BORBECK. Anders als geplant, gab es gestern eine „Politische Rede“ in anderem Gewand. Diesem Thema sollte am Abend ein Diskussionsabend mit Fbr. Heinrich Loosen gewidmet sein – es wurde eine kurzweilige Gesprächsrunde zum Thema „Integration“, in das ein spontaner Vortrag von Senior Sebastian Sasse einführte. Er berichtete anschaulich vom gerade zu Ende gegangenen Begegnungstreffen mit mehreren Persönlichkeiten, bei dem es mit einem Schwerpunkt genau um die mit der aktuellen Integrationsdebatte verbundenen Fragen gegangen war. 

Denn am Dienstag dieser Woche war die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt Düsseldorf Ziel der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Studentenverbände. In ihrem AGV-Dialogprogramm setzten sie dort ihre Reihe ihrer diesjährigen Treffen fort: Gesprächspartner war dort unter anderem Bundesbruder Bankdirektor Dipl.-Kfm. Winfried Hinzen, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Pax-Bank in Köln, der u.a. auch neue Pläne der kirchlichen Bank im akademischen Bereich vorstellte, wie Sebastian berichtete. „Sie sollten auf jeden Fall von uns intensiv weiter verfolgt werden“, erklärte der vor einigen Wochen gewählte AGV-Pressesprecher. Für die Ruhrania regte er einen Besuch in der Essener Filiale im kommenden Semester an.

Die Studentenvertreter trafen zudem mit Armin Laschet (CV), dem NRW-Minister für Familien, Senioren und Integration zusammen sowie mit Ruhrbischof Dr. Felix Genn. Während der Minister die vielfältigen Aktivitäten der Landesregierung in hohen Tönen gelobt habe, sei das Zusammentreffen mit Bischof Genn besonders gut angekommen: Obwohl er bislang den meisten der von weit angereisten Delegierten bislang unbekannt war, hätten sein Vortrag und die anschließende Diskussion, so Sebastian, den versammelten Verbandsvertretern von UV, CV, KV, RkdB und anderen besonders gut gefallen. Offen und ehrlich habe er insbesondere den Blick auf das Ruhrgebiet gelenkt, positive Initiativen und Schwierigkeiten im Dialog mit Muslimen vorgestellt. Integration sei insbesondere auf immer deutlicher entwickelte Exklaven und Sondergesellschaften ein problematisches Feld. An die Studentenvertreter, so Sebastian, habe der Ruhrbischof durchaus hohe Erwartungen geäußert. Denn gerade an den Universitäten sei der kenntnisreiche und sachgerechte Dialog zwischen Christen und Muslimen ein wichtiges Feld.

Lebendige Debatte

Diese Berichte ergänzten weitere Erfahrungen und Erlebnisse in der anschließenden Diskussion im Kolpingraum in Borbeck-Mitte. Mit Blick auf die aktuellen Ereignisse um die geplante Kölner Zentralmoschee und aus dem Schulalltag wurde der Austausch zu den angestoßenen Fragen zu einer lebendigen Debatte. Insbesondere Bbr. Michael und Birgitta Schneider trugen viele Beobachtungen aus dem Pädagogenalltag bei. Erst gegen Mitternacht endete dieser flexibel und gewinnbringend gestaltete Abend.

Ihm ging war eine gemeinsame Besichtigung der Baustelle an der Flurstraße vorausgegangen. Vorsichtig tappsten die Gäste durch die noch immer putz- und gipsverschmierten Räume. Für die weiteren Veranstaltungen wird wohl auch weitere Flexibilität gefragt sein. Insbesondere zu dem Besuchswochenende soll den Bonner Bundesbrüdern viel geboten werden – obwohl das Haus immer noch nicht dafür zur Verfügung stehen kann.

 




Veröffentlicht am: 09:17:00 20.06.2007
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