Audienz bei der Fürstin:
Unitas besucht am 1. Mai Schloss Borbeck

 

ESSEN. „GUTE NACHRICHTEN! Uns liegen derzeit keine Warnungen vor“ heißt es in der Wettervorschau für Sonntag 1. Mai. Danach fällt in Borbeck tagsüber Regen und die Temperaturen liegen zwischen 3 und 12°C. Trotzdem: Am „Tag der Arbeit“, der unter dem Patronat von Zimmermann Josef steht, treffen wir uns zur 10-Uhr-Messe in St. Dionysius und anschließend zu einem „Besuch bei der Fürstin“!

 

Von der Kirche aus geht es am besten gleich in die Dampfbierbrauerei, wahlweise auch sofort zum Schloss. Das kriegen wir noch raus. Denn wer ein Date mit der hohen Dame hat, sollte sich zuvor stärken. Sie erwartet uns höchstselbst um 13.00 Uhr s.t. am Haupteingang von Schloss Borbeck: Historikerin Birthe Marfording, Mitarbeiterin im Kulturzentrum und Expertin für die Geschichte von Schloss und Park, wird uns in der Dauerausstellung die reiche Geschichte von Stift und Stadt Essen näherbringen.  

 

1000 Jahre Frauenpower in Essen

 

Rund 1000 Jahre haben hier Frauen „geherrscht“ - reichsunmittelbar und exklusiv: Fromme Frauen aus den höchsten Kreisen des Reichs, denn „minderer Adel“ hatte im noch vor Kaiser Karl dem Großen gegründeten fürstlichen Stift über viele Jahrhunderte lang keine Chancen und die Aufnahmekriterien für Bewerberinnen waren streng. Die Ausstellung auf Schloss Borbeck zeigt ihren ausgedehnten großen Großgrundbesitz, zu ihrer Lage zwischen eifersüchtigen Nachbarn, unter denen sie ihre Unabhängigkeit zu bewahren suchten. Aber auch die Auseinandersetzungen mit der Stadt Essen und die durch die Säkularisation verpasste Chance, eine große Residenz zu werden.

 

Hier wird das Bild der Epochen lebendig, die weit vor dem Bild des durch Kohle und Stahl geprägten „Ruhrgebiets“ liegen. Doch selbst dabei waren die adeligen Herrscherinnen, die rund um ihre kleine Residenz einen der ältesten Landschaftspark im Rheinland schufen, als „Trendsetter“ und Pioniere tätig: Sie wirtschafteten modern und klug, wie die erste Verhüttung von Rasenerz und Kohlegruben zeigen. Aber auch sozial engagiert, wovon die bis heute bestehende Fürstin Franziska Christine-Stiftung in Steele Zeugnis ablegt, die Namensgeberin der Unitas Franziska Christine in Essen ist.

 

Keine Frage: Wir kriegen den „Tag der Arbeit schon rum. Und freuen uns auf eine große Truppe, die dabei ist. Das bisschen Nieselwetter wird uns doch nicht den Start in den Mai vermiesen ....






Veröffentlicht am: 12:59:08 26.04.2016
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