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75. Todestag: Unitas erinnert an Lübecker Märtyrer


ESSEN.
Der katholische Studentenverein Unitas Ruhrania begeht am Samstag, 10. November 2018, das Gedenken der „Lübecker Märtyrer“. Die von Pater Joachim Rathgeber SDB gefeierte Vorabendmesse beginnt zur Todesstunde der drei katholischen Kapläne Johannes Prassek, Eduard Müller, Hermann Lange und des evangelischen Pastors Karl-Friedrich Stellbrink um 18 Uhr in St. Dionysius.


Die vier Geistlichen wurden vor 75 Jahren, am 10. November 1943, von den Nationalsozialisten unter dem Fallbeil im Hamburger Gefängnis Holstenglacis hingerichtet. 2011 sind die Kapläne in Lübeck seliggesprochen worden. Johannes Prassek und Eduard Müller gehörten dem Unitas-Studentenverein Ruhrania an, der im Feldschlößchen an der Flurstraße ansässig ist.


 

Vereinsgedenken im Unitas-Haus


Der Verein versammelt sich an diesem Tag bereits nach einem gemeinsamen Mittagessen im Conventsaal des Unitas-Hauses. Im Rahmen einer Gedenkstunde werden am Nachmittag die selbst gefertigten Bilder vorgestellt, die im Rahmen einer Kunstaktion zu den „Lübecker Märtyrern“ am Vortag, 9. November, entstanden sein werden. An diesem Tag wird der Osnabrücker Künstler Mika Springwald von 14 bis 18 Uhr in die Stencil-Technik einführen und bei der kreativen Auseinandersetzung mit dem Sujet assistieren.
 

10 Jahre Studentenhaus


Neben dem Gedenken an das Beispiel der vier Glaubenszeugen, die in Münster studiert hatten, will der ursprünglich 1911 dort gegründete Verein zudem ein weiteres Datum würdigen: 2008, vor 10 Jahren, wurde das „Feldschlößchen“ in Essen seiner neuen Bestimmung als Studentenhaus übergeben. Damals konnten nach zweijähriger Totalsanierung des Gebäudes die ersten Studentenzimmer bezogen werden. Die Eröffnung wurde mit vielen Gästen aus dem Unitas-Verband, der Pfarrgemeinde St. Dionysius und aus dem Stadtteil mit einem ganztägigen Fest gefeiert.
 

Neue Fahnenschränke für den Conventsaal


Um Fest und Saal für den 10. November vorzubereiten, versammeln sich am Samstag, 3. November, um 10 Uhr Helfer zur Aufhängung von drei brandneuen Fahnenschränken, die für den Conventsaal bestimmt sind. Unter den kostbaren Fahnen der Unitas Ruhrania befindet sich auch die inzwischen von ihrem hohen Alter gezeichnete Vereinsfahne aus dem Gründungsjahr, die die seliggesprochenen Vereinsmitglieder Johannes Prassek und Eduard Müller vielleicht noch selbst getragen haben. Obwohl sie nicht mehr bewegt werden darf, hat der Verein 2011 eine Ausnahme gemacht, als die Bundesbrüder Johannes Prassek und Eduard Müller in der Hansestadt Lübeck seliggesprochen wurden.


Die in der Zeit des Nationalsozialismus in einer Sakristei versteckte Fahne wurde Anfang der 1950er Jahre durch ein mit Goldfäden hergestelltes neues Banner ersetzt, das den Dom von Münster zeigt und von Prälat Heinrich Portmann, dem langjährigen Geheimsekretär des Bischofs Clemens August von Galen und Ehrensenior der Unitas Ruhrania geweiht wurde. Zugleich führt der Verein die in den 1960er Jahren gestickte Fahne der Unitas St. Luitger, die mit einem aufgelegten Bildnis des Missionars die enge Verbindung des seit 1991 in Essen ansässigen Vereins zu den beiden Bistümern Münster und Essen zeigt. Der erste Bischof von Münster (742-809) ist in Essen-Werden bestattet. Eine vierte Fahne kam erst vor zwei Jahren in den Versammlungssaal der Ruhr-Unitas an der Essener Flurstraße. Das aufwändig gestickte Prachtstück gehört dem 2009 gegründeten Unitas-Studentinnenverein Franziska Christine.




Veröffentlicht am: 13:18:33 02.11.2018
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