Vor dem Start ins Semesterprogramm

 

ESSEN. „Auf Sicht fahren“ – das gilt nach den jüngsten Entwicklungen jetzt auch für das Wintersemester. „Angesichts der dramatisch steigenden Fallzahlen - inzwischen ist nahezu das gesamte Ruhrgebiet als Risikogebiet ausgewiesen - sehe ich uns zu einigen Maßnahmen in Bezug auf das Semesterprogramm gezwungen“, so der Senior im WS 20/21, Bbr. Nico Fröse.

 

Semesterprogramm steht

 

Eine bittere Pille für den Verein „nach einem vergleichsweise erfolgreichen Sommersemester“ rund um das Unitas-Haus an der Flurstraße in Essen: Darüber berichtet just die aktuelle Ausgabe der Verbandszeitschrift „Unitas“ in einem zweiseitigen und sehr positiven Artikel („Vieles anders, aber nicht alles. Ein Corona-Erfahrungsbericht von der Unitas Ruhrania", in: Unitas 3/2020, 58-59). Kein Wunder, dass man sich mit Feuereifer auch an die Planung des Winterprogramms machte. Das in den vergangenen Wochen voller Hoffnungen zusammengestellte Programm steht, die Druckfahnen für 12 Seiten sind für den Druck fertig vorbereitet. Doch wie es aussieht, werden die Veranstaltungen nun mit deutlichen Hinweisen versehen werden müssen. „Wir tragen Verantwortung. Und wir nehmen sie ernst“, betont der Senior im Namen des ganzen Chargenteams: „Das betrifft nicht nur unsere Mitglieder, sondern alle, die üblicherweise als Gäste zu unseren Veranstaltungen und Treffen immer herzlich willkommen sind.“

 

„Conexio digitalia“ als neues Prinzip

 

Virtus – Scientia – Amicitia - diesen drei Kernprinzipien der unitarischen Gemeinschaft an den Ruhr-Universitäten werden nach Stand der Dinge nun durch eine „Consocietas oder Conexio digitalia“ ergänzt werden müssen: Wo immer es nötig und möglich ist, werden die geplanten Veranstaltungen über das Netz organisiert und stattfinden. Dass die Grünkohl-Schmauserei oder auch die traditionellen Kneipen verschoben werden müssen, liegt somit auf der Hand, Wissenschaftliche Sitzungen und Convente aber müssen den Umständen durchaus nicht zum Opfer fallen. Selbst die Stammtische sind als „Netztreffen“ möglich, so Nico Fröse. Nicht betroffen sind natürlich die Messen, zu denen nach Voranmeldung am 25.10.2020, 08.11.2020 und 14.02.2021 eingeladen wird. Für die Online-Termine wird rechtzeitig eine Handreichung „How to Zoom" zur Verfügung stehen, um auch weniger technisch Versierten die Teilnahme an digitalen Veranstaltungen zu ermöglichen. Dies haben etwa beispielhaft die Berliner Bundesbrüder so eingerichtet.

 

„Das kriegen wir hin.“

 

„Wir nehmen die Herausforderung an und werden das Beste draus machen“, kündigt Bbr. Fröse an. „Die Ruhrania hat in ihrer fast 110-jährigen Geschichte schon ganz andere Zeiten überstanden. Das kriegen wir hin – wenn auch bei weitem nicht so feierlich wie beim Publikationsfest am 23.2.1911.“ Das kommende Semester könne und werde beweisen, dass die unitarische Gemeinschaft lebt – auch trotz der räumlichen Trennung. „Wenn alle mitziehen, sind vielleicht sogar Dinge möglich, die wir buchstäblich noch gar nicht auf dem Schirm haben.“ Ziel müsse letztlich die bundesbrüderliche Begegnung sein, denn diese sei nicht selbstverständlich, aber lebenswichtig“, wie der oben genannte Artikel von Bbr. Sebastian Sasse zum vergangenen Sommersemester zusammenfasste. Hier gelte es offen zu sein, die notgedrungen verbleibenden Möglichkeiten intensiv zu nutzen und daraus zu lernen - bis auch die jetzt geltenden Auflagen Geschichte sind.





Veröffentlicht am: 19:20:48 16.10.2020
Info
Tipp: Falls Sie sich beim „gefällt mir"-Button verklickt haben, gehen sie über dem nun grauen „gefällt mir"-Button zum „Daumen Hoch"-Zeichen, dort erscheint nun ein „x" und mit einem kleinen Klick mit der linken Maustaste ist wieder alles wie zuvor. Uns würde es trotzdem sehr gefallen, wenn sie diesem Tipp nicht folgen.
Zurück zu: | allen Kategorien | WS 08/09 | SS 08 | Presse