12. Juni: „Armut im Paradies“ –
Wissenschaftlicher Stammtisch zu Malawi

ESSEN. Der ursprünglich für 14. Juni geplante Wissenschaftliche Stammtisch wird bereits am Montag, 12. Juni, stattfinden. Er ist diesmal einem speziellen Thema gewidmet: Bbr. Matthias und Bsr. Friederike berichten über ihre kürzliche Reise ins südostafrikanische Malawi. Der Vortrag beginnt um 20 Uhr ct im Conventraum des Unitas-Hauses an der Flurstraße.

Friederike, die dort bereits praktische Erfahrung im Bereich der Gesundheitsvorsorge machte, hatte bereits bei einer Wissenschaftlichen Sitzung vor der Unitas Franziska Christine über das 17-Millionen-Einwohner-Land berichtet. Nun geht es vor allem um das Land, seine Geschichte, Kultur und atemberaubende Natur in seinen fünf großen Nationalparks.

Das Staatsgebiet – rund ein Drittel der Größe Deutschlands, zeichnet sich durch eine große Vielfalt der Landschaft aus: Neben dem bis zu 3000 Meter aufragenden Bergland im Norden und weiten Grasflächen fasziniert besonders der Malawi-See – mit einer Fläche von 24.000 km² ein Binnenmeer (Bodensee: 536 km²) zwischen Malawi, Tansania und Mosambik. Kein Wunder, dass hier vor mehr als zwei Millionen Jahren bereits frühe Menschen siedelten.

„Malawi - Armut im Paradies“

Gleichwohl zählt Malawi mit seinem Wahlspruch „Unity and Freedom“ heute zu den ärmsten Volkswirtschaften der Welt. Die Wirtschaft ist überwiegend landwirtschaftlich ausgerichtet, beschäftigt 90 Prozent der Bevölkerung und hängt von erheblichen finanziellen Zuschüssen von IWF, Weltbank und Spendernationen ab.

Nicht nur die weit verbreitete Korruption ist ein großes Problem: Teilweise religiös motivierte Selbstjustiz brachte das Land 2016 in die Schlagzeilen, dazu Hexen- und Aberglaube, Entführungen, Tötungen und Exhumierungen von Albinos, an denen Ritualmorde begangen wurden. Vor allem aber war es die seit 35 Jahren schlimmste Dürrekatastrophe im südlichen Afrika, gegen die ein Bündnis internationaler Hilfsorganisationen Milliarden-Hilfen von der internationalen Gemeinschaft forderte. Nach Regierungsangaben waren allein in Malawi durch die vom Wetterphänomen El Nino ausgelöste Hungerkrise etwa 6,5 Millionen Menschen bedroht. Das Bischöfliche Hilfswerk Misereor beklagte, dass ein Großteil der Ernte verdorrt und in fast allen Distrikten des Landes die Nahrungsmittel knapp wurden.

Unter dem Titel „Malawi - Armut im Paradies“ wollen Matthias und Friederike mit allen ins Gespräch kommen. Einige Impressionen zum Unesco-Weltnaturerbe „Lake Malawi“ aber gibt es jetzt schon ...


Lake Malawi from Global Dive Media on Vimeo.


 

 




Veröffentlicht am: 13:24:43 07.06.2017
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