Bbr. Kardinal Marx würdigt Impulse von Benedikt XVI.

Messe und Dankkommers für das Pontifikat in München

 

MÜNCHEN. Das große Pontifikat Papst Benedikts werde mit seiner Lehre und Inspiration noch weit hineinreichen in die Zukunft der Kirche, erklärte der Münchner Kardinal Bbr. Reinhard Marx am Samstag, 27. April, in der Pfarrkirche St. Peter in München. Benedikt XVI. sei ein Theologe, „der nie aufgehört hat, neugierig zu sein und zu staunen über die Möglichkeiten Gottes“.

 

Eingeladen zur Messe und einem Festkommers zu Ehren des emeritierten Papstes hatte die Katholische Deutsche Studentenverbindung (K.D.St.V.) Aenania. Gemeinsam mit der K.D.St.V. Rupertia Regensburg, der K.D.St.V. Alcimonia Eichstätt, der Katholischen Akademischen Verbindung (K.A.V.) Capitolina Rom, deren Band der emeritierte Papst als Ehrenmitglied ebenfalls trägt, und weiteren Vertretern aus dem Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen (CV) blickte sie auf das Pontifikat Benedikts XVI. als Bischof von Rom von 2005 bis 2013 zurück. Kardinal Joseph Ratzinger wurde 1978 Ehrenmitglied der Aenania und übernahm als damaliger Erzbischof von München und Freising traditionell das Protektorat über die Studentenverbindung.

 

Kardinal Reinhard Marx trat als Student der Unitas Hathumar in Paderborn bei und ist Mitglied der Unitas Winfridia Münster. Auch dem CV ist er seit seiner Zeit als Geistlicher Direktor der Kommende in Dortmund verbunden. 2008 wurde er Ehrenmitglied der Aenania und als amtierender Erzbischof von München und Freising ihr aktueller Protektor.

 

Glaube: Das größte Abenteuer

 

Der Mensch müsse das Evangelium „als die Neuigkeit schlechthin“ immer wieder neu für sich entdecken, betonte der Kardinal: „Traditionalisten beten das Alte an, sie sind Museumswächter. Aber es geht nicht darum, Museumsbestände zu bewachen, es geht nicht um eine Restauration, sondern um eine Renaissance, es geht um eine Erneuerung des katholischen Glaubens und Lebens, der Kirche insgesamt und jedes Einzelnen.“ Der katholische Glaube sei „das größte Abenteuer des menschlichen Geistes, aber ein anspruchsvolles, das uns in die Weite führen will“, sagte Kardinal Marx, „das will uns Benedikt XVI. mit seiner Theologie mit auf den Weg geben und sein großes Pontifikat wird mit seiner Lehre und Inspiration noch weit hineinreichen in die Zukunft der Kirche“.

 

Das Faszinierende an Jesus

 

Joseph Ratzinger habe immer wieder darauf hingewiesen, dass die zentrale Botschaft Gottes an die Menschen, das „entscheidend Neue“ Jesus Christus selbst sei. Daher habe Papst Benedikt XVI. gerade auch in schweren Zeiten Bücher über Jesus geschrieben. In den Betrachtungen, die er ganz persönlich, aber auch als Bischof und Papst über Jesus angestellt habe, sei es Ratzinger ein Anliegen gewesen, „uns das Faszinierende der Gestalt Jesu vor Augen zu halten“. Denn „im Gesicht des Gekreuzigten können wir direkt in das Gesicht Gottes blicken“, so Kardinal Marx. Durch Jesus breche das Reich Gottes mitten unter uns an, wie es auch in der Eucharistie immer wieder geschehe. „Deshalb konstituiert die Eucharistie die Kirche, nicht die Rechtsvorschriften und Strukturen“, betonte der Erzbischof. Wir brauchten diese Strukturen, wie auch schon die ersten Christen Älteste ausgesucht und Gemeinden gegründet hätten, „aber diese Strukturen sind nichts Äußerliches, sondern sie leiten sich aus der Eucharistie ab“. Diese „eucharistische Ekklesiologie“ sei ein Kernthema der Theologie Ratzingers.

 

Eine Liebe, die das Leben verändert

 

Auch habe Papst Benedikt XVI. seine erste Enzyklika „Deus caritas est“ bewusst der Liebe gewidmet. „Manche waren erstaunt, aber wer den Theologen Ratzinger kennt, wer seine Person tiefer vor Augen hat, weiß wie wichtig es ihm ist, dass Gott als die Liebe erscheint, aber nicht als eine belanglose Liebe, die einfach nur ein Gefühl will, sondern als eine Liebe, die unser Leben verändert“, sagte Kardinal Marx.

 


Quelle: Erzbistum München und Freising

 

 

 




Veröffentlicht am: 22:21:59 28.04.2013
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