Kaiser im Doppelpack:
Konstantin und Karl der Große


Historische Themen mit aktuellen Bezügen werden im Fernsehprogramm der nächsten Tage mit Bundesbrüdern der UNITAS bestritten. Bereits beim Festkommers zur Trierer Generalversammlung hatte Bischof Dr. Reinhard Marx (UNITAS Hathumar Paderborn, UNITAS Winfridia Münster) auf die anstehende Ausstrahlung einer Talkrunde über Kaiser Konstantin verwiesen, zu der er als Ortsbischof in Trier eingeladen war. Sie ist am 5. Juni im SWR-Fernsehen zu sehen und im Saarländischen Rundfunk zu hören. Zuvor wird bereits eine weitere SWR-Sendung am 2. Juni die Konstantin-Ausstellung in Trier vorstellen, an der Bbr. Marx ebenfalls als Gesprächspartner beteiligt ist. Zudem steht bereits für Pfingstsonntag die Ausstrahlung einer ZDF-Doku über Kaiser Karl den Großen an. An der Produktion beteiligt war u.a. die im münsterländischen Greven lebende Familie des Ehrenseniors von UNITAS Winfridia in Münster, Dr. Hermann-Josef Drexler.


„Mit Schwert und Kreuz -
Karl der Große und die Sachsenmission“, 
27. Mai 2007, 18.15 Uhr, ZDF


„Mit Schwert und Kreuz“ lautet der Titel der Dokumentation zur Christianisierung der Sachsen durch Karl den Großen, die am 27. Mai 2007 um 18.15 Uhr ausgestrahlt wird. Der 45-minütige Film von Gerold Hoffmann, eine Produktion der Berliner EIKON Media im Auftrag des ZDF, wurde an Originalschauplätzen in Deutschland, der Schweiz und in Rom gedreht.

Er stellt die Sachsenmission in den Rahmen der weltpolitischen Bedeutung Karls des Großen, der zu Recht als „Vater Europas“ und Begründer des christlichen Abendlandes bezeichnet wird. Eine besondere Qualität erhält der Film außerdem durch die Mitwirkung von Historikern und Archäologen und durch modernste Computer-Animationen. Der Autor geht der Frage nach, ob das Verdikt vom blutrünstigen Sachsenschlächter Karl (747-814) gerechtfertigt ist. Bei seiner Unterwerfung der heidnischen Nachbarn im Nordosten seines Reichs habe er ihnen das Christentum mit dem Schwert beigebracht, „Tod oder Taufe“ soll seine Losung gewesen sein – so ist es in vielen Geschichtsbüchern zu lesen. 

Die Dokumentation zeigt, dass dieses Geschichtsbild heute korrigiert werden muss, denn Karl hatte die Missionspolitik in der zweiten Hälfte seiner Regierungszeit deutlich verändert. Was hinter diesem Sinneswandel steckt, verfolgt die ZDF-Doku anhand eines archäologischen Fundes bei Ausgrabungen am Dom von Paderborn, eines Skeletts eines Toten aus der Zeit Karls des Großen, der zur ersten Christengeneration im Norden Deutschlands gehörte. Die Dokumentation beschreibt, wie das Leben dieses Mannes ausgesehen haben könnte. Die  Aktionen Karls des Großen werden durch Ausschnitte aus dem italienisch-französischen Spielfilm „Karl der Große“ (Regisseur Clive Donner Produktion 1994) erzählt. Dokumentarische Bilder und nachgestellte Szenen schildern aus der Perspektive eines einfachen Sachsen, wie Karl den christlichen Glauben in Deutschland verbreitet und dabei nicht nur das Schwert benutzt hat. 

Diese Spielszenen wurden im Freilichtmuseum Sachsenhof gedreht, dem die Familie des Münsteraner Ehrenseniors Hermann-Josef "Papi" Drexler (s. Bilder) seit vielen Jahren aktiv verbunden ist. Mit von der Partie sind seine Frau Liesel (oben) und das zweite Enkelkind Carla, das in einer Geburtsszene zu sehen ist. Liesel wird beim Spinnen gezeigt, während sich Bbr. Hermann-Josef Drexler (im Bild rechts), von Hause aus promovierter Chemiker, bei der nächtlichen Eisenherstellung am Rennofen nützlich macht.

Die Rückkehr des Kaisers -
Konstantin der Große in Trier
Samstag, 2. Juni 2007,
von 21.50 - 22.20 Uhr im SWR Fernsehen

Die Herrschaft Kaiser Konstantins markiert einen Wendepunkt zwischen heidnischer Antike und dem christlichen Mittelalter. Konstantin legte mit seiner christenfreundlichen Politik den Grundstein für das christliche Europa. In der Fernsehreihe „Schätze des Landes“ geben der Historiker Alexander Demandt und der Trierer Bischof Bbr. Reinhard Marx am Samstag, 2. Juni 2007, von 21.50-22.20 Uhr im SWR Fernsehen Auskunft über die bis heute kontrovers diskutierte historische Persönlichkeit.

Unter Konstantin erlebte das römische Imperium eine letzte Blüte. Trier, die älteste Stadt Deutschlands, war zehn Jahre lang die Residenz dieses Kaisers. Vor 1700 Jahren, im Jahr 307, erhielt Flavius Valerius Constantinus die Augustuswürde von Kaiser Maximian - wahrscheinlich in Trier. Das Datum ist Anlass für eine große Landesausstellung, die an drei Museumsstandorten in Trier ausgerichtet wird. Ein Film Utz Kastenholz stellt die Ausstellung vor. Sie ist der Beitrag des Landes Rheinland-Pfalz zur Europäischen Kulturhauptstadt Luxemburg und Großregion - das kulturelle Ereignis des Jahres. Drei Trierer Museen wurden dafür völlig umgestaltet. Allein im Rheinischen Landesmuseum stehen nun 2000 Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung. Von den 1000 Exponaten werden ein Drittel wertvolle Leihgaben aus den großen Museen der Welt sein.

Blickfang der Ausstellung ist die originalgetreue Kopie des Kopfes der Kolossalstatue des Kaisers aus dem Konservatorenpalast in Rom. In einem neuartigen Verfahren unter Einsatz modernster Technik und alter Handwerkskunst schuf der Berliner Bildhauer Kai Dräger diese sechs Tonnen schwere Kopie. Wir haben den Herstellungsprozess in allen Phasen dokumentiert. Daneben wird eine dreidimensionale Rekonstruktion der ehemals 12 Meter hohen Kolossalstatue Kaiser Konstantins zu sehen sein. Als Gesprächspartner zeigen der Bundesbruder Bischof Reinhard Marx und der Historiker Alexander Demandt die Dimensionen seines Wirkens, dem wir nebenbei auch den arbeitsfreien Sonntag oder das Datum für Weihnachten und Ostern verdanken.

Infos zur Konstantin-Ausstellung im Internet: http://www.konstantin-trier.de
Media-Mitschnitt: Bei der SWR-Media GmbH lässt sich ein Mitschnitt der Sendung anfordern. Mehr unter Tel. 07221-929-500.
Bilder: SWR


„Wirtschaft oder Werte -
Was wird aus dem christlichen Europa?“
Dienstag, 5. Juni, 23 Uhr, 
Saarländischer Rundfunk, SWR-Fernsehprogramme


Mit dem Thema „Wirtschaft oder Werte - Was wird aus dem christlichen Europa?“ ist ein bimediales, 45-minütiges Gespräch mit Bundesbruder Bischof Reinhard Marx, Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble und der Journalistin Bascha Mika überschrieben. Die für Dienstag, 5. Juni 2007 um 23.00 Uhr im Saarländischen Rundfunk eingeplante Gesprächsrunde, die zeitgleich vom gesamten SWR- Fernsehprogramm gesendet wird, erörtert die unter Fachleuten umstrittene Frage, wie christlich der römische Kaiser Konstantin der Große wirklich war. 

Sicher ist, dass Konstantin im verfallenden Römischen Reich die Grundlage für das heutige Europa schuf, dass eines seiner Hauptwerkzeuge dazu Religion war und dass er mit der Anerkennung des Christentums das religiöse Fundament für das christliche Abendland gelegt hat. Mit seiner christlichen Vergangenheit ringe Europa derzeit, so die Programmankündigung. Das Gespräch will klären, ob Europa „Weltmacht oder Wertemacht“ ist, welche Kriterien Beitrittsländer erfüllen müssen und welche Grenzen Europa hat: „Der Streit kulminiert im Falle der Türkei, interessanterweise dem Zentrum des konstantinischen Reiches. Kann ein muslimischer Staat Vollmitglied in einem christlichen Europa sein? Und welche Rolle spielt die Religion, wenn katholische Länder wie Spanien und Frankreich keinen Gottesbezug in der Verfassung lesen wollen?“ 

Die Sendung geht der Frage nach, was den Machtpolitiker Konstantin bewegt haben mag, der sich erst auf dem Sterbebett, dazu noch von einem ketzerischen Bischof taufen ließ, ausgerechnet das Christentum für seine politischen Interessen zu nutzen? Zudem wird darüber diskutiert, welche Rolle christliche Werthaltungen im vereinigten Europa spielen könnten, das auf eine freiheitlich-demokratische Ordnung Wert legt. 

Schauplatz der Gesprächsrunde ist die römische Gräberstraße des Rheinischen Landesmuseums in Trier. Unter Moderation von Andreas Malessa sind Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble, Bbr. Bischof Dr. Reinhard Marx und Bascha Mika, Chefredakteurin der taz, beteiligt. 
CB





Veröffentlicht am: 14:10:52 30.05.2007
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