Altfridkneipe 2016 mit Besucherrekord

ESSEN. Die Altfrid-Kneipe ist schon eine alte Tradition: Auch in diesem Jahr wurde sie bei der Unitas Ruhrania zu Ehren des Gründers von Stadt und Stift Essen geschlagen. Der Heilige, der zwischen 800 und 874 lebte, war zu seiner Zeit als Bischof von Hildesheim ein wichtiger Kleriker, aber auch Staatsmann des Reiches. Ludwig dem Deutschen diente er als wichtiger Berater. Um das Andenken an ihn wachzuhalten, findet nun seit einigen Jahren stets um seinen Gedenktag am 15. August herum die Altfrid-Kneipe statt. Sie liegt somit immer in der Ferienzeit - der Vorteil: Es gibt parallel keine Konkurrenzveranstaltungen im Verband und so können auch immer viele Gäste von außerhalb begrüßt werden.

So war es auch in diesem Jahr: Mit über 60 Besuchern war der Kneipsaal im Essener Feldschlößchen sehr gut gefüllt, es konnten unter anderem Gäste aus Bonn von der Unitas Clara Schumann und der Unitas Rhenania, aus Nürnberg von der Unitas Franko-Palatia und aus Marburg von der Unitas Franko-Saxonia begrüßt werden. Der örtliche Damenverein Unitas Franziska-Christina war natürlich ebenfalls unter Führung ihrer Prima Katharina Kössendrup stark vertreten. Die Mühe des Vorbereitungsteams um Fuxmajor Bbr. Stefan Slupina, die Kneiptafel an diesem Abend besonders festlich zu gestalten, hatten sich also gelohnt.

Philistrierung und Prinzipienrede

Diese Anstrengung mag aber auch damit zusammengehangen haben, dass an diesem Abend die Philistrierung eines besonders verdienten Bundesbruders anstand: Bbr. Hamilton Paul, der seiner Ruhrania unter anderem als Senior und Fuxmajor gedient hat  und auf der Verbandsebene als Aktivenvertreter West engagiert war, verabschiedete sich aus seiner Aktivenzeit mit einer fulminanten Prinzipienrede. Er hatte es sich nämlich nicht nehmen lassen, die Kneipe zu seiner Verabschiedung selbst zu schlagen. Herbert, so sein Biername, führte am Beispiel persönlicher Erfahrungen aus, wie die Unitas dem Einzelnen dabei helfen kann, sein Glaubensleben zu vertiefen.

Bbr. Paul untersich, dass ihm viele Gespräche mit Bundesbrüdern, aber auch deren persönliches Vorbild dabei geholfen hätten. Dabei bezog er sich besonders auf das Beispiel der Lübecker Märtyrer, zu denen die beiden Ruhranen Johannes Prassek und Eduard Müller zählen. Seine Prinzipienrede stellte er denn auch unter das Motto: "Freiheit, die ich meine" - nach dem Lied, dessen Anfangstöne Prassek, Müller und seinen unitarischen Freunde in Lübeck als Erkennungspfiff dienten. Bbr. Paul unterstrich: "Diese Freiheit bedeutet für mich: Die Freiheit zu lieben." Die Liebe zu Jesus Christus sei der Motor auf dem Weg zur Heiligkeit, den jeder einzeln, aber eben auch in Weggemeinschaft mit seinen Bundesbrüdern beschreiten müsse.

Burschung für Wassim

Ein weiterer Höhepunkt der Kneipe war die Burschung von Bbr. Wassim Hajji, dem Leibfuxen des Neo-Phhilisters. Neben Bbr. Lawrence Al Abdoun gehört Wassim zu den syrischen Studenten, die seit einiger Zeit auf dem Feldschlösschen leben. Der Mathematiker möchte gerne in Deutschland seine Studien fortsetzen und sein Masterstudium aufnehmen. Im kommenden Semester wird er seiner Ruhrania erneut als Consenior dienen. 

So war die Altfried-Kneipe eine rundum gelungene Kneipe, die ein rundum gelungenes Semester unter der Leitung von Senior Bbr. Matthias Schmitt abgeschlossen hat. Wir freuen uns auf die Fortsetzung im nächsten Sommer. 
SeSa

 
Laudator Bbr. Karl May sprach als Leibbursche und Vertreter der Altherrenschaft




Veröffentlicht am: 11:19:22 16.08.2016
Info
Tipp: Falls Sie sich beim „gefällt mir"-Button verklickt haben, gehen sie über dem nun grauen „gefällt mir"-Button zum „Daumen Hoch"-Zeichen, dort erscheint nun ein „x" und mit einem kleinen Klick mit der linken Maustaste ist wieder alles wie zuvor. Uns würde es trotzdem sehr gefallen, wenn sie diesem Tipp nicht folgen.
Zurück zu: | allen Kategorien | WS 08/09 | SS 08 | Presse