Die Feste der Patrone der Unitas werden bis heute als Hauptfeste jedes Unitas-Vereins mit Eucharistie und gemeinsamer Kommunion sowie Agape und Wissenschaftlicher Morgensitzung gefeiert. Daher werden sie auch Vereinsfeste genannt, die von den Aktivitates ausgerichtet werden; aber auch die Unitas-Zirkel an Orten ohne Aktivitas feiern sie regelmäßig. Die heutigen Patrone der Unitas sind Maria Immaculata (8. Dezember), der hl. Tho­mas v. Aquin (28. Januar) und der hl. Bonifatius (5. Juni).

 

Im SS 1852 wählte die Ruhrania in der Phase des Umbruchs zur Unitas unter ihrem damaligen Präsiden Leonhard Brandt, später Missionar in Madi­son/Indiana, den hl. Thomas von Aquin und den hl. Aloysius von Gonzaga zu ihren Patro­nen. Nach der Verkündigung des Dogmas von der ohne Erbsünde empfangenen Gottesmutter Maria am 8. Dezember 1854 durch Papst Pius IX. wurde Maria Immaculata noch im Jahre 1854 zur weiteren Patronin der Unitas bestimmt. Zusätzlich wurde auf der 15. GV in Hamm bei Düsseldorf (1876) der hl. Josef zum Patron der Unitas erwählt. Sein Fest (19. März) wurde zusammen mit dem Fest des hl. Thomas von Aquin (damals 7. März) gefeiert. Die Zahl der Vereinsfeste blieb also unverändert.

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg wollte die Kriegs­generation, die ihr Studium wieder aufnehmen oder endlich beginnen konnte, die apostolische Aufgabe der Unitas besonders betonen. Sie benannten auf der 71. GV in St. Augustin 1948 den hl. Bonifatius zum Patron der Unitas, der hl. Aloysius und der hl. Josef wurden als Patrone aufgegeben. Es blieb also bei drei Vereinsfesten. Im Zuge der Umformung des Calendarium Romanum Generale im Jahre 1969 wurde das Fest des hl. Thomas von Aquin vom 7. März auf den 28. Januar verlegt. Es passt damit noch besser als früher in das Wintersemester.