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ZU DEN LÜBECKER MÄRTYRERN:
NEUE PFARREI WIRD DIE GRÖSSTE VON SCHLESWIG-HOLSTEIN


HAMBURG. Wie das Erzbistum Hamburg am Mittwoch mitteilte, werden sich die sechs katholischen Pfarrämter in Lübeck zu einer neuen Pfarrei unter dem Namen „Zu den Lübecker Märtyrern“ zusammenschließen. Sie wird mit mehr als 24.000 Katholiken die größte Schleswig-Holsteins sein. Die bisherigen Pfarreien Propstei Herz Jesu, St. Joseph-St. Georg, St. Bonifatius, Heilig Geist, St. Birgitta und Maria Königin werden zum 26. März 2017 aufgelöst, die Kirchen behalten aber ihre bisherigen Patrozinien.

Mit der Wahl des der neuen Gemeinde für Lübeck und Umgebung wolle Erzbischof Stefan Heße auf die stetig wachsende Bedeutung der Lübecker Märtyrer aufmerksam machen, heißt es. Bereits bei einem Festgottesdienst zum Fest Allerheiligen 2015 erklärte er im Mariendom, der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Nikola Eterovic, habe ihn auf eine mögliche Heiligsprechung der aufmerksam gemacht. Gemeinsam wolle man das Verfahren betreiben. Bereits im Juni habe ihn Papst Franziskus auf die Lübecker Märtyrer angesprochen.

„Ihm ist das Schicksal der Märtyrer sehr bekannt und präsent", so Heße, der die katholischen Priester Bbr. Johannes Prassek (Unitas Ruhrania), Hermann Lange, Bbr. Eduard Müller (Unitas Ruhrania) und den evangelischen Pastor Karl Friedrich Stellbrink als wichtige „Zeugen für die Gegenwart" bezeichnete. „Deren Leben ist nicht nur spannend, sondern es sind Menschen, die mit ihrem Glauben ernst gemacht haben. Wenn wir in deren Fußstapfen treten, tut uns das gut."

Am 25. Juni 2011 waren die sogenannten „Lübecker Märtyrer“ selig gesprochen worden. Bei der Seligsprechung der katholischen Geistlichen wurde auch des evangelischen Pastors Stellbrink in Lübeck ehrend gedacht. Auch der Unitas-Verband unter ihrem damaligen Vorort Unitas Ruhrania feierte die erste Seligsprechung der katholischen Kirche in Norddeutschland mit. Die Kapläne und der evangelische Pastor wurden am 10. November 1943 in Hamburg hingerichtet. Sie hatten in Predigten und Glaubensgesprächen offen die Verbrechen des Nationalsozialismus verurteilt, Flugblätter vervielfältigt und unter anderem Predigten des Kardinals von Galen aus Münster verbreitet. Dem Glaubenszeugnis ihrer Bundesbrüder sind die Unitarier bis heute verpflichtet.

-> DOSSIER LÜBECKER MÄRTYRER




Veröffentlicht am: 12:32:28 18.02.2016
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