ESSEN-BORBECK. Mit einer spontanen, aber nicht weniger offiziellen Fidulität wurde am Sonntagabend auf dem UNITAS-Haus an der Flurstraße das Sommersemester unter den Tisch geschlagen. Das auf dem neubezogenen Haus erstmalige Einholen der Fahne setzte den Schlusspunkt „unter ein ereignisreiches und lebendiges Semester“, so der Präside der aus dem Ärmel geschüttelten Kneipe, Bbr. Sebastian Sasse. Zuvor hatten die Bundesbrüder gemeinsam die von Pater Marek gefeierte Abendmesse in St. Dionysius besucht, eine eigens gedruckte Tageskarte im Feldschlösschen „abgearbeitet“. Im ersten Teil des Abends war der Vorsitzende des Altherrenvereins, Bbr. Kaplan Helmut Wiechmann im Conventssaal mit den Bundesbrüdern zusammengetroffen, bevor sich das überraschende, doch perfekt inszenierte Traditionsritual präparierte.

In seiner frei gehaltenen Prinzipienrede erinnerte der Präside an die propria unitarischer Gemeinschaft: Virtus, scientia und amicitia seien keine abstrakten Begriffe, wenn sie gemeinsam gelebt würden, betonte Sebastian, der die gegenseitigen Bedingungen dieser Grundsätze auslegte. Eine Zusammenfassung, die zum besten gehört habe, was dazu seit langem gesagt worden sei, erklärte Xhc Christof Beckmann in seinem Grußwort. Auch die Bilanz des scheidenden Conseniors fiel gut aus: Daniel Muschellik rüstet sich für eine weitere „Spielzeit“ mit dem designierten XX Philipp Böcker und dem Senior des kommenden Semesters, Christoph Weyer. Er hatte mit den BbrBbr. Karol und Philipp am Vortag die Ex-Kneipe der UNITAS-Salia in Bonn besucht und schlug die Tasten bei der sangesfreudigen Veranstaltung unter dem Dach, die alles bot, was eine gute unitarische Kneipe braucht. Höhepunkt zweifellos im Inoffiz: Der mit Emphase vorgetragene berühmte Monolog aus dem Faust, Teil I, den Fbr. Heinrich Loosen vortrug.

Jetzt freut sich die Ruhranen-Mannschaft auf eine erholsame vorlesungsfreie Zeit und auf ebenso ereignisreiche Tage im kommenden Semester. Für Samstag, 16. August, zeichnet sich ein Zwischenhöhepunkt ab: An diesem Tag soll am Abend eine Burschungskneipe dem Andenken an den Essener Stiftsgründer Altfrid gewidmet sein. Bbr. Karol Rawski wird bei dieser Gelegenheit zu seinem Forschungsaufenthalt nach Moskau verabschiedet.




Veröffentlicht am: 22:53:45 20.07.2008
Info
Tipp: Falls Sie sich beim „gefällt mir"-Button verklickt haben, gehen sie über dem nun grauen „gefällt mir"-Button zum „Daumen Hoch"-Zeichen, dort erscheint nun ein „x" und mit einem kleinen Klick mit der linken Maustaste ist wieder alles wie zuvor. Uns würde es trotzdem sehr gefallen, wenn sie diesem Tipp nicht folgen.
Zurück zu: | allen Kategorien | WS 08/09 | SS 08 | Presse