Zahlreiche Gläubige nahmen an der Beerdigung von Domkapitular em. Bbr. Prälat Joseph Becker teil. Am Ende des Pontifikalrequiems versammelte sich das Metropolitankapitel um den Sarg, um den Leichnam des Verstorbenen auf seinem Weg zum Kapitelsfriedhof zu begleiten.

 

„Was er von Gott empfangen hatte, gab er weiter“

Pontifikalrequiem für Domkapitular em.

Bbr. Prälat Joseph Becker in Paderborn

 

PADERBORN. (pdp). „Unser Glaube schenkt uns die Gewissheit, dass sein von der Liebe zu Gott und zum Nächsten erfülltes Leben nicht vergeblich war. Jetzt darf er den von Angesicht zu Angesicht schauen, für dessen Liebe zu uns Menschen Prälat Josef Becker auf der Erde durch sein Leben und seine Predigt Zeugnis gegeben hat.“ Mit diesen Worten würdigte Erzbischof Hans-Josef Becker in seiner Predigt den am 4. September nach schwerer Krankheit verstorbenen Domkapitular em. Bbr. Prälat Joseph Becker (83), für den am Dienstag im Hohen Dom zu Paderborn ein Pontifikalrequiem gefeiert wurde. Im Anschluss wurde er auf dem Kapitelsfriedhof beigesetzt. Das Requiem wurde von Erzbischof Hans-Josef Becker geleitet, die Begräbniszeremonie leitete Dompropst Dr. Wilhelm Hentze.

 

Gottesliebe und Nächstenliebe stünden nach christlichem Verständnis niemals für sich allein, sagte Erzbischof Becker in seiner Predigt. Die sich verschenkende Nächstenliebe nähre sich aus einer lebendigen Gottesbeziehung. Dabei seien zwar die Gottes- und die Nächstenliebe eng miteinander verbunden, aber nicht dasselbe. „Wir müssen uns stets aufs Neue deutlich machen, dass Gott lieben zu können eine unabdingbare Voraussetzung hat: sich von Gott lieben zu lassen. Es ist unsere Lebensaufgabe, empfänglich zu werden für Gottes Zeichen der Liebe.“

 

Gott und den Nächsten lieben könne nur, wer sich selbst als von Gott geliebt erfahre, so Erzbischof Becker weiter. Für ihn sei der verstorbene Prälat Joseph Becker ein Mensch gewesen, auf den diese Aussage zutreffe. „Der Name, unter dem Prälat Joseph Becker mit einem Augenzwinkern überall in unserem Erzbistum bekannt war – ‚Liebes-Becker’ – wurde ihm nicht nur aufgrund seiner langjährigen beruflichen Tätigkeit als Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbandes gegeben. Er strahlte die Liebe aus und gab das weiter, was er von Gott empfangen hatte.“ Die Quelle seines priesterlichen Wirkens sei stets die feste Gewissheit gewesen, von Gott geliebt zu sein.

 

Die Eucharistie sei die „Herzmitte“ des Lebens von Domkapitular em. Prälat Joseph Becker gewesen, erläuterte Erzbischof Becker. In der Eucharistie vollziehe sich das große Geschenk der Liebe Gottes, wenn er sich den Menschen im Altarsakrament zur Speise gebe: „Nahrung für unser Dasein und Aufruf, auch uns selbst wie Brot zu verschenken“.

 

Erzbischof Hans-Josef Becker stand dem Pontifikalrequiem vor. Weihbischof Pawel Cieslik aus dem in Polen gelegenen Bistum Koszalin-Kolobrzeg, Dompropst Dr. Wilhelm Hentze, Generalvikar Bbr. Alfons Hardt und Domkapitular Msgr. Thomas Dornseifer konzelebrierten. Neben dem Metropolitankapitel feierten zahlreichen Priester, Diakone, Angehörige, Weggefährten und Freunde den Gottesdienst mit. Sie begleiteten den Sarg des Verstorbenen auf dem Weg vom Hohen Dom zum Kapitelsfriedhof, wo er beigesetzt wurde. Dompropst Dr. Wilhelm Hentze leitete die Begräbniszeremonie auf dem Friedhof.

Am Vorabend, beim Gebet der Totenvesper, erinnerte Dompropst Dr. Hentze daran, dass der Mensch mitten im Leben vom Tod umfangen sei. Auf die Wirklichkeit des Todes würden zahlreiche Zeichen und Kunstwerke im Paderborner Dom hindeuten. Angesichts der Gegenwart Jesu habe der Tod jedoch seine Macht verloren. (pdp-n-11.09.2012)

 

Die Paderborner UNITAS, der sich Bbr. Joseph Becker im Sommersemester 1951 bei der UNITAS Hathumar anschloss, verlor in ihm einen treuen Bundesbruder und immer verlässlichen Ansprechpartner. Die Aktivitas fand in ihm in den 1970-er Jahren einen langjährigen Ehrensenior.  

 

Erzbischof Hans-Josef Becker stand dem Pontifikalrequiem vor. Dompropst Dr. Wilhelm Hentze, Generalvikar Bbr. Alfons Hardt, Weihbischof Pawel Cieslik und Domkapitular Msgr. Thomas Dornseifer konzelebrierten in der Eucharistiefeier.

 

Der im Alter von 83 Jahren verstorbene Domkapitular em. Bbr. Prälat Joseph Becker wurde auf dem Kapitelsfriedhof beigesetzt. Dompropst Dr. Wilhelm Hetze leitete die Begräbniszeremonie.



-> Erzbistum Paderborn trauert um Bbr. Prälat Joseph Becker




Veröffentlicht am: 13:20:58 11.09.2012
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