Start für Caritas-Jahreskampagne 2012

Caritas fordert: Armut darf nicht krank machen

 

BERLIN / FREIBURG. Die Caritas wirbt mit ihrer morgen präsentierten neuen Jahreskampagne 2012 für den Erhalt der solidarischen Gesundheitsversorgung in Deutschland. In der Schwerpunktausgabe der in Düsseldorf erscheinenden Zeitschrift „caritas in nrw“ heißt es dazu: „Gesundheit ist ein hohes Gut. Doch das solidarische Gesundheitssystem in Deutschland weist immer mehr Lücken auf. Mit ihrer Jahreskampagne 2012 setzt sich die Caritas für Kranke ein, denen nicht genug geholfen wird: Menschen in Armut. Deren Zahl wächst. Die Caritas fordert: Armut darf nicht krank machen.“

 

Caritas wirbt für Solidarität


Damit greift die Caritas erneut das Armutsthema auf. Chefredakteur Markus Lahrmann stellt klar: „Die Caritas wirbt für Solidarität. Sie mahnt die Beibehaltung und gerechte Ausstattung der Sozialversicherungssysteme an. Um diese weiter angemessen finanzieren zu können, müssen den Vermögenden höhere Steuern abverlangt werden. Dabei geht es nicht um eine Neidkampagne gegen die Einkommensstarken, sondern um Neidprävention. Soziale Stabilität ist ein Garant für die Demokratie. Soziale Stabilität braucht die Solidarität aller.“

 

Für die am Mittwoch, 11. Januar, in Berlin vorgestellte Kampagne hat die Düsseldorfer Agentur BBDO ein Video produziert. Es zeigt: Wo es an Einkommen, Perspektiven und Bildung fehlt, ist Krankheit eine häufige Begleiterin - und das, obwohl Deutschland ein funktionierendes Gesundheitssystem hat.

Doch wer obdachlos ist, lange ohne Job ist und mit wenig Geld auskommen muss oder ohne Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland lebt, geht nicht „schnell mal zum Arzt"… - ein Aspekt, der auch beim Schwerpunktthema der 135. UNITAS-Generalversammlung in Münster stehen dürfte. Das Leitwort für das Treffen zu Christi Himmelfahrt lautet: „Im Mittelpunkt der Mensch" ...

 


 

LINKS: http://www.jeder-verdient-gesundheit.de, zur Zeitschrift „Caritas in NRW“: http://www.caritas-nrw.de/wai1/showcontent.asp?ThemaID=1403, mehr zum Caritas-Verband: http://www.caritas.de/

 

LESEN: „Wie kann das Gesundheitssystem gerechter werden?“, von PD Dr. Ulrike Kostka, Leiterin der Abteilung Theologische und verbandliche Grundlagen beim Deutschen Caritsverband, Freiburg, in: neue caritas 22/2011, http://www.caritas.de/neue-caritas/heftarchiv/jahrgang2011/artikel2011/wiekanndasgesundheitssystemgerechterwerd
 

 




Veröffentlicht am: 14:57:26 10.01.2012
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