Sie ist eine noch ganz junge Tochter des Verbandes: Die neue UNITAS-Grundsatzkommission. Am 7. April 1994 schlug sie im Bonner Katholischen Büro die Augen auf und wurde von den anwesenden Eltern gleich standesgemäß getauft. Zeugen: Die Bundesbrüder Dr. Reinhard Marx, Geistlicher Beirat des Verbandes, Vorortspräsident Thomas Meier, Verbandsgeschäftsführer Dr. Wilfried Podlinski, Leopold Turowski, Beirat für gesellschaftspolitische Fragen und Dr.Christof Beckmann, Beirat für Öffentlichkeitsarbeit.

Entstanden ist die Grundsatzkommission aus den Beratungen der Neusser Klausurtagung des Verbandsvorstandes am 26./27.Febru-ar. Der „geistige Vater“ Dr. Reinhard Marx, hatte den Gedanken zu einer grundsätzlichen neuen und intensiveren Beschäftigung mit den essentials der UNITAS in die Debatte geworfen. Die Versammlung widmete sich dem Thema in einer breiten Diskussion und beauftragte die genannten „Taufpaten“ mit der Fortführung der Debatte. Und mittlerweile hat die Grundsatzkommission die ersten Schritte getan: Seit der ersten Versammlung des Arbeitsgruppe hört sie auf den Namen „Arbeitskreis Grundsatzprogramm“, abgekürzt AGP. Die Funktion des Sprechers hat auf Wunsch der Mitglieder Bundesbruder Marx übernommen.

Profil schärfen - Dialog führen

Ausgangspunkt der Überlegungen ist, daß wesentliche Positionen des Verbandes, die in religiösen Angeboten (Einkehrtage, Verbands- und AGV-Wallfahrten), etwa auf dem Krone-Kreis-Seminar, auf Aktiventagen, in sozialen Projekten und der Wissenschaftsarbeit, aber auch in der Teilnahme an den „Salzburger Hochschulwochen“ zum Ausdruck kommen, neu zu schärfen sind. Dazu sollen auf dem Boden der festehenden Grundsätze des unitarischen Grundgesetzes und des Bonner Papiers, die sich aus den Prinzipien und dem Wahlspruch ergeben, Positionen für heute neu er-“arbeitet“ werden.

Für den Verband bedeutet die Installierung dieses AGP nach dem Willen der Promulgatoren damit das Startsignal für einen über mehrere Jahre laufenden Prozeß der Vergewisserung und Übersetzung der unitarischen Prinzipien. Mehr herausgestellt werden soll das Angebot des Verbandes für junge Menschen als Einladung zur Gemeinschaft, zur Lebensorientierung und zu einer eindeutigen christlichen Werteordnung. Dem Bemühen um eine Aktualisierung der Prinzipien, der Verstärkung der inhaltlichen Dialogs, der Erweiterung des thematischen Aktionsfeldes und der Entwicklung neuer Perspektiven soll sich der Verband auf einer breiten inhaltlichen Basis und unter Beteiligung aller Verbandsstrukturen stellen. Das Ergebnis soll die Arbeit des Verbandes mittel- und langfristig verpflichten.

Der Arbeitskreis selbst sieht sich nicht als Konkurrenz zu den bestehenden Verbandsämtern. Vielmehr soll ihnen, insbesondere der GV und dem Vorstand, zugearbeitet werden. Als Zusammenfassung der Beiratsvorsitzenden wird der AGP deren Arbeit anregen, verstetigen und harmonisieren. Auf Vorschlag des Verbandsgeschäftsführers werden auch der hochschulpolitische Beirat und das unitarische Presseamt in den Kreis berufen. Erste Überlegungen für ein Diskussionspapier, das zu einem breiten Dialog im Verband führen soll, werden bis zur GV vorliegen.

C.Beckmann

 




Veröffentlicht am: 11:23:30 10.04.1994
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