Grundsätze und Traditionen

Prinzipien auf dem Aktiventags-Programm

 

ESSEN. Rund 40 Bundesbrüder und Bundesschwestern versammelten sich am Samstag, 19. Januar 2019, zum Aktiventag der Unitas-Region West im Essener „Feldschlößchen“. Organisiert wurde das Treffen an der Flurstraße in Essen-Borbeck von der Unitas Ruhrania und Bsr. Madita Ridder von Unitas Clara Schumann in Bonn, die als Aktivenvertreterin für die Verbandsregion West dem Bundesvorstand angehört. Im Mittelpunkt der Tagung der Vertreter aus Bonn, Köln, Düsseldorf, Aachen und von der Ruhr stand das Nachdenken über Grundprinzipien der Unitas, aber auch die Frage nach ihrer praktischen Bedeutung und Anwendung in Hochschule, Kirche, Gesellschaft und Verband.

 

Debattenthemen

 

Die Vorträge von Bbr. Sebastian Sasse M.A. und Bbr. Dr. Christof Beckmann nahmen dazu viele Aspekte auf. Die Diskussionen galten dem Blick auf die Meinungs- und Medienmacher unserer Zeit, dem gereizten gesellschaftlichen Debattenklima, dem Kampf um Themen, Aufmerksamkeit, Worte und Deutungskompetenz, sowie der Frage nach dem Wertekonsens. Zugleich betrachteten sie auch die die grundsätzliche Dimension eines „Redens vom Prinzip“, die biblische Perspektive zum Verhältnis von Theorie und Praxis, die Frage nach den fundamentalen besonderen Koordinaten des ältesten katholischen Studentenverbandes und die Verpflichtung zum Gemeinwohl.

 

165 Jahre „Unitas“

 

In der Würdigung der ausdrücklichen unitarischen Traditionen warfen sie nicht zuletzt ein Schlaglicht auf die herausragende Originalität der Verbandsgründung in ihrer Zeit: Sie erinnerten auch an den Stifter des Verbandes, Hermann Ludger Potthoff aus Essen-Werden, der wie die ersten Mitgliedern der Unitas von der Ruhr stammte. Fast auf den Tag vor 165 Jahren - am 2. Februar 1854 – nahm die 1847 unter dem Namen „Ruhrania“ gegründete unitarische Urzelle in Bonn einstimmig den Namen „Unitas“ an. Der damals 24-jährige angehende Theologe Potthoff schrieb in seinem „Unitarischen Testament“ die Grundsätze fest, die den Verband bis heute prägen – prinzipiell, was seinen Blick auf die Einheit des Verbandes betrifft, seine Katholizität, das Wesen der Freundschaft, des Studiums und die Aufforderung zu „stets offenen Augen für das praktische Leben“ und „entschiedenem Handeln“.

 

Fest und Feier im Feldschlößchen

 

Die für den Abend festgesetzte Festkneipe nahm den Faden auf: In ihrer Prinzipienrede unterstrich Bsr. Madita Ridder ausdrücklich die Konsequenzen eines auf diesen unitarischen Grundsätzen gegründeten Lebens. Dabei betonte sie vor allem die besondere Aufmerksamkeit für Ungerechtigkeit, aber auch die damit verbundene Aufforderung zum Handeln – in Wort und Tat. Das Fest würdigte das 130-jährige Bestehen des ältesten örtlichen Unitas-Verbandszirkels in Essen, aber auch die Bedeutung Europas in Gegenwart und Zukunft. Mit besonderer Freude stellte die Feier die mit dem „Vertrag von Aachen“ am 22. Januar bevorstehende engere Verbindung von Frankreich und Deutschland heraus, die zeitlebens ein besonderes Anliegen des Unitas-Mitglieds Robert Schuman war. Der damalige französische Außenminister und erste Präsident des Europäischen Parlaments legte als „Vater Europas“ die entscheidenden Weichen für die heutige Gestalt des Kontinents, dem traditionell die gemeinsam gesungene lateinische Europa-Hymne galt. Der Mitfeier der Messe am Sonntag in St. Dionysius schloss sich ein Ex-Bummel in der Borbecker Dampfbierbrauerei an.






Veröffentlicht am: 14:34:35 23.01.2019
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