Bbr. Dr. Paul Aufderbeck 70 Jahre Priester

ESSEN. Mit seinem 70-jährigen Priesterjubiläum begeht am 26. März 2009 Bbr. Prälat Dr. theol. Paul Aufderbeck ein selten gefeiertes Fest. Zu seinem Gedenktag blickt der „an der unitarischen Quelle“ in Essen-Werden lebende Jubilar, emeritierte Domkapitular und zweifache Ehrendomherr auf viele ereignisreiche Jahrzehnte als Priester zurück, in denen er im Erzbistum Paderborn und insbesondere im Ruhrbistum Essen der Kirche und den ihm anvertrauten Menschen in verantwortungsvollen Aufgaben gedient hat.

In Vertretung von studentischer Aktivitas der UNITAS Ruhrania und der UNITAS am Ort hat Alt-Senior Christoph Weyer am Vormittag  Bbr. Prälat Paul Aufdeckbeck im Ludgeri-Heim in Essen-Werden besucht, ihm zum Jubiläum gratuliert und ein kleines Geschenk überreicht.

Bewegtes Leben im Dienst  der Kirche

Fünf Jahre nach seinem Bruder Hugo, dem späteren Bundesbruder und Bischof von Erfurt (1909-1981), am 27. September 1914 in Hellefeld bei Sundern geboren, wurde Bbr. Paul Aufderbeck nach seiner Priesterweihe am 26. März 1939 in Paderborn 1941 Seelsorger der Wandernden Kirche Stargard (Pommern). 1943 Vikar in Dortmund-Hombruch und Pfarrvikar in Kirchhörde, ging er nach dem Krieg 1946 als Erzbischöflicher Kaplan und Geheimsekretär nach Paderborn. Ab 1950 Präses des dortigen Erzbischöflichen Knabenseminars, wurde er bei der Gründung des Bistums Essen Regens des neuen Priesterseminars und als Priester in das Ruhrbistum inkardiniert. Für 12 Jahre sollte anschließend er die Priesterausbildung in verantwortlicher Position prägen. Im November des Jahres Prosynodalexaminator, wurde er 1959 zum Wirklichen Geistlichen Rat, 1961 zum Synodelexaminator und 1964 zum Päpstlichen Ehrenprälat ernannt.

1970 vom Amt des Regens entpflichtet, trat er die Professur für Pastoraltheologie am Bischöflichen Priesterseminar St. Ludgerus in Essen-Werden an. Residierender Domkapitular ab 1971, übernahm er 1972 erneut die Aufgabe des Prosynodelexaminators, 1977 die Geistliche Leitung der Ordensseelsorge, 1979 den Vorsitz des Bonifatiuswerkes und die Aufgabe des Diözesandirektor des Bonifatiuswerkes der Kinder im Ruhrbistum. 1980 ging er als Rector ecclesiae an die Kirche der „Congregatio Beatae Mariae Virginis“ (BMV), bevor der 1983 als Professor für Pastoraltheologie am Bischöflichen Priesterseminar ausschied. 1990 emeritierte er als Domkapitular und wurde im selben Jahr zum Ehrendomherrn des Metropolitankapitels Esztergom, Budapest, ernannt.

Für die Menschen: Ein Mann der Caritas

Zahlreiche caritative Initiativen gingen in diesen Jahren von ihm aus: In der Zeit des Eisernen Vorhangs hatte er als Bischöflicher Beauftragter für die Kontakte zur Kirche in Osteuropa zahlreiche Verbindungen geknüpft. So auch mit dem seinerzeitigen Bischof von Leitmeritz (Litomerice), Mons. Josef Kuckl. Auf zahlreichen Fahrten transportierte er theologische Literatur, aber auch Lebensmittel und Kleidung zum Beispiel ins tschechische Sobotka-Libosovice, wofür jährlich viele Tonnen zusammenkamen. 1992 vom Amt des Diözesanexaminators entpflichtet, gab er 1996 die übernommenen Tätigkeiten für die „Kirche in Osteuropa“ und für „Geistliche in Alter und Krankheit“ auf. Am 20.12.1996 ernannt ihn auch das Domkapitel in Presov/Slowakei zum Ehrendomherrn.

 

Bbr. Paul Aufderbeck, der in diesem Jahr seinen 95. Geburtstag feiern kann, hatte sich im Sommer 1935 der UNITAS Hathumar in Paderborn angeschlossen und war bei UNITAS Markomannia Tübingen aktiv. Die UNITAS – insbesondere die Unitarier an der Ruhr – gratuliert herzlich und wünscht Gottes Segen!

 

Dr. Christof Beckmann, Essen  


Veröffentlicht am: 11:00:47 26.03.2009
Info
Tipp: Falls Sie sich beim „gefällt mir"-Button verklickt haben, gehen sie über dem nun grauen „gefällt mir"-Button zum „Daumen Hoch"-Zeichen, dort erscheint nun ein „x" und mit einem kleinen Klick mit der linken Maustaste ist wieder alles wie zuvor. Uns würde es trotzdem sehr gefallen, wenn sie diesem Tipp nicht folgen.
Zurück zu: | allen Kategorien | WS 08/09 | SS 08 | Presse