Bbr. Dr. Jürgen Becker im Kreis von Bundesbrüdern beim Ex-Convent der Unitas Ruhrania


Überraschung beim Convent

Ruhranen wählten Leitungsteam für den Sommer

 

ESSEN. Eine große Überaschung gab es beim Semester Ex- und Wahlconvent der Unitas Ruhrania am Dienstagabend, 24. Februar. Aus dem münsterländischen Bocholt erschien Bbr. Dr. Jürgen Becker, um seine Ruhranen beim Dechargierungsprocedere im Conventsaal des Feldschlößchens zu besuchen.

 

Mit großer Freude begrüßten die Aktiven den "Alt-Internationalen" des Vereins, der im SS 1950 bei der in Münster kräftig florierenden Korporation aktiv geworden war. Ende Mai 2012 ehrte ihn die Unitas Ruhrania zu seinem 85. Geburtstag mit dem Ehrenschieber: Der Jurist, ehemaliger Schuldezernent und selbständiger Rechtsanwalt, hatte in Berlin die formelle juristische Rehabilitierung der seliggesprochenen „Lübecker Kapläne“ erreicht, von denen Johannes Prassek und Eduard Müller der Unitas Ruhrania angehörten.

 

Auf Haltung kommt es an

 

Der gebürtige Gleiwitzer, der sich immer wieder gerne an die Begegnungen mit dem damaligen Ehrensenior der Ruhrania und Geheimsekretär Kardinal Galens, Bbr. Prälat Heinrich Portmann erinnert, schrieb auch diesmal seinem Verein einiges ins Stammbuch. Schon bei der Feier zum Hundertjährigen auf Schloss Borbeck hatte er gemahnt, dass Freiheit und Rechtssicherheit immer wieder neu zu erkämpfen seien. „So viel anders als zu den unsicheren Zeiten der noch jungen Republik, die wir als Aktive erlebten, ist es auch heute nicht“, erklärte er - auch mit Blick auf die außenpolitischen Hotspots unserer Zeit - vor dem Convent. „Wir haben auch damals die Vorläufigkeiten und Gefährdungen sehr deutlich gespürt und gewusst, dass es auf Haltung ankommt.“ In den widerstreitenden Meinungen seien Grundsätze unerlässlich: „Die haben wir, die habt ihr. Sie steckt in unseren Prinzipien. Vergesst das nicht.“

 

Bilanz des Wintersemesters

 

Senior Christoph de Roy zog eine inhaltliche Bilanz des zu Ende gehenden Wintersemesters. Die durchweg guten Wissenschaftlichen Sitzungen spannten einen breiten Bogen, zwei Neuaufnahmen zeugten von einer guten Stimmung im Verein, auch wenn die Anwesenheit hin und wieder Anlass zu Kritik gab. „Mit Lob und Anerkennung“ wurde er aus dem Amt dechargiert, auch die Mitglieder des gesamten Leitungsteams verbuchten durchweg gute Noten für ihre gezeigten Leistungen.

 

Neuwahlen für das Leitungsteam

 

Da für fast alle Aktiven im kommenden Semester Praktika und erste Berufstätigkeiten anstehen, schien die Wahl des Leitungsteams für den Sommer zunächst eine geradezu unlösbare Aufgabe. Und doch – natürlich – hat es schließlich wieder geklappt: „Der König“ macht den Senior noch einmal, unterstützt von Consenior Stephan Slupina, Fuxmajor Richard Theisen und Quaestor Matthias Schmitt. Ganz neu im Team ist Bbr. Herrmann Karasch, der im Dezember rezipiert wurde.

 

Sommersemester kann kommen

 

Auch die älteren Bundesbrüder fegten gleich eine Vielzahl von festen und möglichen Veranstaltungen zusammen, die jetzt in Absprache mit den Bundesschwestern der Unitas Franziska Christine terminiert werden müssen. Bereits fest stehen unter anderem das Stiftungsfest am 9./10. Mai, ebenso das vom Essener Unitas-Zirkel in Werden organisierte Vereinsfest St. Bonifatius und die Unitas-Generalversammlung in Würzburg vom 4.-7. Juni. Ein Schwerpunkt gilt Besuchen bei den in Bochum studierenden Bundesbrüdern, geplant sind Exkursionen nach Heidelberg und ins Münsterland. Eine literarische Lesung mit Bbr. Peter Gottschlich, Berichte über den Nahostkonflikt, aber auch wissenschaftliche Pflicht-Übungen des Ruhranen-Nachwuchses stehen ebenfalls an. Das Semester kann kommen.

 




Veröffentlicht am: 10:31:54 25.02.2015
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