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Zum Wintersemester: 126.000 neue Studenten in NRW

 

DÜSSELDORF. Der „Run“ auf die NRW-Hochschulen hält weiter an: Für dieses Jahr rechnet die Kultusministerkonferenz (KMK) in ihrer aktuellen Prognose mit rund 126.000 Studienanfängerinnen und 
-anfängern an den Hochschulen in Nordrhein-Westfalen. Das wären rund 2.000 weniger, als im Vorjahr, dem Jahr des doppelten Abiturjahrgangs, tatsächlich gezählt wurden.

 

Auch zum Wintersemester 2014/15 gebe es in NRW ausreichend Studienplätze für Erstsemester, dankte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze insbesondere den Hochschulen, „die erneut gut vorbereitet sind und mit Tatkraft und Kreativität auch in diesem Jahr mehr leisten als eigentlich vereinbart, um Platz für alle Studieninteressenten zu schaffen." Die Ministerin stellte heute ein neues Programm für Master-Studierende und den Monitoring-Bericht zum Studienanfängerjahrgang 2014 vor.

 

Bis zum 4. August 2014 würden alle NRW-Hochschulen ihre Studienplatzzusagen in den örtlich zulassungsbeschränkten Studiengängen versenden. Die Ministerin appellierte an alle Erstsemester, sich so schnell wie möglich nach Erhalt der Zusage auf den Studienort einzustellen. In Nordrhein-Westfalen koste derzeit ein Zimmer in einem Studentenwohnheim je nach Lage zwischen 129 und 349 Euro pro Monat, im Schnitt liege die Warmmiete bei 230 Euro.

 

Landesregierung und Hochschulen wollen auf die steigende Nachfrage nach Master-Plätzen mit einer gemeinsamen Lösung reagieren. Das Ministerium werde die Hochschulen dabei unterstützen, bis zum Jahr 2020 insgesamt 65.000 zusätzliche Master-Studienplätze einzurichten. Danach sollen für jeden zusätzlich aufgebauten Studienplatz aus Mitteln des Hochschulpaktes 10.000 Euro zur Verfügung gestellt werden. Das Programm umfasse damit insgesamt etwa 650 bis 700 Millionen Euro. Das Land wolle damit sicherstellen, so Ministerin Schulze, „dass den Studierenden nach ihrem Bachelorstudium auch realistische Chancen für eine weitergehende akademische Qualifizierung geboten werden können".

 

Auch Prof. Ute von Lojewski, Präsidentin der FH Münster und stellvertretende Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen, sieht die FHs gut vorbereitet auf die Studienanfängerinnen und -anfänger des Wintersemesters 2014/2015: „Parallel steigt die Nachfrage nach Masterstudienplätzen. Die Fachhochschulen sind froh über das Masterprogramm des Landes, mit dem erstmals überhaupt eine signifikante Unterstützung für Masterprogramme an den Fachhochschulen geschaffen wurde. Wir könnten uns sogar vorstellen, mehr als das vorgesehene Sechstel an Plätzen zu übernehmen, da wir ja auch zu rund einem Drittel zum Hochschulpakt beigetragen haben."

 

Prof. Holger Burckhart, Rektor der Uni Siegen, erklärte als Vertreter der Landesrektorenkonferenz der Universitäten: „Die NRW-Universitäten begrüßen das neue Förderprogramm für zusätzliche Master-Studienplätze. Allerdings werden die zusätzlichen Studienplätze mit zeitlich befristeten Mitteln finanziert. Da die aktuellen Prognosen zeigen, dass die Anzahl der Studieninteressierten auf hohem Niveau bleiben wird, sollte eine Verstetigung dieser Mittel in Betracht gezogen werden.“

 

Nach dem Monitoring-Bericht zum Studienanfängerjahrgang 2014 wurden von den Hochschulen mehr als 5.700 Personen zusätzlich in Lehre, Studienberatung und Studierendenservice eingestellt. Engpässe bestünden in Einzelfällen im Bereich der Werkstätten und Labore. Während im Vorjahresbericht die Versorgung durch Mensen und die Zahl der Wohnmöglichkeiten für Studierende noch kritisch eingeschätzt wurden, sei aktuell eine deutliche Verbesserung erkennbar. Derzeit stünden in NRW rund 50.000 mit staatlichen Mitteln geförderte Wohnheimplätze zur Verfügung. 40.000 davon werden von den Studentenwerken vermietet, allein 2014 kamen nach dem Bericht rund 2.000 hinzu.

 

Hinweis: Informationen zu Master-Programm und Monitoring-Bericht unter www.wissenschaft.nrw.de/masterprogramm und www.wissenschaft.nrw.de/monitoringbericht.




Veröffentlicht am: 17:50:05 30.07.2014
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