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20. Januar 2008
Glänzender Festkommers setzt Maßstäbe

Ehrenschieber in Gold für den neuen AHV-Ehrenvorsitzenden

BORBECK. Richtungsweisend, ernsthaft und bewegend, fröhlich, ausgelassen und familiär - gut 50 Mitglieder und Freunde erlebten am 19./20. Januar ein 97. Stiftungsfest der UNITAS Ruhrania, das sicher zu Recht lange in Erinnerung bleiben wird. Es war nicht nur das erste im neuen Conventsaal im Feldschlösschen, es war auch von den Aktiven sehr gut präpariert, stellte Weichen für die Zukunft und gab mit einem hervorragenden Kommers Maßstäbe vor.

Der Nachmittag galt den Beratungen des mit 27 Mitgliedern wie selten gut besuchten Cumulativconvents (CC), der dem Aktivenverein und seiner Arbeit ein sehr gutes Zeugnis ausstellte. Mit Spannung erwartet wurde insbesondere die komplett und einmütig erfolgte Neuwahl des Vorstands des Altherrenvereins (AHV) der Ruhrania: Neuer Vorsitzender ist Kaplan Helmut Wiechmann (Altena), Geistlicher Beirat des UNITAS-Verbandes, neuer Stellvertreter ist Bbr. Michael Schneider aus Datteln. Bbr. Ernst-Hubert Steinmann (Hamm) setzt seine Tätigkeit als Quaestor fort, neu als Scriptor ist Bbr. Ludger Steinmann (Dorsten). Damit ist seit vielen Jahren der Vorstand wieder komplett. Und nicht nur das: Denn der Altherrenverein hat auch erstmals einen Ehrenvorsitzenden. Auf Antrag von Ehrensenior Christof Beckmann fällte die Versammlung den einstimmigen Beschluss, Bbr. Jörg Lahme diese Auszeichnung anzutragen, der 27 Jahre lang den Vorsitz des Altherrenvereins geführt hatte. Der mit einem umfänglichen Beirat versehene neue Vorstand im Hausbauverein (HBV) bestätigte die Bundesbrüder Dr. Beckmann im Vorsitz, Michael Schneider als Stellvertreter, Dr. Nikolaus Mantel (Essen) als Quaestor und Dr. Markus Mönig (Iserlohn) als Scriptor. Intensive Beratungen zu Entwicklung, Stand und Finanzfragen rund um das Bauprojekt zeigten die bisherigen Leistungen und zukünftigen Herausforderungen auf und bestimmten das Wochenende 31.Mai/1. Juni als Termin für die offizielle Eröffnungsfeier des UNITAS-Zentrums. Bereits für die Vorbereitung des 100-jährigen Bestehens konstituierte sich eine Kommission, um die Konzipierung einer Festschrift in die Wege zu leiten.

Ehre, wem Ehre gebührt

Bestens vorbereitet, schwungvoll und würdig geschlagen von Präside Bbr. Rüdiger Duckheim (Conpräsiden: Sebastian Sasse und Karol Rawski, Auszug aus der Prinzipienrede s.u.), wurde der Festkommers nach dem Empfang am Abend eine fröhliche Wiedersehensfeier mit vielen - auch überraschend angereisten - prominenten Gästen: Grußworte sprachen die Bundesbrüder Torsten Waibel als Vertreter des Vororts UNITAS Palatia Darmstadt, Verbandsgeschäftsführer Dieter Krüll (Kaarst), Dr. Dr. Thomas Lohmann (Regensburg) als stv. Vorsitzender des UNITAS-Altherrenbundes, der Aktivenvertreter West von UNITAS Trebeta Trier, der Vorsitzende des CV-Kirkels „Kohle“ Norbert Breiderhoff und Martin Gewiese, Vorsitzender des UNITAS-Zirkels Essen. Stellvertretend begrüßt für die Gäste aus den Zirkeln in Castrop-Rauxel, Dortmund, Velbert-Langenberg und Gelsenkirchen, übermittelte er ein geistliches Grußwort von Bbr. Pfarrer Alfons Riesener aus Billerbeck. Sichtlich wohl fühlten sich unter anderem auch Alt-VOP Jörg Volpers (Berlin) von UNITAS Rhenania Bonn, Helga Klinke (Castrop) und die Schwestern und Freund von Neu-Fux Philipp aus Stadtlohn. Winfried Knobloch (KdStV Germania Leipzig im CV) stiftete einen schönen Grundstock für das Stimmen des im November gestifteten neuen Klaviers.

Im Mittelpunkt des festlichen Treibens standen zunächst zwei Neuaufnahmen: Feierlich rezipiert wurden die Neu-Bundesbrüder Christoph Weyer, Student der Kirchenmusik, und Philipp Böcker, Student der Wirtschaftsinformatik. Die besondere Ehrung von Bbr. OstD a.D. Jörg Lahme nahm sein Nachfolger Bbr. Helmut Wiechmann vor. Launig und ernsthaft zugleich stellte er in seiner Laudatio dessen außergewöhnlichen und vorbildgebenden Verdienste heraus. Als besonderes Geschenk überreichte er eine selbstgefertigte und kunstvoll gestaltete Prachtkerze mit Bronzekreuz und in den unitarischen Farben. Die Ruhrania ehrte ihren „Getreuen Eckhart“ mit ihrer höchsten Auszeichnung, einem vom Präsiden überreichten dreibändigen Ehrenschieber in Gold. Sichtlich bewegt nahm Jörg Lahme die Ehrung mit sehr persönlichen und grundsätzlichen Anmerkungen zum Wesen der UNITAS entgegen.

Da der Kommers nach dem donnernden Salamander auf die beiden Neurezipierten angenehm früh unter den Tisch geschlagen wurde, ergaben sich im Anschluss noch viele Gelegenheiten zum Gespräch und zu ausgelassenem Singen, bei dem Bbr. Christoph Weyer kräftig in die Tasten griff. Und die Mahnung des Präsiden hatte offensichtlich Gewicht: Zur Messe war am Sonntagmorgen die komplette Mannschaft wieder angetreten, um anschließend das Fest auf dem Haus bei einem gepflegten Frühschoppen ausklingen zu lassen. (FOTOS oben: Martin Gewiese, Torsten Waibel, Christof Beckmann)

In seiner Prinzipienrede mahnte der Kommerspräside Bbr. Richie Duckheim zur Übersetzung der unitarischen Prinzipien virtus-scientia-amicitia in den Alltag. Nachdrücklich warb er für eine konkrete Anwendung der Grundlagen der katholischen Soziallehre auf den wirtschaftlichen Sektor. Mit Bezug auf aktuelle Ereignisse gab er unter großem Beifall der Festversammlung auch zu den jüngst heiß diskutierten Schließungsplänen des Nokia-Werks in Bochum eine Solidaritätserklärung der UNITAS Ruhrania ab. Sie soll unter anderem der Geschäftsführung der Firma und den Gewerkschaften zugehen.




Veröffentlicht am: 14:48:11 20.01.2008
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