ESSEN. Mit dem reichen Schatz des Gregoranischen Chorals und seiner Geschichte macht am Sonntag, 15. Juni, das UNITAS-Vereinsfest zu Ehren des Verbandspatrons Bonifatius bekannt. Es beginnt um 9.30 Uhr mit dem gemeinsamen Lateinischen Choralamt in der Basilika St. Ludgerus, Essen-Werden. Bei der anschließenden Wissenschaftlichen Morgensitzung in den „Domstuben“, Brückstr. 81, lautet das Thema „Gregor und die Taube - oder wie der Gregorianische Choral nicht entstanden ist“. Referent ist der weithin bekannte Kenner und Forscher Prof. Dr. Stefan Klöckner von der Folkwang-Hochschule, Diakon am Hohen Dom zu Essen.

Genau 45 Jahre nach der Veröffentlichung der „Konstitution über die heilige Liturgie“ ("Sacrosanctum Concilium“) widmet sich die UNITAS damit einem spannenden und traditionsreichen Aspekt der Messfeier. Wiederholt wurde auch von Papst Johannes Paul II. und zuletzt von Papst Benedikt dessen Stellenwert hervorgehoben, zu dem es 1963 hieß: „Die Kirche betrachtet den Gregorianischen Choral als den der römischen Liturgie eigenen Gesang; demgemäß soll er in ihren liturgischen Handlungen, wenn im übrigen die gleichen Voraussetzungen gegeben sind, den ersten Platz einnehmen“ (Kapitel VI: Die Kirchenmusik - Artikel 116). Die nach Papst Gregor I., genannt der Große († 604 n.Chr.), benannte Form des einstimmigen Liturgiegesangs wurde zwischen dem 4. und dem frühen 8. Jahrhundert nach und nach in Rom entwickelt. Nach einer frommen Überlieferung soll sie Papst Gregor vom Heiligen Geist eingegeben worden sein, der in Gestalt einer Taube dargestellt wird.

Der Referent
Prof. Kirchenmusikdirektor Dr. Stefan Klöckner ist nicht nur als Wissenschaftler, Autor und Hochschullehrer aktiv, sondern präsentiert die beeindruckende Schönheit alter Kirchenmusik auch einem breiten Publikum. Sie brachte er 2003 mit 40 Sängern im Gasometer Oberhausen anlässlich der Video-Ausstellung "Five Angels" des Künstlers Bill Viola im September 2003 zu Gehör, 2005 führte er die von ihm rekonstruierte Fassung des "Essener Osterspiels" aus dem Liber ordinarius in der Domschatzkammer Essen (14. Jh.) im Essener Dom auf. Jahrgang 1958, studierte der gebürtige Duisburger zunächst selbst an der Staatl. Hochschule für Musik Ruhr / Folkwang-Hochschule Essen-Werden, dann an der Universität Wien, an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Über Karlsruhe, Rottenburg-Stuttgart und Tübingen kam er 1999 nach Essen zurück, wo er seitdem die Professr für Gregorianik und Liturgik an der Folkwang-Hochschule Essen innehat. 1997 wurde er mit dem „Ruhrpreis für Wissenschaft und Kunst“ der Stadt Mülheim an der Ruhr ausgezeichnet, 1999 mit der „Luthermedaille“ in Silber durch den Landesbischof der Evangelischen Landeskirche Württemberg und mit dem Titel „Kirchenmusikdirektor“ durch Diözesanbischof Dr. Walter Kasper/Rottenburg.

Artikel rechts aus den WERDENER NACHRICHTEN vom 13. Juni 2008

VORSCHAU: Nach dem Sonntag geht es für die Aktivitas am Montag zunächst wieder in die Euro 2008: Am Montag, 16. Juni, um 20.00 Uhr gibt es das UNITAS-EM-Special zum Spiel Deutschland gegen Österreich und am Mittwoch, 18. Juni, versammeln sich die Studenten um 19.30 Uhr zum Convent auf dem UNITAS-Haus.




Veröffentlicht am: 10:00:50 15.06.2008
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