Kolping-Fastenessen in Borbeck

Bsr. Ellen Lukas berichtet aus Uganda

 

BORBECK. Gut Essen bei einer Fastenaktion? Das ist leichter als man denkt: Zu erleben ist das am Sonntag, 30. März, in Essen-Borbeck. Mit dabei ist Bundesschwester Ellen Lukas von Unitas Theophanu Köln, die bei der frugalen Gelegenheit zur guten Tat aus Uganda berichtet ...

 

Der ostafrikanische Staat, Beispielland bei der aktuell laufenden Misereor-Aktion, ist der Kölner Sozialpädagogin seit Jahren vertraut: Denn 2007 begann die damalige Studentin ihr Engagement für die „Mukisa Foundation“ in Ugandas Hauptstadt Kampala. Seitdem unterstützt sie das gemeinnützige Hilfsprojekt für benachteiligte Familien und ihre Kinder mit Behinderungen mit ihrem katholischen Unitas-Studentinnenverein.


Bild aus Kampala: Die Bundesschwestern Marie Schneegans (l.) und Ellen Lukas (r.)

 

Der wissenschaftliche katholische Studentinnenverein UNITAS Theophanu machte das Projekt zur eigenen Sache: Die Aktivitas sammelte Spenden von Windeln über Babyöl bis zu Spielzeug. Ellen und ihre Bundesschwester Marie Schneegans, die dort ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvierte, sorgten für persönlichen Kontakt nach Uganda. Einem Land, in dem jede fünfte Familie von einer Behinderung betroffen ist: Laut Statistik, so berichtete Ellen Lukas 2012 in der Verbandszeitschrift UNITAS (2/2012), sterbe jedes zweite Kind mit einer Behinderung noch vor dem fünften Lebensjahr. Gründe dafür seien die oft mangelnden Kenntnisse und Unwissenheit über die richtige Versorgung und Pflege eines Kindes mit Behinderung, finanzielle Mittellosigkeit sowie Scham im Angesicht einer behinderten-intoleranten Gesellschaft, für die ein behindertes Kind ein Fluch für die Familie sei. Viele der Mütter würden von ihren Ehemännern nach Sichtbarwerden der Behinderung des Kindes vor die Tür gesetzt und der Hexerei beschuldigt.

 

„Mukisa“ heißt „Segen“

 

Dagegen will das Frühförderzentrum „Mukisa Foundation“ etwas unternehmen. Gegründet vor fast acht Jahren durch zwei engagierten Frauen aus Münster und eine ugandische Physiotherapeutin, arbeitet die Einrichtung als ganzheitliches Familienhilfesystem. Getreu ihrem Namen - Mukisa bedeutet „Segen“ in Uganda – liegt ihr Schwerpunkt liegt in der Betreuung, Beratung, Aufklärung und Schulung betroffener Familien. Durch Ergo- und Physiotherapie werden die Kinder in ihrer Entwicklung gezielt gefördert und die Mütter lernen, wie sie ihr Kind richtig pflegen und unterstützen können. Außerdem erhalten die Mütter durch die Vergabe von Mikrokrediten ein Startkapital, mit dem sie sich ein kleines Geschäft aufbauen können oder sich etwadie Anschaffung von Hühnern leisten können, um Eier zu verkaufen. Diese Hilfe zur Selbsthilfe versetzt die Mütter in die Lage, für sich selbst und ihr Kind zu sorgen.

 

Herzliche Einladung

 

Über die Grundlagen und Erfolge der Arbeit berichtet Ellen Lukas ab 11 Uhr in der Katholischen Pfarrgemeinde St. Dionysius in Essen-Borbeck. Nach den Gottesdiensten laden dort die Kolpingsfamilie und der Eine-Welt-Laden in das Dionysius-Haus am Kirchplatz zu einem Fastenessen, das wie in den Vorjahren viel Köstliches zu bieten hat. Ein Teil des Erlöses ist für das von Brs. Lukas vorgestellte Projekt bestimmt.

 

Anmeldungen telefonisch unter 0201/664757 (Fam. Beckmann)
bzw. unter 0201/676025 (Pfarrbüro)
 - auch spontan Entschlossene sind natürlich herzlich willkommen.

 

Links:

Bsr. Ellen Lukas: Spendenaktion der UNITAS Theophanu für die „Mukisa Foundation“ in Uganda, in: Unitas 2/2012.

Weitere Informationen zur Mukisa Foundation unter www.entwicklungshilfe-uganda.de.





Veröffentlicht am: 16:43:35 24.03.2014
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