„Mitten in der Welt – für die Welt – nicht von der Welt.

50 Jahre 2. Vatikanisches Konzil"

Unitas lädt zum Hohe Damen- und Altherrenbundstag 2014 in Essen

 

ESSEN. Revolution? Umsturz oder Zeitenwende? Das Ende der 1960er Jahre markiert einen massiven Wandel für Gesellschaft und Kultur. Begleitet von Ho Chi Minh-Chören, Barrikaden, Hausbesetzungen und Polizeiaufgeboten führte der von den sogenannten „68ern“ ausgelöste Wellenschlag in den westlichen Industrienationen zu großen Brüchen und dauerhaften Veränderungen.

 

Noch Jahre früher aber machte eine Institution Schlagzeilen, von der dies so nicht erwartet worden war: Alle Bischöfe der Katholischen Kirche versammelten sich am 11. Oktober 1962 zur Eröffnung der bislang größten Kirchenversammlung aller Zeiten. 1963 starb der Initiator Papst Johannes XXIII., sein Nachfolger Paul VI. führte sie 1965 zu Ende. Und unter den aufmerksamen Augen der erstaunten Öffentlichkeit gab die Kirche eine umfassende Antwort auf die Veränderung der Welt: Als Ergebnis der dritten und vierten Sitzungsperiode, die vor 50 Jahren am 14. September 1964 begann, legte das Konzil verbindliche Texte zur Ökumene, zur Religionsfreiheit, zum Wesen und zum Weltauftrag der Kirche vor, zu Fragen der Wissenschaft, der Kultur und Politik, der Familie und zum Weltfrieden.

 

Die Bedeutung des Konzils für heute

 

Für den Verband der wissenschaftlichen Studentenvereine Unitas ist diese besondere Zeitenwende in der Kirche Anlass genug, die wesentlichen Grundlagen des letzten großen Konzils neu in Erinnerung zu rufen. Das Generalthema der diesjährigen Altherren- und Hohe Damenbunds-Tagung vom 19. bis 21. September 2014 im Essener „Stadthotel Franz“ ist jedoch nicht allein der historischen Dimension des II. Vatikanums verpflichtet, sondern erörtert vielmehr dessen Bedeutung für heute und die besondere Herausforderung für die Laien.

 

Das unterstreichen auch die Referenten am Samstag, 20. September: Bbr. Dipl.-Theol. Gabriel Siegle (Unitas München) hat seinen Beitrag unter den Titel „Das 2. Vatikanische Konzil – Bruch mit der Tradition oder Aufbruch in die Moderne?“ gestellt. Prof. Dr. Dr. Elmar Nass, Professur für Wirtschafts- und Sozialehtik an der Wilhelm-Löhe-Hochschule (Fürth) spricht zum Thema „Christliche Sozialverantwortung wieder religiös denken! Die Überwindung sozialethischer Gottvergessenheit“.

 

Zirkeljubiläum in Essen

 

Auf dem Programm des Treffens stehen am Samstag eine Besichtigung des Essener Doms und der Domschatzkammer, der Abend ist einem Jubiläumsfest in der Steeler Fürstin Franziska Christine-Stiftung gewidmet. Dort feiern die Angehörigen des ältesten katholischen Studenten- und Akademikerverbands in Deutschland mit einem Festkommers das 125-jährige Bestehen des örtlichen Zirkels. Mit einem Jahr Verspätung: Denn die erste Ortsvereinigung von Ehemaligen des Unitas-Verbandes wurde 1888 in Essen ins Leben gerufen. Als Festredner spricht Bbr. Pfarrer Stefan Wingen, Geistlicher Beirat des Unitas-Verbandes, über
„Die Bedeutung des 2. Vatikanischen Konzils für Pfarreien und Verbände in heutiger Zeit“. Die Tagung schließt nach der Messe am Sonntag mit einem Festakt zum Essener Zirkeljubiläum im Stadthotel Franz. Die Festansprache hat Bbr. Dieter Krüll, Ehrensenior des Unitas-Verbandes, übernommen.

 

Die Links zu den Veranstaltungsorten des diesjährigen AHB-/HDB-Tag:

 




Veröffentlicht am: 15:03:01 18.09.2014
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