ESSEN, 19.1.2008. Pünktlich zum 50. Jahrestag der Ankündigung des II. Vatikanischen Konzils lädt die UNITAS Ruhrania am Dienstag, 20. Januar, zu einer Wissenschaftlichen Sitzung im UNITAS-Haus an der Flurstraße. Der Gesprächsabend mit Pastor Heinrich Grafflage von St. Dionysius beginnt um 19.30 Uhr im Conventsaal.


Es war eine Weltsensation, als Papst Johannes XXIII. (1958-1963), kurz nach seiner Wahl an die Spitze der Kirche, am 25. Januar 1959 ein allgemeines Ökumenisches Konzil für die Gesamtkirche ankündigte. Antonio Giuseppe Roncalli, der vielen eher als Kompromisskandidat und „Papst des Übergangs“ galt, machte gegen viele innerkirchliche Bedenken Ernst mit seinem Ruf zum „aggiornamento“, der Wiederannäherung der Kirche an die Erfordernisse der Zeit. Die mit Unterbrechungen von 1962-1965 dauernde Kirchenversammlung ging als das „II. Vatikanische Konzil“ in die Geschichte ein: 2.850 „Konzilsväter“ bearbeiteten 16 Dokumente - vier Konstitutionen, neun Dekrete und drei Erklärungen.

 

Zentrale Positionen – eine neue Sicht auf die Welt

 

Die zentralen Konstitutionen formulierten mit dem Bild der Kirche als dem pilgernden Volk Gottes ein neues Kirchenverständnis (Lumen gentium, 1964), mit der Konstitution über die Liturgie (Sacrosanctum Concilium, 1963) gab es eine Reform des Gottesdienstes und der Sakramente sowie die Einführung der Volkssprache anstelle des Latein. Zu den Problemen der Moderne äußerte sich das Konzil in der Pastoralkonstitution über die Kirche in der Welt von heute (Gaudium et spes, 1965) und die vierte Konstitution ebnete einer modernen Erforschung der Bibel den Weg (Dei Verbum, 1965). Viele weitere Dokumente und das von der Seelsorge geprägte Gesamtergebnis setzten gewaltige Kräfte in Gang, deren Umwälzungen bis heute spürbar sind.

 

Der Referent: Pastor Heinrich Grafflage

Anliegen und Auswirkungen des Konzils diskutiert am Dienstagabend mit der UNITAS Ruhrania als Referent Pastor Heinrich Grafflage, Jahrgang 1933. Er stammt aus Essen-Borbeck, wurde 1970 zum Priester geweiht und war seit 1982 Pfarrer an St. Ludgerus und St. Martin in Essen-Rüttenscheid, bevor er im Mai 2008 nach Essen-Borbeck wechselte. Hier ist der Pfarrer im Ruhestand als Pastor an St. Dionysius tätig und inzwischen auch für sehr engagierte Predigten bekannt. Seit 1997 ist Heinrich Grafflage Diözesanbeauftragter des Bistums Essen für Kirchen in Mittel- und Osteuropa und zuständig für das Bischöfliche Hilfswerk RENOVABIS.
Bereits im Mai 2008 nahm er an der Einweihung des Hauses an der Flurstraße teil. Wir freuen uns, dass es jetzt mit einem Vortrag im laufenden Wintersemester geklappt hat.

Foto: St. Ludgerus, Essen




Veröffentlicht am: 19:17:30 19.01.2009
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