26. Januar: Bbr. Prof. Lothar Roos
beim Vereinsfest Thomas von Aquin


ESSEN.
Die Ruhr-Unitas lädt am Sonntag, 26. Januar 2014, zum Vereinsfest zu Ehren des Verbandspatrons Thomas von Aquin. Der Tag beginnt um 10.00 Uhr s.t. mit der Feier der Hl. Messe in St. Dionysius am Dionysiuskirchplatz in Essen-Borbeck. Die Messe zelebriert Unitas-Mitglied Prof. Dr. Lothar Roos, der auch den anschließenden Festvortrag im Conventsaal des Unitas-Haus an der Flurstraße übernommen hat.

 

Mit dem Bonner Sozialethiker Prof. Roos haben die Studenten und örtlichen Mitglieder der Unitas-Vereine zur um 11.30 Uhr s.t. beginnenden traditionellen Wissenschaftlichen Morgensitzung einen profunden Kenner der Katholischen Soziallehre gewonnen. Er wird auf Wunsch der Ruhr-Unitas zu ihren Grundlagen und ihrer Relevanz für die Lösung aktueller gesellschaftspolitischer Fragen sprechen. 
 

Ein Leben für die Katholische Soziallehre

 

Der aus Karlsruhe stammende Wissenschaftler und Priester, Jahrgang 1935, hatte sich während seines Studiums Philosophie und Katholische Theologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, an der Universität Luzern und am Freiburger Priesterseminar St. Peter (1955-1960) der dortigen Unitas Albertina angeschlossen und ist dem Verband der Wissenschaftlichen Katholischen Studentenvereine Unitas bis heute in vielfacher Weise verbunden. Auch in der Unitas Ruhrania ist Bbr. Prof. Roos kein Unbekannter: Er gehörte zu den ersten Unterstützern der Wiederbegründung des Ruhr-Vereins: So sprach er - damals noch Ordinarius in Bonn - bereits kurz nach der Rekonstituierung des Vereins im Dezember 1990 beim Vereinsfest Maria Immaculata in Bochum-Linden.

Zunächst als Vikar tätig, wurde er 1964 Wissenschaftlicher Assistent am Seminar für Christliche Gesellschaftslehre der Freiburger Universität und 1969 mit der Arbeit „Demokratie als Lebensform" zum Dr. theol. promoviert. 1969-1975 war Lothar Roos Dozent und Subregens am Priesterseminar St. Peter in Freiburg, habilitierte sich dort dann 1974 für die Fächer Christliche Gesellschaftslehre und Pastoraltheologie. 1975 übernahm er zunächst eine Professur in den Disziplinen an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und folgte 1979 dem Ruf auf den Lehrstuhl Christliche Gesellschaftslehre und Pastoraltheologie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. 1995 wurde er zum Päpstlichen Ehrenprälaten ernannt.

 

Im Jahr 2000 wurde der Autor zahlreicher Veröffentlichungen emeritiert, war aber seit 2001 außerordentlicher Professor an der Theologischen Fakultät der Schlesischen Universität Kattowitz und bis zum Sommersemester 2008 noch als Professor für Christliche Gesellschaftslehre und Soziologie an der Privathochschule Gustav-Siewerth-Akademie (GSA) in Weilheim-Bierbronnen. Prof. Roos, von 1974 bis 2003 Redaktionsleiter der Zeitschrift „Lebendige Seelsorge", ist seit 1984 auch Geistlicher Beirat des Bundes Katholischer Unternehmer (BKU) und seit 2002 Vorsitzender der Joseph-Höffner-Gesellschaft.

 

Im Unitas-Verband ist Bbr. Roos Gründungsmitglied und Vorsitzender des Heinrich Pesch-Preises e.V.. Namensgeber ist der Jesuitenpater, Nationalökonom und Unitarier Bbr. Heinrich Pesch (1854-1926), Begründer des Solidaritätsprinzips der katholischen Soziallehre sowie Lehrer von Oswald von Nell-Breuning und Gustav Gundlach. Die nach ihm benannte Auszeichnung wird durch den Unitas-Verband an Personen verliehen, die sich um die aktive Ausgestaltung und Förderung der Katholischen Soziallehre verdient machen - sei es in Lehre und Forschung, auf sozialem oder sozialpolitischem Feld.

Zu den bisherigen Preisträgern gehören die Bischöfe von Banja Luka und Dresden-Meißen, Bbr. Dr. Franjo Komarica (Unitas Ruhrania) und Joachim Reinelt. Ausgezeichnet wurden zudem Bundesminister Norbert Blüm, Bbr. Prof. Dr. Anton Rauscher, SJ, Direktor der Katholischen Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle Mönchengladbach, und der 2004 verstorbene Ehrenvorsitzende des UNITAS-Verbandes, Dr. Ludwig Freibüter. Zuletzt ging der Preis im Juni 2010 an den nigerianischen katholischen Geistlichen und Menschenrechtler Prälat Prof. Dr. Obiora Ike.

 

 

 

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Veröffentlicht am: 09:25:54 21.01.2014
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