Bbr. OStR a.D. Pfr. Wilhelm Potthoff

GELSENKIRCHEN. Mit einer Festmesse in der St. Antonius-Kirche „auf Schalke“ feierte Bbr. OStR a.D. Pfr. Wilhelm Potthoff am 24. Februar 2008 sein Goldenes Priesterjubiläum. Spontaner Applaus dankte dem Seelsorger für seinen 50-jährigen kirchlichen Dienst an den ihm anvertrauten Menschen.

Geboren am 19.2.1931 und aufgewachsen in Essen-Werden, war ihm die Berufung zum Priester quasi in die Wiege gelegt, da sein Vater Küster in der Gemeinde war: „Ich bin im Schatten der Abtei groß geworden. Die Werdener Kirche war unser Wohnzimmer. Ich weiß gar nicht wie oft ich meinem Vater den Kaffee in die Kirche gebracht habe.“ Während seines Studiums in Bonn schloss sich der Nachfahre aus dem verzweigten Stammbaum des UNITAS-Verbandsgründers Hermann Ludger Potthoff im Februar 1953 der Mutterkorporation UNITAS-Salia an. Philistriert zum 1. Januar 1956, wurde er am 24.2.1958 gemeinsam mit drei Mitstreitern als der erste im neu errichteten Ruhrbistum Essen von Bischof Franz Hengsbach zum Priester geweiht. „Bei meiner Priesterweihe war die Domkirche überfüllt. Ich wollte unbedingt in der „neuen“ Domkirche geweiht werden, da ich in Essen geboren und aufgewachsen bin“, berichtet der heute 77-Jährige.

Anschließend war Bbr. Potthoff als Kaplan in Essen, Duisburg und Oberhausen tätig, bis er in den Schuldienst an die Bergberufsschule in Essen-Ost wechselte. Mit dem Zechensterben ging er vor knapp 40 Jahren als Berufsschullehrer an das heutige Eduard-Spranger-Berufskolleg in Gelsenkirchen-Buer. „Lehrer zu sein, war mir auf den Leib geschnitten“, beschrieb Potthoff am 26. Februar in der WAZ die Freude an seiner Berufung. Über 2500 Schülerinnen und Schüler unterrichtete er und hat sie seelsorgerisch begleitet. Seine Motive: „Wissen vermitteln und den Blick für die Kultur und die weite Welt öffnen.“

 Der seit 1993 pensionierte Oberstudienrat ist seit 1969 in der Schalker St. Antonius-Kirche als Subsidiar tätig. Bis heute übernimmt er seelsorgerische Tätigkeiten in der Pfarrei, liest auch an Wochenenden oder Feiertagen die Messe und gilt als mitreißender Prediger, wie Bbr. Werner Holthoff vom Gelsenkirchener UNITAS-Zirkel berichtet. Besonders aktiv setzte sich Potthoff auf Bistumsebene ein: 26 Jahre lang war er Diözesanpräses des Verbands der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung (KKV). Vier Abordnungen waren auch zur Festmesse in Schalke gekommen. Regelmäßig besuchte er auch den früher aktiveren UNITAS-Zirkel in Gelsenkirchen.

„Man muss überzeugt sein von dem, was man erzählt, wenn man Erfahrungen weitergeben will und das Feuer überspringen soll“, zitierte ihn die WAZ. Dass dies geschehen ist, bescheinigten ihm neben vielen Weggefährten auch Propst Wilhelm Zimmermann und Propst Manfred Paas. „Der Dank gebührt dir dafür, dass du in Kirche, Schule und Seelsorge Gott transparent gemacht hast“, so Paas in der Festmesse.


CB

 




Veröffentlicht am: 15:55:51 26.02.2008
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