Ohne Heiligenschein auf den Euro: Kyrill und Method

CSU-Europaabgeordneter sieht „neues Beispiel antichristlicher Schikane”

 

STRASSBURG, 21. November 2012. Mit Empörung reagierte heute der CSU-Europaabgeordnete Bbr. Martin Kastler auf die Anweisung der Europäischen Kommission an die Slowakei, den Heiligenschein der beiden Nationalheiligen Kyrill und Method auf einer 2013 erscheinenden 2-Euro-Gedenkmünze zu entfernen. Als Begründung führt die von einigen nicht konkret genannten Mitgliedsstaaten unterstützte Kommission die „religiöse Neutralität” an.

„Das ist lächerlich“, so Bbr. Kastler, „mit derselben Begründung könnte man Belgien, die Niederlande und Spanien auffordern, die Kronen ihrer Königshäuser zu entfernen. Der eine oder andere Demokrat könnte sich durch diese monarchischen Symbole ebenso verletzt fühlen.”

 

„Antichristliche Schikane“

 

Bbr. Kastler (UNITAS Frankonia Eichstätt), Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken und im gesellschaftspolitischen Beirat des UNITAS-Verbandes, hält die Entscheidung deshalb „leider für ein neues Beispiel antichristlicher Schikane aus Brüssel. Es geht schlicht darum, christliche Symbolik im öffentlichen Raum zurück zu drängen. Und weil sie im Fall der Slowakei nichts gegen das Doppelkreuz der Heiligen – gleichzeitig Staatssymbol – sagen können, schießen sich spezielle Beamte scheinbar auf den Heiligenschein ein.”

 

„Ein Bärendienst für Europa“

 

Europa und dem Euro, so Kastler, werde damit ein Bärendienst erwiesen: „Ich bin mir sicher, niemand hätte sich an den unauffälligen Heiligenscheinen über Kyrill und Method gestört. Gläubigen Menschen aber hätten sie einen schönen Anhaltspunkt gegeben, sich etwas mehr mit unserer gemeinsamen Währung zu identifizieren, die vor doch allem an einem Vertrauensmangel krankt. Anstatt unauffällige Heiligenscheine zu retouchieren, sollte Europa in dieser Krise auf den Beistand der Heiligen hoffen!”, so Kastler. „Manchmal glaube ich, in der Europäischen Kommission gibt es eigens PR-Experten für Fettnäpfchen, Skandale und schlechte Presse."

 

Offizielle Patrone Europas

 

Erscheinen soll die neue Münze 2013 aus Anlass der Ankunft von Kyrill und Method vor 1150 Jahren auf dem heutigen slowakischen Staatsgebiet – nun ohne Heiligenschein. Die beiden in Thessaloniki geborenen Brüder waren als christliche Missionare im slawischen Raum tätig, übersetzten die Heilige Schrift ins Altkirchenslawische und wurden 1980 vom Seligen Papst Johannes Paul II. zu offiziellen Patronen Europas erhoben. Mit Blick auf den Europapatron St. Benedikt erklärte er damals, dass Europa mit zwei Lungenflügeln atme.

 


 

LINK: http://www.martin-kastler.de/kastler-empoert-ueber-bruessels-nein-zu-christlichem-symbol-auf-euro-muenze/

 

 




Veröffentlicht am: 18:00:54 21.11.2012
Info
Tipp: Falls Sie sich beim „gefällt mir"-Button verklickt haben, gehen sie über dem nun grauen „gefällt mir"-Button zum „Daumen Hoch"-Zeichen, dort erscheint nun ein „x" und mit einem kleinen Klick mit der linken Maustaste ist wieder alles wie zuvor. Uns würde es trotzdem sehr gefallen, wenn sie diesem Tipp nicht folgen.
Zurück zu: | allen Kategorien | WS 08/09 | SS 08 | Presse