Die wahre Challenge. Unitas nominiert uns alle

ESSEN. Sie ist vorbei, die große Eiswasserwelle. Vorbei die Zeiten, in denen jeder zweite Post auf Facebook dem Icebucket-Challenge für die Erforschung der Krankheit ALS gewidmet war und in denen vor laufender Handy-Kamera echte Survival-Qualitäten demonstriert werden konnten. Jetzt hat die Unitas Ruhrania mit einem frischen Video auf die Nominierung durch die Unitas Stolzenfels Bonn geantwortet ....
 

Die Icebucket-Challenge - eine gute Sache, doch nicht ohne Kritik. Bbr. Hamilton Paul, Alt-Senior der Unitas Ruhrania und ebenfalls zum Kübelschütten nominiert, brachte es Ende August für sich auf den Punkt. Er werde sich nicht daran beteiligen, aber werde spenden. Für die Aktion Lichtblicke und für seine syrisch-chaldäischen Brüder und Schwestern im Irak, deren Erzbischof S.E. Amel Shimon Nona gerade in Essen zu Besuch war – Ausgangspunkt für einige Debatten im Verein.
 

Chaldäische Christen in Not


Denn mehrere Bundesbrüder waren beeindruckte Zuhörer beim NRZ-Leserforum, das die Zeitung in Zusammenarbeit mit dem Caritasverband für das Bistum Essen am 27. August mit Erzbischof Nona organisiert hatte. Radikale Islamisten ermordeten 2009 seinen Vorgänger, seit 2011 ist der 46-Jährige Erzbischof von Mossul. Doch nach den Angriffen der radikal-islamischen IS-Kämpfer ist er Bischof ohne Bistum. Seine über viele Jahre drangsalierte einst blühende Gemeinde ist versprengt und zerstört, die meisten haben sich in den Nordirak retten können.
 

 


Dort ist die Caritas im Ruhrbistum seit 2007 im Einsatz. „Über 1,7 Millionen Euro Spendengelder konnten wir dort seitdem verteilen, dazu Hilfsgüter wie Babynahrung, Medikamente, Winterkleidung oder Nahrungsmittel“, so Rudi Löffelsend, Koordinator für die Hilfen der Caritas im Irak. Christen und Jesiden, aber auch geflüchtete Muslime sorgen sich dort derzeit vor dem bevorstehenden Winter.
 

Unitas-Video erinnert an Flüchtlinge


Die Unitas Ruhrania stellte jetzt ihre Antwort auf die Ice Bucket Challenge jetzt ins Netz. Ganz ohne Eis: „Denn zu viele gehen noch eiskalt über das Schicksal von Millionen hinweg, die vertrieben sind, flüchten müssen, keine Zukunft haben. Wir meinen: Das ist die Challenge. Für uns alle. Fordert Euch heraus!“, heißt es im Vorspann für den 2:37 Minuten langen Video-Clip „Die wahre Challenge. Unitas nominiert uns alle“ (https://www.youtube.com/watch?v=MS-4YmZwrAs). Er zeigt aktuelle Bilder aus christlichen Flüchtlingslagern im Nordirak, die spontan vom Caritasverband für das Bistum zur Verfügung gestellt worden waren. Der Streifen erreichte in nicht mal einem halben Tag mehr als 400 Besucher auf der Ruhranen-Seite, der Verbandsseite und in der Unitas-Gruppe auf Facebook, dazu auch auf dem YouTube-Kanal der Unitas Ruhrania.
 

Papst: Allianz der Religionen gegen Terror


Nur mit gegenseitigem Respekt, Dialog und Zusammenarbeit könne man „das finstere Gespenst des Krieges“ verbannen, erklärte heute Papst Franziskus. In seiner Botschaft an das derzeit tagende dreitägige internationale Gebetstreffen von Sant’Egidio in Antwerpen forderte er, die Wiederkehr des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren solle alle aufwecken. Vor vor allem in diesen Tagen solle ein Bewusstsein gestärkt werden, dass Krieg nie „ein zufriedenstellendes Mittel für Wiedergutmachung sein kann, für die Wiederherstellung von sozialer Gerechtigkeit und Ordnung“.
 

Krieg und Terror seien einzig und allein ein „sinnloses Abschlachten“, das all die Errungenschaften und Leistungen der vorhergehenden Generationen ohne Rücksicht auf Verluste niederreiße und zerstöre. Angesichts der aktuellen Konflikte und Kriege, der ins Exil flüchtenden Familien und der Gefährdung des friedlichen Zusammenlebens der verschiedenen Ethnien und Religionen dürfe niemand handlungs- und mundtot bleiben. Im „Sinne von Assisi“ forderte er die Teilnehmer auf, mit der Kraft des Gebetes und des Dialogs eine friedliche Lösung zu finden. Krieg sei weder eine Notwendigkeit, noch unvermeidbar. Einen anderen Ausweg könne man immer finden, so der Papst. (rv 08.09.2014 no)
 

Hier die Spendeninfo für Spender/innen, die helfen wollen:

Empfänger: Caritasverband für das Bistum Essen e.V.

Stichwort: „Flüchtlinge Nordirak“

IBAN DE75 3606 0295 0000 0144 00

BIC GENODED1BBE oder Konto 14400 bei der Bank im Bistum Essen, BLZ: 36060295




Veröffentlicht am: 16:39:24 08.09.2014
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