Die „Schnittstelle“ von St. Dionysius
REFORM / Dr. Jürgen Cleve wird Pfarrer
der neu entstehenden Borbecker Großgemeinde 


BORBECK, 7. April 2006. Der Pfarradministrator von St. Dionysius in Essen-Borbeck, Dr. Jürgen Cleve (45), wird Leiter der neu entstehenden Großgemeinde St. Dionysius. Das teilte Generalvikar Hans Werner Thönnes jetzt offiziell mit. Die UNITAS Ruhrania wünscht "ihrem" Pfarrer Dr. Cleve viel Mut und Gottes Segen für seine neue Aufgabe.


Entgegen ersten Bistums-Plänen sollen im bisherigen Dekanat Borbeck zwei neue Pfarreien entstehen, da auch die Frintroper St.-Josef-Kirche Kern einer neuen Pfarrei wird. Zur Borbecker Zentralkirche St. Dionysius gehören in Zukunft St. Michael (Dellwig), St. Maria Rosenkranz (Bergeborbeck), Fronleichnam (Bochold), St. Thomas Morus (Vogelheim), wo auch die kroatische Gemeinde von Essen beheimatet ist, und St. Johannes Bosco (Borbeck). Für die „weitere“ Kirche St. Maria Immaculata in Borbeck wird das Bistum in Zukunft keine Kirchensteuermittel mehr zur Verfügung stellen. Insgesamt werden zur neuen Gemeinde St. Dionysius 23.286 Katholiken gehören. 

„Das historische Zentrum von Borbeck ist bestätigt“, sieht der gebürtige Hamborner Cleve die Entscheidung des Bischofs durch die Borbecker gut aufgenommen. Froh sei er auch über den Beschluss, im Bereich des bisherigen Dekanates Borbeck zwei Großpfarreien zu errichten. „Das ist kein Graben zwischen Borbeck und Frintrop, das werden zwei funktionsfähige Pfarreien, um die Seelsorge im Gebiet zu gewährleisten.“ 

Mit der Ernennung übernimmt der designierte Großpfarrer den Vorsitz der beiden so genannten „Koordinierungsausschüsse“ für Personal, Finanzen und Liegenschaften sowie für Pastoral. Wie alle zukünftigen „XXL-Pfarrer“ muss auch Jürgen Cleve einen Lehrgang des Bistums absolvieren, der unter anderem die Bereiche Personalführung, Kommunikation und Leitungsfunktion berührt: „Es ist gut, dass es einen solchen Lehrgang gibt, der dafür sorgt, dass die zukünftigen Großpfarrer von Anfang an in kollegialem Austausch stehen.“

Ein „völliger Rollenwechsel“ sei der Schritt vom Amt des Pfarradministrators, das Cleve seit Februar 2005 ausübt, zum Leiter einer Großgemeinde: „Die Pfarrei wird eine kommunikative Größe sein, und der Pfarrer ist die Schnittstelle.“ Eine „hohe Kompetenz“ sieht Cleve auch bei den Laien-Gremien der Pfarrei; so müssten etwa die Pfarrgemeinderäte wesentlich dazu beitragen, die pastorale Aufgabe im Blick zu haben. Über die Koordinierungsausschüsse führten die Anliegen der Menschen in den Gemeinden zum Pastoralplan der Pfarrei: „Das sind die Steuerungsgremien. Mit diesen geht es gut, da bin ich zuversichtlich.“ 

Bischof Genn hatte im Januar verkündet, dass die jetzt noch 58 Essener Gemeinden zu zehn Pfarreien zusammen gelegt und 24 von 80 Kirchen aufgeben werden. Die Umsetzung soll bis 2008 erfolgen. Mit der Ernennung von Propst Kronenberg (St. Ludgerus, Werden), Josef Kestermann (St. Laurentius, Steele), Wolfgang Haberla (St. Josef, Frintrop) und Cleve stehen derzeit vier von zehn künftigen Pfarrern fest. (mik/vvh)

Internet:
www.dionysius.de




Veröffentlicht am: 17:55:10 07.04.2006
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