CHINA / BORBECK. Gerade erst hatte sich Bbr. „Horst“ Milerski aus Kanton gemeldet – heute zog Martin Schwarz aus Borbeck ein Resümee seines inzwischen sechsmonatigen Aufenthalts in Zhèngzhōu: Die am Gelben Fluss gelegene Hauptstadt der chinesischen Provinz Henan ist mit gut 7 Millionen Einwohnern eine bedeutende Industriestadt (Baumwoll-, Glas-, Aluminiumindustrie, Maschinenbau), überregionaler Verkehrsknotenpunkt (Eisenbahn, Flughafen) sowie Handels- und Finanzzentrum mit einem großen Einzugsgebiet. Trotzdem der Herbst begonnen habe, halte man es derzeit nicht aus vor Hitze, schreibt Martin.

 

Seit 8. September läuft wieder das Sprachsemester, seine Klasse habe sich inzwischen aber halbiert: „Von ehemals 12 Schülern ist sie auf 6 Schüler geschrumpft, von denen jetzt nur noch vier regelmäßig kommen. Von diesen vier haben zwei Koreaner auch noch ein Sandwich-Restaurant aufgemacht …. Ich habe mich aber noch nicht in das Abenteuer gestürzt dort zu essen.“ Seitdem er zunächst von den 30-geschossigen Hochhäusern am Stadtrand aus erste Eindrücke über Zheng Zhou sammelte, tauschte er nach einem Umzug den Blick über die Stadt mit dem auf das Henan Museum, in dem sein Schwiegervater tätig ist: „Abends wird es in den verschiedensten Farben angestrahlt und sieht einfach nur klasse aus.“ Viele Reiseziele konnte er in den vergangenen Monaten ansteuern, etwa ein kleines Dorf, wo die Mutter seines Schwiegervaters lebt, einen Friedhof weit außerhalb der Stadt, ein Bade-Erholungsparadies oder Ausflugsorte mit Wildwasserrafting sechs Stunden Autofahrt weit entfernt. Auf dem weiteren Programm: Der Shaolin-Berg, die Heimat des Kung-Fu, den er am 1.10., dem Nationalfeiertag anfährt - „…wenn wir noch einen Platz einem Zug bekommen, denn das ist wahrscheinlich das größte Problem.“ 

 

Regelmäßig zweimal in der Woche spiele er Abends Badminton und habe seine Leidenschaft fürs Malen und Zeichnen wiederentdeckt. Insgesamt fühle er sich dank seiner Frau und ihrer Familie selten einsam. Doch es gibt Ausnahmen: „Natürlich vermisse ich hier und da so einige Dinge …. auch einen richtigen Auflauf oder irgendetwas mit Käse überbacken, denn der Backofen hat hier noch nicht seinen Siegeszug in die Küchen gefunden und der Käse wird wahrscheinlich noch länger auf sich warten lassen.“

 




Veröffentlicht am: 12:46:04 17.09.2008
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