Altfrid im Sommer: Tradition setzt sich fort

ESSEN. Zu einer spannenden Zeitreise wurde das diesjährige Sommerevent am Samstag, 24. August, im Unitas-Haus an der Borbecker Flurstraße: Die inzwischen 11. Festveranstaltung zu Ehren des Gründers von Stadt und Stift Essen entführte in die Zeit der Bruderkämpfe zwischen den Enkeln Karls des Großen und stellte den Hl. Altfrid (800-874) als Politiker, Stadtgründer und Bischof vor. Bleibende Spuren habe der Kirchenmann nicht zuletzt mit dem Erwerb der Reliquien von Cosmas und Damian für das von ihm ins Leben gerufene Stift Essen hinterlassen, so der Präside Matthias Schmitt: Essen sei mit seinen Stadtpatronen zu einem Zentrum ihrer europaweiten Verehrung geworden.

Lebendiges Zeugnis bis heute

Die Überlieferung der heilkundigen Brüder aus Syrien, die über 500 Jahre vor Altfrids Lebenszeit in der Christenverfolgung als Märtyrer starben, hatte sie zunächst in der Ostkirche populär gemacht. Von dort aus erreichte ihre Verehrung über Konstantinopel schnell auch den Westen. Vergessen sind sie auch weit über ein Jahrtausend nach der Gründung des Stiftes Essen nicht, wie Bbr. Schmitt mit vielen Beispielen zeigte: Ihre Figuren zieren das moderne Essener Rathaus, den Schreibtisch des Oberbürgermeisters, sie sind zudem Namensgeber für zahlreiche Institutionen und Initiativen, die im weitesten Sinne mit dem Gesundheitswesen verbunden sind. Das tatkräftige Vorbild der beiden Märtyrer, die sich zu Lebzeiten der Heilung und Behandlung ihrer Mitmenschen verschrieben hatten, sei wie ihr lebendiges Glaubenszeugnis bis heute auch für die Unitas aktuell, so Bbr. Schmitt in seiner Rede.


Dank und Philistrierung für Bbr. Matthias Schmitt, Mitte: der scheidende Senior Thibaut Feike, rechts Alt-Senior Niklas Stöckl

Laudatio für den Präsiden

Herzlich dankte der Präside vor den rund 25 Gästen dem scheidenden Seniorat des Aktivenvereins der Unitas Ruhrania, das unter Leitung von Thibaut Feike an den Ruhr-Universitäten den inhaltlichen Schwerpunkt des vergangenen Sommersemester insbesondere auf die deutsch-französischen Beziehungen gelegt hatte. Mit der Erinnerung an den als Diplomat und Friedensstifter an der Grenze der beiden europäischen Länder tätigen Essener Stiftsgründer Altfrid schließe sich der Kreis einer ambitionierten Programmplanung – auch die Corona dankte dafür mit einem herzlichen Applaus. Auch für den Präsiden des Abend selbst schloss sich ein Kreis: Matthias Schmitt wechselte mit seinem letzten Einsatz für die Aktivitas in die Altherrenschaft. Die Laudatio von Ehrensenior Sebastian Sasse ließ zahlreiche Meilensteine seiner Laufbahn Revue passieren und unterstrich den großen Beitrag, den Bbr. Schmitt für das Leben der Unitas im Revier geleistet habe. Mit großem Dank wurde er aus der Aktivitas entlassen und herzlich von der Altherrenschaft aufgenommen.

Grußworte aus allen Ecken der Republik bewiesen erneut, dass die inzwischen zum elften Mal in Folge gefeierte Altfridkneipe der Ruhr-Unitas immer wieder gerne das Ziel vieler Besucher ist: Vor unitarischen Gästen aus Berlin, Heidelberg/Köln, Düsseldorf, Hanau, Würzburg, Bielefeld, Krefeld und Solingen wünschte auch der Vorort des Bundesverbandes von Unitas Landshut Köln ein traditionelles „Vivat, floreat, crescat!“.










Virtuos am Klavier: Ein Borbecker Schlosstropfen für die Unitas Rheinfranken Düsseldorf


 




Veröffentlicht am: 12:36:40 25.08.2019
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