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Papst Benedikt betete am Grab
von Bischof Bbr. Hugo Aufderbeck

 

ERFURT. Papst Benedikt XVI. hat bei seinem Besuch im Erfurter Dom auch das Grab des 1981 verstorbenen Erfurter Bischofs Bbr. Hugo Aufderbeck besucht. Gemeinsam mit Bischof Dr. Joachim Wanke betete der Papst vor der Grabplatte im Kreuzgang des Doms.

Bbr. Aufderbeck gilt als eine der prägendsten Gestalten für die Kirche in Deutschland: Er war Vordenker der Seelsorge in der frühen DDR und engagierter Bischof, mit dem sich auch persönliche Erinnerungen des Papstes verbinden. Joseph Ratzinger und Hugo Aufderbeck lernten sich während dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-65) kennen, an dem Aufderbeck als Bischof und Ratzinger als Theologe teilnahmen. Zudem traf er mit ihm in den 1960er und 70er Jahren zusammen, als er im Erfurter Priesterseminar zu Gast war und dort theologische Vorlesungen hielt.

 

2009 war in Aufderbecks sauerländischer Heimat seines 100. Geburtstags gedacht worden. Er stammte aus Sundern-Hellefeld im Kreis Arnsberg, absolvierte seine philosophischen und theologischen Studien an der Erzbischöflichen Akademie Paderborn, die beiden Freisemester des dritten Studienjahres an den Universitäten von Wien (1932), wo er sich der dortigen Kreuzritter-UNITAS anschloss. Nach einem weiteren Freisemester in München (1932-33) bereitete er sich auf die niederen und höheren Weihen vom 9. bis 12. Semester im Erzbischöflichen Priesterseminar vor.

 

1936, vor 75 Jahren, in Paderborn zum Priester geweiht, begann Bbr. Hugo Aufderbeck 1937 ein Studium für das Lehramt an höheren Schulen an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, übernahm 1938 eine Religionslehrerstelle am Lyzeum Aloysianum in Gelsenkirchen, und ging in den mitteldeutschen Teil des Erzbistums Paderborn, als er zum zweiten Vikar an der Franziskus- und Elisabethkirche und zum Studentenseelsorger in Halle an der Saale ernannt wurde. Seit 1948 war Aufderbeck Leiter des Seelsorgeamtes für das Erzbischöfliche Kommissariat Magdeburg und leitete vorübergehend das Pastoralseminar.

 

1962 empfing Bbr. Aufderbeck die Bischofsweihe als Weihbischof in Fulda. Ab 1964 war er Generalvikar für den Thüringer Teil des Bistums Fulda mit Sitz in Erfurt, Dompropst am Erfurter Mariendom und Direktor des Geistlichen Gerichts in Erfurt. Seit 1973 wirkte Hugo Aufderbeck als Apostolischer Administrator für die Teile der Bistümer Fulda und Würzburg auf „DDR"-Gebiet. Er starb am 17. Januar 1982 im St. Nepomuk-Krankenhaus in Erfurt – nicht nur dort ist er bis heute unvergessen.

 


 

Mehr: http://www.unitas-ruhrania.org/images/content/Hugo_Aufderbeck_100Jahre.pdf

 




Veröffentlicht am: 17:17:29 23.09.2011
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