Altfridkneipe zum 1145. Todestag des Gründers von Stift und Stadt Essen

ESSEN. Die diesjährige Altfridkneipe setzt am Samstag, 24. August, den Schluss- und Höhepunkt des Sommersemesters 2019, das dem Schwerpunkt „Deutschland-Frankreich“ gewidmet war. Damit lädt die Unitas in Essen bereits zum 11. Mal in Folge zu diesem traditionellen Treffen, das als fester Bestandteil unitarischen Lebens im Ruhrbistum dem Andenken an den Gründer von Stadt und Stift gewidmet ist. Wie in den vergangenen Jahren werden zum fröhlichen Miteinander viele Bundesbrüder und Bundesschwestern von überall her anreisen - Anmeldungen gibt es bereits aus Berlin und Köln. Treffpunkt ist wieder das Unitas-Haus in der Flurstraße 67, 45355 Essen, um adäquaten Auftritt wird gebeten, Beginn ist 20 Uhr ct.

Bild rechts: Statue des Hl. Altfrid vor der Essener Domschatzkammer, in der Hand ein Modell des ersten Essener Münsters

Der Hl. Altfrid (800-874) aus dem sächsischen Geschlecht der Ludolfinger, genoss eine umfassende klösterliche Ausbildung, war Berater Ludwigs des Deutschen und wirkte an der Gründung mehrerer religiös verfasster Frauengemeinschaften wie in Lamspringe, Liesborn und Gandersheim mit. 845/47 erwarb er in Rom Reliquien der Essener Stadtheiligen Cosmas und Damian, rief mit seiner Familie auf dem Eigenbesitz Asthnide (heute Essen) am Hellweg ein Kanonissenstift ins Leben und ließ einen Kirchenbau errichten, dessen Grundriss noch heute von Lang- und Querhaus der Essener Münsterkirche abgebildet wird. Zugleich gilt der Spross mächtiger adeliger Verwandtschaft auch als Diplomat und Friedensstifter mit europäischer Bedeutung: Im zerfallenden Frankenreich war der Bischof von Hildesheim im Streit zwischen den Enkeln Karls des Großen als Vertrauter des Ostfrankenkönigs Ludwig des Deutschen spätestens ab 860 an politischen Missionen und maßgeblich an den Verhandlungen für den am 9. August 870 geschlossenen Vertrag von Meersen beteiligt, bei dem das umkämpfte Mittelreich Lothringen zwischen West- und Ostfrankenreich aufgeteilt wurde.

Altfrid liegt in der Krypta des Essener Münsters begraben und wird nach einer mehr als 1000-jähriger Tradition offiziell seit 1965 als Heiliger verehrt. Sein Todestag, der 15. August 874, wird alljährlich als eigenes Fest mit festlichem Gottesdienst und der Aussetzung seines Reliquienschreines in der Münster- und Domkirche Ss. Cosmas und Damian zu Essen begangen. Dort ist am Sonntag, 25. September der Semesterabschlussgottesdienst angesetzt. Er beginnt um 10 Uhr s.t., anschließend ist ein Treffen auf dem Borbecker Ruhranenhaus geplant.




Veröffentlicht am: 17:32:21 19.08.2019
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