Aktuelles > Neuigkeiten > Sebastian Sasse neuer Pressesprecher der AGV

BORBECK/MÜNCHEN. Bbr. Sebastian Sasse, Senior der UNITAS Ruhrania im begonnenen Sommersemester, ist bei der Vorstandstagung der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Studentenverbände (AGV) in München am Sonntag, 22. April 2007, zum Pressesprecher gewählt worden. 

Der aus Essen gebürtige Bbr. Sebastian Sasse, der kürzlich an der Philosophischen Fakultät der Universität Duisburg/Essen mit seiner Magisterarbeit im Fach Geschichte unter dem Titel „Adam Stegerwald und das Essener Programm von 1920“ eine Untersuchung zu Vorläufern einer interkonfessionellen Volkspartei vorlegte, steckt derzeit im Examen. Der freie Journalist und ständige Mitarbeiter bei der NEUEN RUHR-ZEITUNG (NRZ) in Mülheim hatte bereits im vergangenen Sommer den Aktivenverein der UNITAS Ruhrania in Bochum-Essen-Dortmund als Senior geleitet. In von ihm gehaltenen Wissenschaftlichen Sitzungen stellte er insbesondere philosophische, historische und literarische Themen vor. In der UNITAS-Zeitschrift berichtete er u.a. 2006 von den Salzburger Hochschulwochen. Dem völlig neu konstituierten AGV-Vorstand gehört Bbr. Sasse als ordentliches Mitglied an. Das jetzige AGV-Treffen in der bayerischen Landeshauptstadt fand im Rahmen des Dialog-Programms der Arbeitsgemeinschaft statt und galt u.a. einem Zusammentreffen mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber.

AGV: Größte Initiative katholischer Studierender

Die AGV ist eine große Lobby: Sie vertritt als Zusammenschluss der sieben führenden katholischen Studentenverbände Deutschlands die Interessen von über 10.000 Studierenden an fast allen deutschen Universitäten, Fachhochschulen und Gesamthochschulen (CV, Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen;  KV, Kartellverband  katholischer deutscher Studentenvereine; UV, Verband der wissenschaftlichen katholischen Studentenvereine UNITAS; RKDB, Ring Katholischer Deutscher Burschenschaften; TCV, Technischer Cartell-Verband; HAG, Hochschulring der Ackermann-Gemeinde; OSCO, Overseas Students Coordination). Seit Mitte der siebziger Jahre ist die AGV damit die größte Organisation katholischer Studierender in Deutschland.

Die Bemühungen um eine effiziente Zusammenarbeit der Verbände in einer Arbeitsgemeinschaft gehen bereits auf das Jahr 1926 zurück. Nach der Selbstauflösung bzw. dem Verbot als staatsfeindliche Organisationen im Dritten Reich wurde nach dem Zweiten Weltkrieg 1947 mit der Gründung der Katholischen Deutschen Studenten-Einigung (KDSE) der Versuch unternommen, der gesamten katholischen deutschen Studentenschaft eine neue Struktur zu geben. Damit sollte die Pastoral an den Hochschulen gefördert und die gesellschaftliche Stellung der katholischen Studierenden gestärkt werden. Die Zusammenarbeit funktionierte bis Ende der sechziger Jahre, als die Studentenbewegung auch ihre Auswirkungen auf die Hochschulgemeinden hatte. 1969 kam es zur Trennung der Verbände von der KDSE und sie schlossen sich am 13. November 1969 wieder zur Arbeitsgemeinschaft katholischer Studentenverbände (AkStV) zusammen. Als im März 1973 die Deutsche Bischofskonferenz eine Neuordnung der Präsenz der Kirche im Hochschulbereich beschloss, wurde eine „Arbeitsstelle für pastorale Arbeit im Hochschulbereich“ eingerichtet; ferner wurde je eine Arbeitsgemeinschaft für die Gemeinden und die Verbände vorgeschlagen. Die Arbeitsgemeinschaft der Gemeinden (AGG) wurde am 1. Dezember 1973 gegründet. Die Verbände folgten am 18. Juli 1974, indem sich die AkStV in anderer Form neu konstituierte, mit dem Kürzel „AGV“, um damit die Arbeitsgemeinschaft der Verbände als zweite Säule neben der AGG deutlich zu machen.

Christliche Grundwerte deutlich machen

Auch heute will die AGV die Zusammenarbeit der katholischen Studenten und ihrer Verbände zur Förderung und Stärkung des katholischen akademischen Lebens in Deutschland wirkungsvoll und dauerhaft gestalten. Ziele ihrer Arbeit aus christlicher Verantwortung für Kirche, Staat und Gesellschaft sind, christliche Grundwerte und Belange im akademischen Bereich zu verwirklichen und zu verteidigen, gemeinsame Anliegen katholischer Studenten im öffentlichen Leben zu wahren und zu vertreten sowie Aufgaben der Kirche durch Mitwirkung im Laienapostolat zu fördern und zu erfüllen. Die AGV koordiniert, unterstützt und fördert dabei die Vielfalt des Wirkens katholischer Studenten und sucht die Einheit in der Vielfalt nach innen und außen zu verdeutlichen. Neben dem regelmäßigen Zusammentreffen mit Kirchenvertretern und Spitzenpolitikern im Rahmen des Dialogprogramms sind insbesondere die jährlichen Wallfahrten Ausdruck der Zusammenarbeit. Auch zu gesellschaftlichen und hochschulpolitischen Themen legt die AGV Stellungnahmen vor.

Nach einer Romreise vom 11.– 15. März war das Münchener Treffen dem Thema „Perspektiven und Herausforderungen für die deutsche Hochschulpolitik“ gewidmet. Im Mai informiert die AGV über die Arbeit bei den Generalversammlungen von KV (Mannheim) und UV (Trier). Im Juni findet das Dialogprogramm in Düsseldorf unter dem Titel „Meltingpot Deutschland - Integrationspolitik in Deutschland am Beispiel NRW“ eine Fortsetzung, nach dem Ringtag des RKDB in Köln geht es zu den diesjährigen Salzburger Hochschulwochen , im September zur CV-Vorortsübergabe nach Essen und vom 1.-12.9. findet die AGV-Studentenwallfahrt nach Jordanien/Israel statt. Den Wartburg-Gesprächen des RKDB Mitte September in Eisenach folgt im Oktober die nächste Station des Dialogprogramms: In Berlin werden die Studentenvertreter mit Politikern zum Thema „Antworten auf die Globalisierung? – Zukunftsstrategien für die deutsche Entwicklungshilfe“ zusammentreffen.

Mehr: http://www.agvnet.de

 




Veröffentlicht am: 09:58:04 22.04.2007
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