Wissenschaftliche Sitzung zu den Paulusbriefen

 

ESSEN. Ohne ihn ist die frühe Ausbreitung des Christentums nicht vorstellbar: Paulus von Tarsus, geboren zwischen dem Jahr 7 und 10 nach Christi Geburt und um das Jahr 67 in Rom gestorben, ist der „Weltreisende in Sachen Mission“. Bbr. Matthias Schmitt stellt am Dienstagabend, 28. Oktober, den Hintergrund und die Hermeneutik ausgewählter paulinischer Briefe vor. Die Wissenschaftliche Sitzung beginnt um 20 Uhr c.t. im Conventsaal des Essener Unitas-Hauses ...

Er hieß eigentlich Saulus, war Sohn vermögender jüdischer Eltern und sprach fließend Griechisch. Theologisch ausgebildet bei dem Gelehrten Gamaliel in Jerusalem, eiferte er als klassischer Pharisäer gegen die neue christliche Gemeinde, die er für eine gefährliche jüdische Sekte hielt und wurde zum Zeuge der Steinigung des ersten christlichen Märtyrers Stefanus.

Als er nach Damaskus kam, um auch dort Verfolgungen zu leiten, veränderte sich sein Leben plötzlich radikal. Das „Damaskus-Erlebnis“ mit der Taufe durch Ananias hatte Folgen: Bald selbst verfolgt, rettete er sich durch ein waghalsiges Manöver über die Stadtmauer, machte strapaziöse Reisen entlang der Küsten der heutigen Türkei, von Malta und Griechenland bis Rom, möglicherweise sogar bis nach Spanien. Er wurde verhaftet,  saß im Knast, schrieb vor allem aber Briefe an die neuen Gemeinden, durch die der „Völkerapostel“ bis heute wesentliche Dokumente zum Wesen des Glaubens an Jesus Christus hinterließ.

 

Er gilt als Patron der Theologen und Seelsorger, der Weber, Zelt- und Korbmacher, aber auch der katholischen Presse, er ist Patron des Bistums Münster und des dortigen Paulusdoms. Neben dem gemeinsamen Festtag mit dem Hl. Petrus gelten ihm gleich sieben weitere kirchliche Festtage im Jahr.

 

All das und mehr lässt sich heute Abend bei der Wissenschaftlichen Sitzung mit Bbr. Schmid erfahren. Herzlich willkommen!




Veröffentlicht am: 17:57:08 28.10.2014
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