Aktuelles > Neuigkeiten > Ruhrania erregt weiter Anstoß

Wallfahrt und Semester-Ex-Radio im „Pott“

„Ja, es soll Anstoß erregen, aber positiven. Schließlich stehen wir zum Kreuz, das wir tragen, das als Zeichen der Erlösung die Mitte unseres Lebens ist.“ So kommentierte Helmut Wiechmann die Frage nach dem Sinn der ersten Ruhr-Wallfahrt der UNITAS Ruhrania Bochum-Essen-Dortmund am 8.Juli. Drei Kirchen standen auf dem Wanderprogramm der Aktiven, die - Kreuz voraus - in der Heimat von Verbandsgründer Hermann Ludger Potthoff auf Schusters Rappen durch den Süden der Stadt Essen zogen.

Das Zitat aus der am 12.Juli in Radio Essen ausgestrahlten inzwischen 10. Radiosendung „UNITAS-Auf Ruhr“ sollte deutlich machen, was eine kleine Gruppe vermag: Die Menschen an der Straße zum Nachdenken anzuregen, miteinander ins Gespräch - nicht zuletzt über den Glauben - zu kommen und gleichzeitig eine gute Sache zu unterstützen.

Denn die Wanderung diente auch der Arbeit der Salesianer Don Boscos im Essener Stadtteil Borbeck, die zur Zeit ihr Schulgebäude modernisieren: Für jeden der zehn gelaufenen Kilometer gab es „Kilometergeld“ von den Altherrenzirkeln Essen und Bochum, die die Idee der Aktiven begeistert aufnahmen und als Sponsoren für die Aktion einstiegen. Ein erster Betrag von 250 Mark war das Ergebnis eines sonnigen Weges durch die grüne Wiege des Ruhrbergbaus, den der Fuxenstall unter FM Helmut Wiechmann mit „Lokalmatador“ Jens Scholten aus Essen-Überruhr, Benedikt Kisters und Eckehard Brenne geistlich maßgeblich vorbereitet hatte.

Unitarischer „Wanderzirkus“

Die Wallfahrt war das gelungene Ausrufezeichen nach einem Semester, das mit der kompletten Wiederwahl der Chargen unter Senior Markus Mönig aus Iserlohn zuende ging. Gestandene Verantwortliche sind gefragt, denn große Ereignisse stehen für das kommende Semester ins Haus: Schließlich wollen die Ruhranen - voraussichtlich am 12./13.Januar - ihr 85. Stiftungsfest begehen. Auch Nachwuchs ist in den kommenden Monaten nötig bei dem zwischen Lenne und Rhein tourenden einzigen unitarischen „Wanderzirkus“. Studienortwechsler sind an der Ruhr herzlich willkommen. Sie treffen in jeder Stadt zwischen Dortmund und Duisburg immer auf aktive Ansprechpartner.

Fortsetzen wollen die Unitarier im Ruhrgebiet die jetzt begonnene Jahreswallfahrt auch 1996. Nach gelungenem Auftakt soll die Einladung an alle Alte Herren und an die Aktivenvereine zwischen Bonn und Münster gerichtet werden, sich rund um Potthoffs Geburtsort Essen-Werden mit dem Kreuz auf Wanderschaft zu begeben. Die UNITAS Ruhr bittet, sich die Einladung schon einmal vorzumerken. Die Ludgerusprozession am ersten Septembersonntag, aber auch Zechenfahrten und andere ruhrtypische Besuchsziele wie Brauereien oder immer wieder die Republik erschütternde Fußballduelle machen das Revier im übrigen für jede Aktivitas zur Region für ein ideales Tourenprogramm.

Wir brauchen Gemeinschaft

Ebenso kann ein Besuch im Rundfunkstudio des Bistums Essen arrangiert werden, in dem mindestens zweimal pro Semester die selbst produzierten Sendungen entstehen. Auch für andere UNITAS-Aktivitates besteht hier die Möglichkeit, die Technik kennenzulernen und über sich zu erzählen.

Genutzt hat es jetzt die UNITAS in Thüringens Hauptstadt Erfurt, die mit Essen in einer Städtepartnerschaft verbunden ist. Klaus-Hermann Rößler, ehemaliger VOP und inzwischen „leidenschaftlicher Wahl-Thüringer“, brachte es als Interviewpartner in der letzten Ausgabe des Semester-Ex-Radios der UNITAS Ruhrania auf den Punkt: „Christen brauchen Gemeinschaft“, meinte er, gefragt nach dem „Kick“ bei der UNITAS, „und sei sie noch so klein.“ Auf das Ruhrgebiet gemünzt, gilt somit für die Gemeinschaft des ganzen Verbandes weiterhin das unitarische Startmotto von 1990: „Wir an der Ruhr - gemeinsam nach vorn!“

C.Beckmann




Veröffentlicht am: 11:19:02 08.07.1995
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