1,3 Millionen Studenten fragen: Wie geht es weiter nach zehn Jahren Bologna?

Bologna-Reform:
Katholische Studentenverbände veröffentlichen Thesenpapier

 

BONN. „Zehn Feldberger Thesen zur Hochschulpolitik“ - unter diesem Titel setzt sich die Arbeitsgemeinschaft katholischer Studentenverbände (AGV) in einem Positionspapier mit einer der für Studenten wesentlichsten Debatten der aktuellen politischen Agenda auseinander: „Als politische Vertretung von rund 10.000 Studentinnen und Studenten haben wir uns intensiv mit dem Stand der Bologna-Reform befasst“, so der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft, Bernd Schulte. „Auch wenn kleine Erfolge zu verzeichnen sind, ist Bologna auch nach zehn Jahren noch keine Erfolgsgeschichte. Wir fordern daher deutliche Nachjustierungen.“ In den „Zehn Feldberger Thesen zur Hochschulpolitik“, die nun veröffentlicht werden, formulieren die katholischen Studentenverbände dazu konkrete Forderungen an Politik und Wissenschaft.

 

Enthalten sind konstruktive Kritik sowie konkrete Verbesserungsvorschläge für eine effizientere Umsetzung des Bologna-Prozesses. „Unser Ziel ist es, die Studienbedingungen zu verbessern, die hohe Qualität deutscher Hochschulen nachhaltig zu sichern und die gesellschaftliche Transformation hin zu einer Wissensgesellschaft zu meistern“, betont Benedikt Nientied, stellvertretender Vorsitzender der AGV. Dazu gehören aus Sicht der AGV genügend Masterplätze für Bachelor-Absolventen, eine Aufwertung des Bachelor-Abschlusses und ein Aufschub der Reform für die noch nicht modularisierten Studiengänge Jura und Medizin. Außerdem pocht die AGV auf eine Rückbesinnung auf das Humboldt‘sche Bildungsideal. Besonders Bachelor-Studenten sehen sich heute einem festgeschnürten Korsett von Anwesenheitspflichten, strukturellen Vorgaben und Klausuren gegenüber. „Auch im Bachelorstudium braucht es einen ‚Blick über den Tellerrand’. Dafür muss die Universität Raum lassen“, erläutert Nientied.

 

Die katholischen Studenten hoffen nun auf eine breite Resonanz. Dazu betont Bernd Schulte: „Die katholischen Verbände haben in über 150 Jahren Erfahrungen in der Hochschulpolitik gesammelt. Mit den Feldberger Thesen möchten wir nun einen weiteren Beitrag aus studentischer Sicht zur Reform der deutschen Hochschullandschaft leisten.“

 

Die Forderungen der AGV sind in den „Zehn Feldberger Thesen zur Hochschulpolitik“ nachzulesen.  




Über die AGV:
In der AGV haben sich die fünf katholischen Studentenverbände CV, KV, UV, RKDB und TCV mit rund 10.000 Studentinnen und Studenten an nahezu allen Hochschulen in Deutschland zusammengeschlossen. Sie bildet damit den größten Zusammenschluss katholischer Studenten in Deutschland. Mehr unter www.agvnet.de.

MEHR:

05.05.2011   Bologna-Konferenz: Katholische Studenten fordern Ergebnisse




Veröffentlicht am: 12:04:11 30.06.2011
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