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Vereinsfest zu Ehren von Thomas von Aquin

 

ESSEN. Die Unitas an der Ruhr versammelt sich am kommenden Sonntag, 29.01.2017, zum Vereinsfest. Der Tag zu Ehren des Verbandspatrons Thomas von Aquin beginnt um 10.00 Uhr s.t. mit der Heiligen Messe in St. Dionysius, Dionysiuskirchplatz 16, 45355 Essen.

 

„Die diamantene Stadt“

 

Auftakt für das anschließende Treffen auf dem Unitas-Haus im Feldschlößchen an der Flurstraße sind um 11.30 Uhr s.t. die Regularien, Semesterberichte und die Wahl des UV-Ortssprechers bzw. -sprecherin. Bei der folgenden traditionellen Wissenschaftliche Morgensitzung hat diesmal ein aktiver Student den Vortrag übernommen: Der amtierende Fuxmajor Bbr. Stefan Slupina berichtet über eine spannende Zeitepoche, deren künstlerischer Ausdruck bis heute die Menschen zum Staunen bringt. Seinen Vortrag hat er unter das Thema „Die diamantene Stadt - Die Gotik am Beispiel der französischen Kathedralen“.

 

Bbr. Slupina machte sich im vergangenen Sommer in Frankreich auf die Spurensuche: An der Loire entlang reiste er zu den frühesten und ausgereiften Beispielen dieses damals revolutionären Baustils und trifft mit seinem Thema nun das Zeitgefühl des Tagesheiligen, dem die Unitas jedes Jahr ihr Vereinsfest um seinen Gedenktag am 28. Januar widmet. Bis heute ist das Denken des Thomas von Aquin, des sicher bedeutendsten Philosophen und Theologen des Hochmittelalters, eine Herausforderung.

 

Student in Köln

 

Geboren um 1225 in Roccasecca (Italien), kam der Sohn der adligen Familie von Aquino schon als Kind in das berühmte Benediktinerkloster Montecassino und begann mit 14 Jahren in Neapel sein Studium. 1243 trat er gegen den Willen seiner Eltern in den damals noch jungen Dominikanerorden ein. Die Familie setzte ihn in Gefangenschaft, doch zwei Jahre konnte er fliehen und führte 1245 seine Studien in Paris fort. 1248, im Jahr der Grundsteinlegung für den Hohen Dom zu Köln, mit dem man im Rheinland den französischen Kathedralbauten nacheifern wollte, folgte Thomas seinem Lehrer Albertus Magnus an den Thein und drückte vier Jahre lang die Bank in den Vorlesungen. Seine Mitstudenten bezeichneten den oft schweigenden Kommilitonen als „Stummer Ochse“ – sein Lehrer versprach: „Das Brüllen dieses Ochsen wird noch in ganz Europa zu hören sein.“

 

Thomas, Patron der Studenten

 

Thomas wurde Lehrer und Professor, kehrte als Hauptprediger seines Ordens nach Italien zurück, lehrte in Rom, Viterbo und Orvieto, war ab 1269 Studienpräfekt in Neapel und starb am 7. März 1274 auf der Reise zum Zweiten Konzil von Lyon in Fossanova. Papst Johannes XXII. sprach ihn 1323 heilig, sein Grab ist seit 1369 in Toulouse, 1567 wurde der „Aquinat“ zum Kirchenlehrer erhoben. Die Unmenge seiner Schriften sind ein Zeugnis seiner Suche nach Wahrheit, die bis in unsere Zeit Grundsätzliches zur Philosophie, Erkenntnistheorie, Anthropologie, Ethik, zum Staatsdenken und zur Theologie bieten. Thomas von Aquin ist nicht nur darum Patron der katholischen Hochschulen, Theologen und Studierenden.

Für alle Bundesbrüder und -schwestern ist die Mitfeier des Vereinsfestes Pflicht.




Veröffentlicht am: 18:59:20 26.01.2017
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