Aktuelles > Neuigkeiten > UNITAS-Verband fordert bessere Beratung der Studenten

Universitäten müssen studentenorientierter arbeiten

KARLSRUHE. Studierende müssen sich vor allem selbst um die Verbesserung ihrer Studiensituation bemühen. Dies sei nur durch ein höheres Engagement in den studentischen Gremien (ASten, Fachschaften) zu erreichen. Das ist eines der zentralen Ergebnisse einer hochschulpolitischen Tagung des Verbandes der wissenschaftlichen katholischen Studentenvereine UNITAS, zu der am vergangenen Wochenende Studierende aus dem ganzen Bundesgebiet nach Karlsruhe kamen. Unter dem Motto „Die Hochschulen in der Krise - Wege in die Zukunft“ diskutierten die UNITAS-Delegierten die soziale und wirtschaftliche Situation der Studierenden, Möglichkeiten zur Qualitätsverbesserung der Lehre sowie die Frage, wie die Arbeit der studentischen Interessenvertretungen effektiver gestaltet werden kann.

Zu den Forderungen an die Universität selbst gehört auch die Aufwertung und qualitative Verbesserung der Lehre. Studenten und Professoren müssten gegenseitige Vorurteile abbauen: „Evaluationsmethoden, die auf eine kritische Würdigung der Leistung von Professoren zielten, könnten nur in konstruktiver Zusammenarbeit aller universitärer Gremien erfolgreich angewandt werden“, hieß es bei der Tagung. Rückmeldungen der Studierenden zu Inhalt und Methodik einer Vorlesung lägen in beiderseitigem Interesse. Nur so könne die Universität studentenorientierter und effizienter arbeiten.

Stetig sinkenden Zahlen ausländischer Hörer an deutschen Hochschulen und überlange Studienzeiten seien ein Alarmsignal. Zur Verbesserung der Studienbedingungen gehöre auch eine wesentliche höhere Transparenz des Studienbetriebs. Gerade im Grundstudium sei ein umfangreiches Beratungs- und Tutorienangebot wichtig, Sparmaßnahmen in diesem Bereich hätten „fatale Folgen“. Für den Zugang zur Universität mussten die Hochschulen die Möglichkeit erhalten, einen Teil der Studenten selbst auszuwählen: „Es ist notwendig, dass Motivation und Eignung für eine Fachrichtung zu einem mindestens gleichrangigen Auswahlkriterium neben Abiturdurchschnitt und Wartezeit werden“, so das Votum der hochschulpolitischen Tagung des UNITAS-Verbandes. 

Informationen zum UNITAS-Verband: 1847, vor 150 Jahren, schlossen sich katholische Theologiestudenten an der Bonner Universität in einem Studentenverein zusammen, aus dem 1855 die UNITAS hervorging. Sie öffnete sich 1897 auch für Nichttheologen. Der älteste katholische Studenten- und Akademikerverband, der bei seiner letztjährigen Generalversammlung in Darmstadt als erster studentischer Traditionsverband auch fünf UNITAS-Studentinnenvereine in Frankfurt, Bonn, Marburg, Gießen und Freiburg als vollberechtigte Mitglieder aufgenommen hat, zählt rund 9.000 Mitglieder. Er vertritt 46 aktive UNITAS-Vereine in Deutschland, der Tschechei und Kasachstan. Zu den Gründungen in den letzten Jahren gehören neue UNITAS-Vereine in Magdeburg/Erfurt und Prag.



Veröffentlicht am: 10:23:48 10.05.1997
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