Gremiensitzung und Festkommers
am
Samstag, 28. Januar 2006 -
Festredner ist Andreas Schmidt MdB (CDU)

BORBECK. Der „Wissenschaftliche katholische Studentenverein UNITAS Ruhrania Bochum-Essen-Dortmund“ begeht am Samstag, 28. Januar, den Jahrestag seiner Gründung vor 95 Jahren. „Ein Grund der Freude, ein Grund zum Feiern und ein Tag voller Hoffnungen für die Zukunft der UNITAS im Ruhrgebiet“, so der vorsitzende „Senior“, der Philosophiestudent Sebastian Sasse. Die vor dem Ersten Weltkrieg in Münster gegründete Vereinigung aktiver und ehemaliger Studenten ist die einzige regionale Vertretung der UNITAS, des ältesten katholischen Akademikerverbandes in Deutschland.

Bereits die Gründungskorporation von 1847 trug den Namen Ruhrania – kein Wunder, kamen doch die ersten Mitglieder aus dem damals noch beschaulichen Ruhrgebiet zum Studium an die Bonner Universität. Initiator der damaligen Theologenvereinigung war neben Studenten aus Heisingen, Überruhr und Borbeck vor allem Hermann Ludger Potthoff, später Oberhofprediger am Königlichen Hof in Sachsen, dem eine Gedenktafel am Geburtshaus in der Hufergasse in Essen-Werden gewidmet ist. 1855 war aus der ersten Vereinigung bereits ein Verband entstanden, der sich schnell auf Universitäten in ganz Deutschland und im Ausland verbreitete. 150 Jahre später wurde ein bundesweites Festjahr begangen – auch die unitarischen „Bundesbrüder“ an den Ruhr-Universitäten stellten ihr Programm 2005 ganz unter das Jubiläum.

Ihr eigenes Programm im Wintersemester 2005/06 beleuchtet vor allem die Situation an den Universitäten und die Frage nach Sinn und Zweck eines Studiums heute. „Es lohnt sich, auch heute noch ein Studium aufzunehmen, daran kann kein Zweifel bestehen“, zeigt sich der Vorsitzende des Studentenvereins überzeugt. Doch es nehme auch in die Pflicht, so Sasse: „Die von allen geschaffenen Privilegien stellen auch in eine gesellschaftliche Verantwortung.“ Der UNITAS-Verband habe seit seiner „Erfindung“ genau dies deutlich herausgestellt und setze neben einem zielstrebigen Studium den Schwerpunkt auf soziales Engagement im direkten Umfeld und weltweit.

95 Jahre UNITAS Ruhrania: CDU-MdB hält Festrede

Das 95. Stiftungsfest am 28. Januar ist einer der Höhepunkte des laufenden Programms aus wissenschaftlichen, geselligen und religiösen Veranstaltungen. Die studentische Vereinigung, die im Sommer 2004 das Borbecker „Feldschlösschen“ an der Flurstraße übernommen hat, beginnt ihr Festprogramm am Nachmittag zunächst mit Gremiensitzungen. Im Mittelpunkt stehen Fragen zur 2006 anstehenden Komplettrenovierung der Traditionsgaststätte, in der Studentenwohnungen und eine neue Gastronomie eingerichtet werden sollen. Nach der Messe um 18 Uhr in St. Immakulata veranstalten die Studenten einen Festkommers unter Leitung von Sebastian Sasse (Bild links). Festredner ist der CDU-Abgeordnete des Wahlkreises Mülheim/Essen im Deutschen Bundestag, Rechtsanwalt Andreas Schmidt (Mülheim), der über die aktuellen Themen der Berliner Politik berichten wird. Viele Gäste vom Bundesverband, aus dem umliegenden UNITAS-Zirkeln im Ruhrgebiet und von befreundeten Verbänden haben für das Fest in Essen-Borbeck zugesagt.

Der Referent:

Andreas Schmidt, geboren am 4. November 1956 in Mülheim an der Ruhr, evangelisch, verheiratet, eine Tochter, studierte nach dem Abitur am Gymnasium Broich 1976 in Mülheim an der Ruhr, Rechtswissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum. 1982 legte er die erste und 1985 die zweite juristische Staatsprüfung ab. In der Zwischenzeit war er Assistent von Dr. Otmar Franz, MdEP. Der Rechtsanwalt ist Mitglied des Verwaltungsrates der Sparkasse Mülheim an der Ruhr und Vorstandsmitglied in der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen.

Schmidt war seit seinem Eintritt in die CDU und die Junge Union 1974 in verschiedenen Funktionen der Partei tätig: 1984 bis 1989 Kreisvorsitzender der Jungen Union Mülheim an der Ruhr, 1986 bis 1991 Mitglied im Landesvorstand der Jungen Union Nordrhein-Westfalen, 1989 Kreisvorsitzender der CDU Mülheim an der Ruhr. Dem Deutschen Bundestag gehört Schmidt seit 1990 an. Hier ist er u.a.
Vorsitzender und Ordentliches Mitglied im Rechtsausschuss, der viele Gesetze mitberät. Federführend ist der Ausschuss z.B. im Zivil-, Straf-, Wirtschafts- und Verfahrensrecht. Auch verfolgt der Ausschuss die höchste deutsche Rechtsprechung am Bundesverfassungsgericht, um dem Parlament in bestimmten Verfahren eine Stellungsnahme zu empfehlen.

Gewählt wurde Andreas Schmidt
über die Landesliste für den Wahlkreis 119 (Mülheim – Essen), der auch den Essener Stadtteil Borbeck umfasst. Hier hatte er bei der letzten Bundestagswahl 2005 32,8 Prozent der abgegebenen Erststimmen auf sich vereinigt (2002: 30,9 %).

Das UNITAS-Haus in Borbeck kennt Andreas Schmidt von einem früheren Besuch. Bereits vor einigen Monaten war er zu Gast an der Flurstraße und zeigte sich bereits damals sehr interessiert an den Bauplänen im ehemaligen „Feldschlösschen“ sowie an Arbeit und Zielen der UNITAS, der er spontan seinen Besuch zu unserem anstehenden „runden“ Stiftungsfest bei den Ruhranen zusagte.

 
Mehr Informationen:

Grundsätze

Das UNITAS-Haus in Borbeck

Programm WS 2005/2006

Artikel/Aktuelle Berichte

Geschichte des W.K.St.V. UNITAS Ruhrania

Die UNITAS ist der älteste katholische Studenten und Akademikerverband Deutschlands. Der Verband der Wissenschaftlichen katholischen Studentenvereine UNITAS wurde 1855 von Studenten aus dem Ruhrgebiet an der Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn gegründet - ältester Ortsverein ist der dort 1847 ins Leben gerufene W.K.St.V. UNITAS-Salia; an über 30 deutschen Universitäten mit gemeinsamen Statut vertreten - durch den 1911 in Münster gegründeten W.K.St.V. UNITAS RUHRANIA seit 1989 auch wieder im Ruhrgebiet. Alle Unitarierinnen und Unitarier verpflichten sich darauf, als katholische Studenten und spätere Akademiker in Staat, Kirche und Gesellschaft Verantwortung zu tragen . Leitfaden sind unsere Prinzipien VIRTUS - SCIENTIA - AMICITIA, d.h.: Christliche Lebensführung, soziales Engagement, Toleranz und Zivilcourage, fächerübergreifende, wissenschaftliche Auseinandersetzung und Erweiterung des allgemeinen Wissens, Freundschaft, aus der unsere Lebensgemeinschaft vieler Generationen erwächst. Diese Prinzipien und unser Wahlspruch in necessariis UNITAS - in dubiis libertas - in omnibus caritas tragen unseren Lebensbund aktiver und ehemaliger Studenten.Gegenwärtig bestehen 46 UNITAS-Vereine mit Studenten aller Fakultäten an deutschen Hochschulen. Als einziger der Traditionsverbände nimmt der UNITAS-Verband auch Studentinnen-Vereine auf - inzwischen haben sich acht UNITAS-Studentinnenvereine in Bonn, Frankfurt, Freiburg, Gießen, Marburg, Mainz, Köln und Heidelberg gebildet. 6000 ehemalige Aktive, die sogen. "Alten Herren" und "Hohen Damen", haben sich in 62 Altherren- und Hohe-Damenvereinen, sowie 164 Ortszirkeln (AHZ) zusammengeschlossen. Allein im Bereich des Ruhrgebietes und im angrenzenden Raum bestehen ca. 30 AHZAHZ. Der Studentenverband ist auf Bundesebene Mitglied des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Studentenverbände (AGV) und des Europäischen Kartellverbandes Christlicher Studentenverbände (EKV), der seit 1985 Konsultativstatus beim Europarat besitzt. Mit rund 660 christlichen Studentenvereinigungen und 110.000 Mitgliedern in neun europäischen Ländern ist er der größte Akademikerverband Europas. Die UNITAS ist Mitglied der Katholischen Akademikerarbeit Deutschlands (KAD) und im Zentralkomitee der Deutschen Katholiken (ZdK) vertreten. Die UNITAS verleiht den Heinrich-Pesch-Preis für Verdienste um die wissenschaftliche Weiterentwicklung und die praktische Umsetzung der Soziallehre der Kirche.

 




Veröffentlicht am: 13:13:35 25.01.2006
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