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Virtuell und virtuos: Semesterplanung

Skype-Convent beschließt Verlegung des 109. Stiftungsfestes

 

ESSEN. Lange war es her, das letzte Treffen in vertrauter Runde. Und lange nun brannten alle auf den Beginn des 219. Vereinssemesters. Die Planung war weit fortgeschritten, ein schönes Programm hätte es wohl werden können. Nun aber: Schicht am Schacht. Keine realen Treffen, dafür gab es immerhin schon eine virtuelle Kneipe – ebenso gewöhnungsbedürftig wie der außerordentliche Convent, der soeben zu Ende gegangen ist. Eine Skype-Konferenz, die nur ein Thema hatte: Wie soll es im Sommersemester laufen?

 

Soviel vorneweg: Es wird nicht ausfallen. Auch an den Unis in Essen, Bochum und Dortmund schaltet man für den Vorlesungs- und Prüfungsbetrieb längst auf „Online“ – auch wenn viele Fragen noch geklärt werden müssen. So soll es auch bei der Unitas Ruhrania kommen: Die ersten Termine im Semester - mit den Bundesbrüdern aus München etwa – mussten schon gestrichen werden und auch die ersten Wochen werden wegen der unabsehbaren Einschränkungen eh nicht stattfinden können. Bitter – nicht zuletzt für die Chargen mit Senior Thibaut Feike, die sich viele Gedanken gemacht hatten.

 

Abgespecktes Programm

 

Nun sollen es angesichts der Lage nur wenige feste Termine werden, beschloss der abendliche Skype-Convent: Danach wird das ursprünglich geplante 109. Stiftungsfest mit allen Gremiensitzungen jetzt ins Wintersemester verlegt und gemeinsam mit dem W.K.St.V. Unitas Franziska Christine zum Vereinsfest Maria Immaculata gefeiert werden. Fest ins Auge gefasst ist im SS 2020 vor allem das Wochenende 20./21. Juni, das vorbehaltlich der aktuellen Entwicklungen als Vereinsfest St. Bonifatius begangen wird. Insgesamt bleiben es vor allem zunächst virtuelle Begegnungen, zu denen nach Lage der Dinge eingeladen wird. Da sich die Lage sicher auch wieder entspannen wird, gibt es dafür eine Verlängerung mit Veranstaltungen, die bis zur 12. traditionellen Altfridkneipe Mitte August 2020 laufen.

 

Ohne direkte Begegnung geht es kaum

 

Was die jetzige Situation vor allem deutlich macht, ist sicher dies: Eine Gemeinschaft lebt von der direkten Begegnung, vom Gespräch, vom Miteinander. Und zwar dem ganz realen, das durch keine noch so ausgeklügelte Kommunikations-Technik zu ersetzen ist. Eine Beobachtung, die auch andere Unitas-Vereine und studentischen Gruppen teilen, die nun in die virtuelle Welt der Bits & Bytes gezwungen sind: Sie alle müssen sich in diesem Semester an die digitale Decke strecken, wenn sie mit einander in Kontakt bleiben wollen. Und da ist nun einige Virtuosität gefragt. Was den Kontakt unter den Generationen angeht, ist der Verzicht umso schmerzlicher: Viele im fortgeschrittenen Semester – sonst abschätzig als „Philister“ bezeichnet – sind eben doch mehr als eine „Risikogruppe“. Doch die Vernunft geht jetzt vor – da müssen nun alle durch. Glückauf!


Veröffentlicht am: 20:59:28 01.04.2020
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