ZHENG ZHOU / CHINA. Drei Monate liegen hinter ihm - jetzt meldet der Borbecker Martin Schwarz den „Ausbruch“ der Sommerferien: „Wird auch Zeit, denn das Wetter ist hier mehr als heiß. Momentan pendelt die Thermometernadel zwischen 35 und 37 Grad“, mailt der ehemalige Messdienerleiter aus St. Dionysius und Student der Ostasienkunde an der Universität Duisburg-Essen, der als vielfacher Gast auf dem UNITAS-Haus dort seine Frau Ni Hao kennen gelernt und nach der Hochzeit Mitte März 2008 in den Fernen Osten gegangen war. Seine Prüfungen seien gut verlaufen, 40 von 120 Auslandsstudenten wurden bei einer Versammlung mit einer Bescheinigung für Fleiß ausgezeichnet. Er habe dazu gehört.

Von einer besonderen Beobachtung berichtet er bei einer Familienfeier in einem Restaurant für „wichtige Personen“ aus der High Society der chinesischen Provinzhauptstadt. Äußerlich unscheinbar - „aber von innen... oh mein Gott“, schreibt er. Bei der Feier auf dem Dach sei zwischen Bankchefs, hohen Stadtpolitikern und Polizeichefs ordentlich aufgetischt worden. Zum ersten Mal habe er den 70-prozentigen Baijiu (Weißalkohol) probiert und eine absolute Grenzerfahrung gemacht - mit Tee. 250g guter Tee kosteten in China zwischen 30 und 100 Euro: „Ich wusste, dass es auch teureren gibt und dass nach oben hin keine Grenze gesetzt ist. Das die Chinesen das hier mit der Grenze nahezu wörtlich nehmen, hätte ich nicht gedacht. Ich saß also mit einem sehr netten Mann beim Tee und er lehrte mich, was ein guter Tee und was ein schlechter Tee ist. Der gute Tee, den ich munter vor mich hinschlürfte und der wirklich gut war, hatte einen Wert von 700.000 yuan - das sind umgerechnet knapp 70.000 Euro - und ich habe mich nicht verschrieben. 250g kosten 70.000 Euro. Ich habe das erst etwas später erfahren und habe mir das auf der Zunge zergehen lassen. Naja es war lecker. Bis dann mal mit einer weiteren Geschichte aus China, Martin.“




Veröffentlicht am: 10:06:56 25.06.2008
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