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EINLADUNG - Pressemitteilung 23. September 2000

An diesem Wochenende:
Paul Hoffacker und Jürgen Schmidt
zu Spannungen in der katholischen Kirche


ESSEN. Das Verhältnis von Laien und „Amtskirche“, zwischen deutschen Katholiken und Rom stehen im Mittelpunkt des Altherrenbundstages, zu dem der UNITAS-Verband am 23. und 24. September nach Essen eingeladen hat. Der ehemalige Essener Bundestagsabgeordnete Dr. Paul Hoffacker (Bild rechts) und der Direktor des Kardinal-Hengsbach-Hauses Jürgen Schmidt diskutieren an diesem Wochenende mit rund 80 Delegierten des bundesweit ältesten katholischen Akademikerverbandes über die gegenwärtigen Lage der Katholischen Kirche. Die Tagung findet im Hotel „Essener Hof“ an der Teichstraße statt. 

Dr. Hoffacker, selbst UNITAS-Mitglied, spricht am Samstagabend ab 20.15 Uhr zum Thema „Die Welt in der Kirche von heute - Vereinnahmung oder Abgrenzung?“. Nach dem am Sonntag von Essens Stadtdechant Otmar Vieth um 10 Uhr zum Fest der Essener Stadtpatrone in der Münsterkirche gefeierten Festhochamt setzt der UNITAS-Verband seine Beratungen um 11.30 Uhr mit dem Vortrag von Päpstl. Ehrenkaplan Jürgen Schmidt fort. Mit seiner Tagung in Essen kehrt der Verband nach 40 Jahren erstmals wieder an seine Wurzeln zurück. Der vor 113 Jahren gegründete Essener Altherrenzirkel ist unter seinem heutigen Vorsitzenden Dr. Richard Wessendorf nicht nur der älteste Ortszirkel des Verbandes: Alle seine Gründer stammen aus dem heutigen Essener Stadtgebiet.  Im „Essener Hof“ wird eine Ausstellung über den UNITAS-Verband informieren. Die vom Essener UNITAS-Altherrenzirkel vorbereitete und vom Vorsitzenden des Altherrenbunds, Ministerialrat a.D. Günther Ganz geleitete Tagung schließt am Sonntag gegen 14 Uhr.

1847: Essener Gründung in Bonn heute bundesweit

1847 hatten Studenten aus Borbeck, Schönebeck, Heisingen und Werden den ersten Verein des UNITAS-Verbandes in Bonn gegründet und nach dem Fluß ihrer Heimat „Ruhrania“ genannt. Vor genau 150 Jahren entwickelte sich der landsmannschaftlich ausgerichtete Theologenverein unter besonderer Initiative des aus Werden stammenden Hermann Ludger Potthoff zum heute noch bundesweit tätigen UNITAS-Verband. Potthoff, lange Zeit Königlicher Oberhofprediger in Sachsen, setzte mit dem späteren ersten Essener Stadtdechanten Dr. Peter Kreutzer 1887 die Öffnung des Theologenverbandes für Studenten aller Fachrichtungen durch. Zur ersten Generation des Verbandes gehörten der 1827 in Schönebeck geborene Wilhelm Lindemann, erster Parlamentarier aus dem UNITAS-Verband und Mitglied des preußischen Landtags, der Werdener Wilhelm Pingsmann, später Kölner Domkapitular und Offizial der Erzdiözese Köln, und Ludger Kleinheidt aus Heisingen, seit 1886 Generalvikar des Erzbistums Köln. Zu den Unitariern, die in Essen wirkten, zählen der spätere Kardinal Antonius Fischer, Erzbischof in Köln seit 1902, 1864 bis 1888 Religionslehrer am Burg-Gymnasium, und Prälat Josef Prill, der in Essen dreißig Jahre als Jugendseelsorger tätig war. Er gab in Essen die Verbandszeitschrift „unitas“ heraus, die heute im 140. Jahrgang erscheint und wieder in Essen redigiert wird. Zu den unitarischen „Bundesbrüdern“, zu denen auch der als „Roter Ruhrkaplan“ aus Altenessen bekannte gewordene und 1997 verstorbene Dr. Carl Klinkhammer zählte, gehören heute Prälat Dr. Paul Aufderbeck, Emeritus des Essener Domkapitels, Apostolischer Protonotar Prof. Dr. Gerhard Fittkau, Ehrendomherr des Domkapitels Ermland, Dr. Baldur Hermans vom Dezernat für Gesellschaftliche Fragen im Bistum Essen, Vizepräsident der Internationalen Weltpfadfinderbewegung, und Dr. Otto Hermanns, ehemaliger Chef der Kamillusklinik. 

Die UNITAS zählt als ältester katholischer Studenten- und Akademikerverband in Deutschland nach letzten Gründungen von Ortsvereinen in Magdeburg/Erfurt, Prag und Kasachstan über 50 Mitgliedsvereine und 80 Altherrenvereine und 164 Ortszirkel. Mit ihren Prinzipien „virtus, scientia, amicitia“ (Tugend, Wissenschaft, Freundschaft) sehen sich die UNITAS-Mitglieder besonders zu sozialer Arbeit verpflichtet. Zu den in den letzten Jahren abgeschlossenen Projekten zählen ein zwei Waisenhäuser bei Leipzig und in Sarajevo. Zur Zeit helfen sie beim Wiederaufbau eines Jugendzentrums in Caracas /Venezuela. 

Als einziger der traditionellen Studentenverbände hat die UNITAS bislang auch sechs UNITAS-Studentinnenvereine in Bonn, Marburg, Frankfurt, Gießen, Freiburg und Mainz aufgenommen. Zu den Ehrenmitgliedern gehören u.a. der Vorsitzende der Europäischen Bischofskonferenz, Kardinal Miroslav Vlk aus Prag, Kölns Kardinal Joachim Meisner und der durch Besuche in Essen bekannte Bischof Franjo Komarica aus Banja Luka. 


Kontakt für weitere Informationen:
Dr. Christof Beckmann, Hülsmannstr. 74, 45355 Essen, Tel. 0201-66 47 57, 247 92 22 (d), 0171 - 41 48 460, http://www.unitas.org, e-Mail: borbeckmann@aol.com




Veröffentlicht am: 22:14:10 23.09.2000
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