W.K.St.V. UNITAS Ruhrania
nach der Generalversammlung  rundum zufrieden

TRIER / ESSEN. Eine phänomenale Stimmung, eine traumhafte Stadt und extrem wenig Schlaf – das ist nur ein Teil der Bilanz, die die Ruhranen nach der Teilnahme an der 130. Generalversammlung des UNITAS-Verbandes in Trier ziehen können. Die angereisten Bundesbrüder Sebastian Sasse, Rüdiger Duckheim, Peter Helmus, Daniel Muschellik, Michael Heliosch, Jens Hagenkötter, Gordian Geilenkirchen und Ehrensenior Christof Beckmann hatten wie viele Teilnehmer zuletzt eigentlich nur noch die Sorge, dass diese GV irgendwann mal zu Ende sein könnte ...

Zum anderen Teil des Fazit gehörte während dieser vier ereignisreichen Tage für die Ruhr-UNITAS nicht zuletzt aber vor allem die gespannte Erwartung, wie die gemeinsam mit den Thüringer Bundesbrüdern von UNITAS Ostfalia in Erfurt vorbereiteten Anträge zum Generalversammlungsthema im Plenum aller Delegierten der UNITAS-Vereine bundesweit aufgegriffen werden würden. Sie zielten auf eine nachhaltige Verstärkung des europapolitischen Engagements des Verbandes, auf ein Bewusstwerden der großen Tradition, in der die UNITAS mit ihrem prominenten Mitglied Robert Schuman steht, und auf die Verabschiedung einer Resolution, die als Signal für die Ausrichtung der zukünftigen Verbandsarbeit wirken sollte. 

Bilder links: Bbr. Reinhold Schönemund

Zufriedene Bilanz: 
Diskussionen haben sich gelohnt
 

Dazu zog jetzt Senior Sebastian Sasse nach der GV eine rundum zufriedene Quintessenz: Nicht alle Formulierungen stießen auf Zustimmung, doch blieb zum Schluss exakt das Ergebnis, das sich die UNITAS Ruhrania und die Antragsteller erhofft hatten. Unterm Strich wurde die Trierer GV zu einem Befreiungsschlag aus mancherlei internen Diskussionen: Das Thema Europa und seine christlichen Fundamente sind in der Verbandswirklichkeit angekommen. (s. Pressebericht unten) Die Ruhranen, die sich als kleiner Verein viel Arbeit mit diesem großen Thema gemacht hatten, konnten dafür zudem durchaus auch motivierende Zeichen des Respekts und der Anerkennung verbuchen – worüber sie sich sehr gefreut haben.

Wie bei jeder Generalversammlung standen inhaltliche Arbeit, Plenarsitzungen, gemeinsame Gottesdienste neben fröhlicher Geselligkeit. Beflügelt vom „genius loci“ der alten Römerstadt, der Residenz des Kaisers Konstantin, genossen die Ruhr-Unitarier wie alle von überall her angereisten Gäste der GV bereits am Donnerstag den Begrüßungsabend in der Atmosphäre der Porta Nigra. Erstmals wurde das geschichtsträchtige Gemäuer für einen Event dieser Art geöffnet. Schon hier bereits mischte sich der Ortsbischof, Bundesbruder Reinhard Marx – sichtlich erfreut über den Besuch seiner Bundesbrüder und –schwestern - unters feierfreudige Volk. Das machte anschließend gleich im alten Winzerhaus der Trierer UNITAS kräftig weiter. Den musikalischen Auftakt machte dort ausgerechnet das stimmgewaltig von den Ruhranen vorgetragene Glückauf, in das alle begeistert einstimmten. Mit seinem Laptop hatte Gordian die Musikanlage voll im Griff - Erinnerung an die Parties im Borbecker „Feldschlösschen“ lagen nicht weit. Höhepunkt des Abends aber war zweifellos: Die „Biertaufe“ von „Fux“ Bbr. Michael Heliosch, vor aller Augen und in andächtiger Stimmung vorgenommen vom Geistlichen Verbandsbeirat Helmut Wiechmann, standesgemäß mit „Taufbecken“, „Taufkleid“ und „Taufkerze“. Zwei Maurerflaschen Bitburger ergossen sich aufs Haupt und in die Kehle, das donnernde „Cerevisiam“ erklang – damit ist aktenkundig: „Yoshi“, zukünftiger Leibfux von Bbr. Benedikt Kisters, hat endlich einen Namen.

Der „Trierer Doppelschlag“

Den anstrengenden und spannenden Sitzungen im Tagesverlauf folgte am Freitagabend der Festkommers, der der UNITAS von der Ruhr einen prominenten Sitzplatz im Zentrum des Geschehens bescherte. Die ausgelassene Stimmung – vielleicht etwas zu ausgelassen, wie die Ruhranen fanden – war offensichtlich nicht nur der Örtlichkeit und dem Ambiente des großen Saals geschuldet: Denn am Nachmittag endete die zunächst erfolglose, zähe und „schreckliche“ Suche nach dem Vorort für das kommende Jahr mit einem großartigen und bejubelten „Eklat“: Mit UNITAS Palatia Darmstadt und der UNITAS in Köln fanden sich gleich zwei Vereine, die für 2007/08 und 2008/09 Verantwortung in der Präsidentschaft des Gesamtverbandes übernehmen werden.

Bbr. Kaplan Helmut Wiechmann feierte am Samstagmorgen mit Pater Benedikt und weiteren Konzelebranten die große Verbandsmesse in der Liebfrauenkirche, Rüdiger Duckheim und die Bundesbrüder von UNITAS Rheinfranken in Düsseldorf übernahmen Ministrantendienste und die Fürbitten. Auch hier war der Bezug zur Ruhr unverkennbar – spätestens, als der Prediger nach einer eindrucksvollen und eindringlichen Ansprache mit den Worten schloss: „Glückauf – in Gottes Namen. Amen“. Das nahmen die Ruhranen wohl ziemlich wörtlich: Denn zum Festball in der Katholischen Akademie mischten sich bundesligareife Ballsportler wie begnadete Nichttänzer von der A 40 mitten ins prachtvolle Getümmel.

Mit Ludgerus-Fahne angetreten

Zum Pontifikalamt mit Bbr. Bischof Marx am Sonntag trat die Ruhrania mit der Essener Ludgerus-Fahne an und begleitete den Bischof im Spalier zur Promotionsaula. Die Predigt im Hochamt und die Rede des ehemaligen EU-Kommissionspräsidenten Jacques  Festakt ließen noch einmal spüren: Das gut gewählte Tagungsthema wurde nach den auch von der Ruhr inspirierten Diskussionen zuletzt eine ziemlich runde Sache. Damit auch die ganze GV – was bereits jetzt auch auf Köln hoffen lässt: Mit einem herzlichen „Viva Colonia“ luden die Bundesschwestern und Bundesbrüder der UNITAS „Theophanu“ und der UNITAS „Landshut“ bereits jetzt zur Teilnahme bei der 131. GV im Jahr 2008 am Rhein ein.

POSTSKRIPTUM: Ach ja – die Frage, ob sich ein relativ kleiner Ortsverein auch verbandliches Engagement leisten kann, ist ebenfalls geklärt: Bundesbruder Sebastian Sasse, Senior im laufenden Sommersemester bei der Ruhrania, wird im neu konstituierten Gesellschaftspolitischen Beirat des Verbandes mitarbeiten. Zur Mitarbeit in noch größeren Aufgaben konnte jedenfalls Bbr. „Yoshi“ Heliosch mit einiger Gewalt vorerst noch einmal abgehalten werden ... 




Veröffentlicht am: 09:32:02 21.05.2007
Info
Tipp: Falls Sie sich beim „gefällt mir"-Button verklickt haben, gehen sie über dem nun grauen „gefällt mir"-Button zum „Daumen Hoch"-Zeichen, dort erscheint nun ein „x" und mit einem kleinen Klick mit der linken Maustaste ist wieder alles wie zuvor. Uns würde es trotzdem sehr gefallen, wenn sie diesem Tipp nicht folgen.
Zurück zu: | allen Kategorien | WS 08/09 | SS 08 | Presse