Trauer um Bbr. Hans Stumpf


RECKLINGHAUSEN.
Bbr. Direktor i.R. Hans Stumpf, Träger der Goldenen Unitas-Nadel und langjähriger Referent für Wohnheimbau des UV, VOP des Jahres 1955/1956, ist in der Nacht vom 6. zum 7. Februar 2016 friedlich eingeschlafen und zu unserem Herrn im Himmel heimgegangen.
 

Bbr. Stumpf, geboren am 20.10.1931, hatte sich während seines Studiums an der Technischen Hochschule Aachen am 1. Mai 1951 der Unitas Frankenburg angeschlossen. Schon während seiner Amtszeit als Vorortspräsident mit dem W.K.St.V. Unitas Silesia begann in den Jahren 1955/56 ein Einsatz, der weit über den eigenen Verein hinausging - aus Überzeugung, wie der Bericht über die Einweihung der vom Unitas-Verband gestifteten Hitze-Gedächtniskirche im Juni 1956 in Neuenhasslau/Kreis Gelnhausen verdeutlicht: Zum Bau dieser Kirche für Heimatvertriebene habe man sich aus der sozialen Tradition des Verbandes heraus verpflichtet, erklärte VOP cand. ing. Hans Stumpf damals in seinen Glückwünschen an die Gemeinde. Jedes Berufsethos habe in Gott Ursprung und Ziel, erklärte der 24-Jährige damals – damit dienten Unitas-Mitglieder allen in Arbeit und Gebet.
 

Der Unitas Frankenburg und der Unitas in Aachen blieb der Diplomingenieur auch nach seiner Philistrierung zum 1.1.1957 immer eng verbunden. So war er viele Jahre Vorsitzender des Altherrenvereins Unitas Frankenburg, Mitglied im AHV Unitas Silesia Aachen und Vorsitzender des Hausbauvereins „Unio Academica e.V. Aachen". Doch auch für den Verband, für den er schon als VOP die mehr als 50 Jahre gültige Ausgabe des neuen Liederbuchs anregte, wurde er intensiv tätig und übernahm 1978 mit 47 Jahren die Aufgabe des Referenten für Wohnheimbau.
 

Als Vorsitzender der 1959 eingerichteten Bewilligungskommission hatte Hans Stumpf immer das vorentscheidende Wort bei der Vergabe der Verbandsmittel aus dem Unitas-Fonds. Dabei arbeitete er als geborenes beratendes Mitglied eng mit dem Vorstand des Zentralen Hausbauvereins zusammen. Für die Finanzierung von Unitas-Häusern leistete er oft die entscheidende Vorarbeit, besuchte die Vereine und analysierte mit ihnen die Projekte für eine sachgerechte Antragstellung. Sein mehr als verdienstvolles Wirken für den gesamten Verband zeigt die Zahl der Unitas-Häuser, die mit seiner Hilfe durch die Bewilligung von Verbandsmitteln errichtet werden konnten deutlich. Zum Dank und in Anerkennung für diese Arbeit, in denen er  sich besonders um den Bau unitarischer Wohnheime verdient gemacht hatte, verlieh ihm der damalige Vorsitzende des Altherrenbundes, Bundesbruder Günter Ganz, bei der Tagung des Verbandsvorstandes am 26./27. Februar 1994 in Neuss die neu gestiftete Silberne Unitas-Nadel. Auch darüber hinaus wurde sein Engagement ausgezeichnet: 1993 verlieh ihm der Bundespräsident für seine Verdienste um das Gemeinwohl das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.
 

Erst 2008 legte Bundesbruder Hans Stumpf, der bei kaum einer Generalversammlung als Mahner und Berichterstatter in der Finanzkommission fehlte, nach 30 Jahren seine Arbeit als Vorsitzender der Bewilligungskommission und des Referenten für Wohnheimbau in jüngere Hände. Die 131. Generalversammlung in Köln wurde zu einem bewegenden Abschied: Der Verband ehrte beim Festkommers im Gürzenich das außerordentliche Engagement von Bbr. Hans Stumpf mit der Goldenen UNITAS-Nadel, seiner höchsten Auszeichnung. Noch kurz zuvor hatte er das bislang größte Projekt, das Unitas-Haus „Feldschlösschen“ in Essen, auf den Weg gebracht.
 

Seine oft knorrige, auch streitbare und bisweilen strenge Art bleibt sicher vielen unvergessen, auch sein kritischer Blick auf das Zeitgeschehen in Kirche und Gesellschaft. Zugleich aber prägten ihn auch sein Sinn für Humor und fürs Praktische, seine Großzügigkeit, wirklich tiefe unitarische Freundschaft und Treue. Wie viele Vereine, die ihm viel zu verdanken haben - unter ihnen nicht zuletzt die Ruhr-Unitas -, ist auch der Verbandsvorstand seiner Familie eng verbunden. Er wird bei der Vorstandstagung Bundesbruder Hans Stumpf in Dankbarkeit im Gebet gedenken.
 

Zur Mitteilung für Chargenteams, die zum letzten Geleit für unseren lieben Verstorbenen zu erwarten sind, der sich so unermüdlich und treu für seine Unitas eingesetzt hat: Die Beerdigung am Mittwoch, 17. Februar, beginnt mit der Trauerfeier um 11:00 Uhr auf dem Südfriedhof, Höninger Platz 25 in 50939 Köln-Zollstock, das Seelenamt wird um 13:00 Uhr in St. Bruno, Klettenberggürtel 71 in 50939 Köln-Klettenberg gefeiert.




Veröffentlicht am: 16:03:41 09.02.2016
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