocuse und Regina Rydzek (Dortmund) melden die tatkräftige Übernahme der Reparaturarbeiten durch eine versierte verwandte Paramentenstickerin in Soest. Seide und Garne wurden dazu in Paderborn besorgt. Noch im laufenden Paulusjahr wollen wir das Tuch wieder auf das Haus holen und ihm eine gute Aufbewahrung sichern.


Zahlreiche ältere Bundesbrüder erinnern sich gut daran, dass sie die nach dem Krieg gestiftete Fahne bei vielen Gelegenheiten getragen haben, viele Ruhranen hat sie an den Traualtar begleitet, vielen wurde sie auf dem letzten Weg vorangetragen. Dies berichtete vor allem der ehemalige Ehrensenior Norbert Klinke, der dazu viele Anekdoten zu erzählen wusste. Besonders durch den starken Einsatz in den 1990-er Jahren hatte die Seide zuletzt stark gelitten. Von den an mehreren Stellen aufgelösten Säumen her war das mit echten Goldfäden und Seidenapplikationen bestickte Decktuch immer mehr ausgefranst, so dass eine Kompletterneuerung unausweichlich schien. Schon in früheren Semestern waren dazu Möglichkeiten eruiert worden, Bbr. Gordian Geilenkirchen hatte die Fahne sogar zur Schätzung mit nach Berlin genommen.


Fast 20 Jahre lang, von der Suspendierung der alten Ruhrania bis zur Wiederbegründung der UNITAS Ruhrania 1989 an den Ruhruniversitäten hatte das Banner den Conventsaal des Dondersheims in Münster geschmückt. Sie ist ein Musterbeispiel einer modernen Korporationsfahne und zeichnet sich besonders durch die reduzierte, stilisierte Motivwahl aus. Mit der Abbildung des Westwerks des Paulusdoms unterstreicht sie die enge Verbindung von Kirche und UNITAS. Schon in Münster gab es damit einen Bezug zum Hl. Ludgerus, der als Bistumsgründer in Essen-Werden bestattet wurde. Dessen Bild ziert die Anfang der 1960-er Jahre in Essen entstandene stabile blaue Baumwollfahne, die von dem Architekten Bbr. Schellscheidt entworfen und von seiner Tochter in aufwendiger Handarbeit mit dem Ludgerus-Logo bestickt wurde. Das durch Bbr. Prof. Gerhard Fittkau geweihte Banner ist bis heute bei den meisten Gelegenheiten im Einsatz. Bei der Einweihung des Hauses an der Borbecker Flurstraße war der Korporation zuletzt die Gründungsfahne aus dem Jahr 1911 übergeben worden. Sie ist mit einer Hülle versehen und soll nach Möglichkeit nicht mehr im Freien getragen werden.

Für die Restaurierung der Münsterfahne, aber auch für die Anschaffung von Fahnenschränken, werden gerne Spenden entgegen genommen. Erste Spenden, auch aus der Aktivitas, sind bereits zugesagt.

Bild unten: Dom trifft Basilika - die Münster-Fahne und das Ludgerus-Banner beim Vereinsfest Thomas von Aquin 2004 vor der Basilika in Essen-Werden, im Bild sind die BbrBbr. Richie Duckheim und Andreas Memmesheimer.




Veröffentlicht am: 10:18:55 24.09.2008
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