Bbr. Hermann Ludger Potthoff –
Vater und Gründer der UNITAS


(*21. Januar 1830, Werden, + 8. Oktober 1888), 1840 Rektoratsschule in Werden, Bau- und Gewerbeschule in Hagen, Bautechniker, Theologiestudent ab 1852/53 in Bonn, vom Kölner Erzbischof 1863 für die Seelsorge in der Diaspora freigestellt, wirkt in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden in der Caritasarbeit und als Oberhofprediger am Königlichen Hof, Präses, zugleich Generalpräses der UNITAS bis 1873, bestattet in Aachen-Burtscheid. Er gilt als Stifter und „Gründer der UNITAS“, stellte die ab 1847 in Bonn landsmannschaftlich organisierten „Ruhrania“ auf eine eindeutige religiöse Grundlage, gibt ihr im WS 1853/54 den Namen „UNITAS“, um dem Verein einen umfassenderen Charakter zu geben, federführend bei der Entwicklung der unitarischen Prinzipien (wissenschaftlich Betätigung, Feier der Vereinsfeste, Lebensbundprinzip), wählte den unitarischen Wahlspruch „in necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas“. An seinem Geburtshaus in der Hufergasse 15 in Essen-Werden erinnert eine Gedenktafel des Verbandes an seinen Gründer. Mehr


 


Bbr. Dr. Heinrich Portmann -
Ehrensenior der UNITAS Ruhrania


(*5. Oktober 1905 in Hamm-Bockum-Hövel, + 30. April 1961 in Münster), Gymnasium in Hamm, Studium in Freiburg und Münster, Eintritt in die UNITAS Ruhrania, Priesterweihe am 19. Dezember 1931, 1931 Kaplan an Herz-Jesu Emsdetten, 1934-37 Studium des Kirchenrechts in Rom, Kaplan an der Deutschen Kirche „Sta. Maria del´Anima“, 1938 Hausgeistlicher am Deutschen Studentenwohnheim in Münster. 1938 Defensor vinculi am Bischöflichen Offizialat in Münster, 1938-1949 Bischöflicher Kaplan von Bischof August Clemens von Galen und Bischof Michael Keller, 1949 Vizeoffizial am Diözesangericht Münster, Päpstlicher Ehrenkämmerer. Erster Biograph des Bekennerbischofs Kardinal von Galen. Mehr


 


Bbr. Dr. Peter Kreutzer –
Zweiter Gründer der UNITAS, erster Stadtdechant von Essen


(* 8. April 1866 in Büderich bei Neuß, + 10. Juni 1934 Essen), Gymnasium in Neuß, ab Theologiestudium 1886 an der Universität Bonn und Mitglied der UNITAS-Salia, 1887 „Einjährig Freiwilliger“ bei den „Haketäuern“ in Köln, Vorsitzender der Vinzenzkonferenz an der Stiftspfarre in Bonn, im Sommer 1887 Senior der UNITAS-Salia, damit Vorortspräsident des Gesamtverbandes. Bei der außerordentlichen Generalversammlung 1887 in Neuß setzt er die Öffnung für Nichttheologen durch. Ab 1888 für sieben Jahre in Rom, „Philosophen-Präfekt“ im Germanicum, Doktor der Theologie und der Philosophie, Priesterweihe 1894 in Rom. 1895 Heimatprimiz, 1895-1899 Kaplan an St. Nikolaus in Aachen, dann in der Pfarrgemeinde St. Laurentius in Elberfeld, Seelsorger für italienische Steinbrucharbeiter, 1902 Rektor in der bergischen Arbeitergemeinde Wülfrath. 1907 Pfarrer an St. Johann Baptist in Essen-Altenessen. 1925 Stadtdechant von Groß-Essen. 1926 Päpstlicher Geheimkämmerer, 1932 nichtresidierender Domkapitular in Köln und Prosynodalkonsultator. Mitorganisator des 71. Deutschen Katholikentags in Essen mit dem Motto „Christus in der Großstadt“. Am 10. Juni 1934 im Alter von 68 Jahren an Krebs gestorben. Schon in der unitarischen Geschichtsschreibung neben Hermann Ludger Potthoff aus Werden als der „Zweite Gründer der UNITAS“ bezeichnet. Mehr


 


Bbr. Dr. Carl Klinkhammer -
Der „Rote Ruhrkaplan“ und Bunkerpfarrer


(*22. Januar 1903 in Aachen, 8. Januar 1997 Düsseldorf), 1923 Abitur, Studium in Innsbruck und Bonn, Eintritt in die UNITAS, 1929 im Kölner Dom zum Priester geweiht. Kaplan in Opladen, 1931 in St. Johann Baptist Essen-Altenessen, Agitation gegen kommunistische und nationalsozialistische Parolen. 1933 von den Nazis als erster katholischer Geistlicher in „Schutzhaft“ genommen, gegen Aufenthaltsverbot im „Gau“ Essen wieder freigelassen. In Köln Ende April 1933 erneut verhaftet von der Kölner Kirchenleitung 1934 aus seinem Amt entfernt. 1935 im Bistum Augsburg und Speyer, 1937 und 1938 „wegen Kanzelmissbrauchs“ im Gefängnis. Ab 1941 als Sanitätssoldat der 24. Infanteriedivision in Russland, 1946 in Schleswig-Holstein aus englischer Gefangenschaft entlassen und Kaplan an der Bonner Münsterkirche St. Martin, 1947 in Düsseldorf am Heerdter „Handweiser“, Bau der dem Heiligsten Sakrament geweihten „Bunkerkirche“, dort bis 1991 Pfarrer. Prozess 1951 wegen Protest gegen Darstellung von Selbstmord im Willi-Forst-Film „Die Sünderin“, 1958 als erster Bischof des Bistums Essen im Gespräch. 1961 Gründer der Düsseldorfer „mittwochgespräche“, Ökumeniker, 1992 Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen. Mehr


 


Bbr. Professor Gerhard Fittkau -
Ermländer, Zeuge der Vertreibung


(*11. Mai 1912 in Tollnigk, Kreis Heilsberg/Ostpreußen, + 6. März 2004 in Essen-Werden), Studium in Innsbruck, 1930 Eintritt bei UNITAS Greifenstein, Studium in Rom, Freiburg/Schweiz und Braunsberg. 1937 Priesterweihe durch Bischof Maximilian Kaller in Frauenburg, Bischöflicher Kaplan. Bald im Konflikt mit den Nationalsozialisten, weil er verbotene Hirtenbriefe verteilte, als „Staatsfeind“ 1939 aus Ost- und Westpreußen ausgewiesen. Hausgeistlicher im Karmel zu Breslau, Zusatzstudium mit Promotion 1944 zum Dr. theol., Pfarrer in Süßenberg bei Heilsberg, durch russische Truppen verschleppt in den „Archipel GULag“, Ende 1945 wieder abgeschoben, Flucht nach Berlin. Sein Erlebnisbericht „Mein 33. Jahr“ schildert die Vertreibung der Deutschen aus Ostpreußen und wurde in zehn Sprachen übersetzt. 1947 Seelsorger an seinen im ganzen Land zerstreuten Landsleuten, 1948 Generalsekretär des Bonifatiuswerkes in Paderborn, 1949 Direktor der American St. Boniface Society in New York. Konsistorialrates seines Heimatbistums Ermland, 1953 Päpstlicher Geheimkämmerer, 1956 Päpstlichen Hausprälat. Seit 1960 in der Essen-Werdener Gemeinde St. Ludgerus, ab 1962 Dogmatikvorlesungen am Bischöflichen Priesterseminar St. Ludgerus in Essen-Werden, während des Konzils in Rom Leiter die deutschsprachige Abteilung des Konzilspresseamtes, 1961 Gründungsmitglied des Rundfunkrates der Deutschen Welle, dem er über 25 Jahre lang angehörte. 1968-1971 im Auftrag der nordrhein-westfälischen Bischöfe offizieller Beobachter beim Niederländischen Pastoralkonzil, 1971 Mitarbeiter der deutschen Vertretung bei der Bischofssynode in Rom. 1982 Apostolischer Protonotar, 1989 Ehrendomherr in der Diözese Ermland (Polen). Am 16. März 2004 in Köln-Mehrheim bestattet. Mehr


 


Bbr. Kaplan Johannes Prassek –
vor der Seligsprechung


Kopf der drei katholischen Martyrerpriester der Lübecker Herz-Jesu-Pfarrei und wohl der bekannteste Martyrer des UNITAS-Verbandes. (*13. August 1911 Hamburg-Barmbek, + 10. November 1943 Hamburg), Katholische Höhere Knabenschule, 1927 Hamburger Johanneum, 1931 Abitur, an der Jesuiten-Hochschule Sankt-Georgen in Frankfurt am Main, Aufnahme in die UNITAS Frankfurt, 1933 Wechsel nach Münster, wo er sich dem W.K.St.V. UNITAS-Ruhrania anschloss, 1935 Priesterseminar. Priesterweihe am 13. März 1937 im Dom zu Osnabrück, Vikar im mecklenburgischen Wittenburg, 1939 Vikar an der Lübecker Pfarrei Herz-Jesu, dort 1940 erster Kaplan. Von Gestapo bespitzelt, Seelsorge an polnischen Zwangsarbeitern, Verteilen von Flugschriften, denunziert, am 18. Mai 1942 verhaftet, in das Marstall-Gefängnis des Burgkloster-Gebäudes gebracht. Über ein Jahr Warten auf den Prozess. Verlegt ins Zuchthaus Hamburg-Holstenglacis, zum Tode verurteilt, am 10. November 1943 Mord durch das Fallbeil. Die Leiche wurde eingeäschert. Der Bischof von Osnabrück liest an jedem Todestag in der Eucharistiefeier das Evangelium aus diesem Buch. Auf der ersten Seite hat Johannes Prassek den Satz aufgeschrieben: „Wer sterben kann, wer will den zwingen?“ Die Seligsprechung ist eingeleitet, das diözesane Verfahren abgeschlossen. Mehr


 


Bbr. Vikar Eduard Müller –
Soldat des Königs Christus


(*20. August 1911 in Neumünster, + 10. November 1943 Hamburg), stammt aus armen Verhältnissen, Tischlerlehre, aktiv in der katholischen Jugendbewegung. 1936 Abitur am Spätberufenen-Kolleg in Bad Driburg, in Münster Studium der Theologie, Beitritt in der UNITAS. 1940 in Osnabrück zum Priester geweiht, Adjunkt in der Lübecker Herz-Jesu Gemeinde. Am 22. Juni 1942 festgenommen und zum Tode verurteilt. Als erster der „Lübecker Märtyrer“ mit Hermann Lange, Bbr. Johannes Prassek und Karl-Friedrich Stellbrink am 10. November im Zuchthaus Hamburg-Holstenglacis durch das Fallbeil hingerichtet. Die Leiche wurde eingeäschert. Die Seligsprechung ist eingeleitet, das diözesane Verfahren im Erzbistum Hamburg abgeschlossen. Mehr 


 


Bbr. Pfarrvikar Anton Spies –
Von Nazis ins KZ gebracht


(* 24. November 1909 in Heckfeld/Badisches Frankenland, + 19. April 1945 Dachau), als Schüler des dortigen Erzbischöflichen Knabenkonvikts in die Quarta des Tauberbischofsheimer Gymnasiums aufgenommen, 1930 Reifeprüfung, Theologiestudium in Münster, Eintritt bei UNITAS Ruhrania, Priesterweihe 1935, Vikar in Bühl bei Offenburg, Vikar in Lauda, Mudau, Distelhausen, Uissingheim, 1939 in Ketsch. 1941 festgenommen und in das Untersuchungsgefängnis Mannheim gebracht, nach Nazi-Anklage wegen „Sittlichkeitsverbrechen“ zwei Jahren Zuchthausstrafe, anschließend von Gestapo in „Schutzhaft“ gehalten. 1943 in das KZ Dachau eingeliefert. Wenige Wochen, bevor er von den Amerikanern befreit worden wäre, an Flecktyphus gestorben und in einem Massengrab beigesetzt. Bis heute nicht rehabilitiert. Mehr 


 


Bbr. Matthias Mertens –
mit Karl Leisner im KZ Dachau


(1906-1970), Immatrikulation im Sommersemester 1927 an der Katholisch-Theologischen Fakultät in Münster, Freisemester 1929/30 an der Universität Bonn, Eintritt in die UNITAS-Salia Bonn, 1930 wieder in Münster und Mitglied bei UNITAS-Sugambria, Priesterweihe am 17. Dezember 1932 im Dom zu Münster, Primiz in der Pfarrkirche St. Michael Wachtendonk, Kaplan an St. Anna in Materborn (heute Kleve-Materborn), von NSDAP bespitzelt, 1935 in Sondergerichtsprozess in Düsseldorf wegen Verstoß gegen das „Heimtückegesetz“ angeklagt, freigesprochen. Kaplan an der Pfarrei St. Josef in Sterkarde-Schmachtendorf (heute Oberhausen-Sterkrade), Anzeigen wegen „verbotener Vereinstätigkeit“ und „aggressiver Predigten“, 1941 Vernehmung bei der Gestapo-Leitstelle Düsseldorf, Verhaftung am 6. Januar 1942, zwei Monate Polizeigefängnis Oberhausen, Schutzhaftbefehl und Überführung in den Priesterblock des Konzentrationslagers Dachau, nach drei Jahren am 9. April 1945 entlassen, Rückkehr nach Wachtendonk, Empfang bei Bischof Clemens August Graf von Galen in Münster, wieder Kaplan in St. Josef in Sterkarde-Schmachtendorf, 1947 Lungentuberkulose als Folge der langen Haftzeit, stationäre Behandlung, 1948-1949 Spezialklinik in Arosa (Schweiz). 1948 mit der Seelsorge am Prosper-Hospital in Recklinghausen beauftragt, ab 1953 Spiritual und Prokurator der „Gaesdonk“ am Collegium Augustinianum, seinem alten Gymnasium, gestorben am 1. Februar 1970. Mehr 


Bbr. Joseph Hartmann –

Generalsekretär der Vinzenzkonferenzen in Deutschland

 

*24. Januar 1895 in Essen, nach dem Besuch der Volksschule von seinem Borbecker Heimatpfarrer Joseph Hammels (1868-1944) für das Gymnasium vorbereitet, nach dem Ersten Weltkrieg Abitur, in Bonn Studium der Theologie und Philosophie, Mitglied im Wissenschaftlichen Katholischen Studentenverein UNITAS Rhenania (B3), in Freiburg Studium am Caritaswissenschaftlichen Institut, Caritas-Diplom. Aktiv in der Akademischen Vinzenzkonferenz Freiburgs, am 12. März 1930 durch Joseph Hammels, inzwischen Weihbischof in Köln, Priesterweihe im dortigen Hohen, ab 31. März 1930 Ka­plan an St. Joseph in Leverkusen-Manfort, ab 21. September 1933 an St. Peter in Köln. Zum 1. Dezem­ber 1934 Generalsekretär der Vinzenzkonferenzen in Deutschland, 1943 Zerstörung Generalsekretariates in Köln, Wiederaufbau der Vinzenzkonferenzen: mehr als 700 mit nahezu 8.000 Mitgliedern. Am 4. Dezember 1952 Päpstlicher Geheimkämmerer, Tod am 9. Septem­ber 1954 in Bad Godesberg. Mehr


 

Bbr. Dr. Benno Eichholz:
Mentor der jungen Ruhrania


*1945, Studium in Münster, Freiburg und Würzburg, trat als Student der Unitas Sugambria in Münster bei. Nach erster Lehrtätigkeit in Papenburg kam er 1964 nach Bochum. Hier war er Fachlehrer für Latein und Geschichte, Studiendirektor an der Hildegardis-Schule, gleichzeitig Fachleiter für Latein am Studienseminar und Mitglied des Wissenschaftlichen Prüfungsamtes der Ruhr-Universität Bochum. Mitglied des Bochumer Altherrenzirkels, langjähriger Vorsitzender und Mentor der 1991 wieder begründeten Aktivitas der UNITAS Ruhrania, Organisator des Rekonstituierungskommerses in Bochum. Am 21.Februar 1993 ist im 58.Lebensjahr Bundesbruder Dr. Benno Eichholz nach kurzer, schwerer Krankheit gestorben.
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Bbr. Prälat Dr. Heinrich Holtkamp: 
40 Jahre KAB-Präses


*1903 in Essen-Rüttenscheid, studierte in Bonn, Freiburg und Köln Theologie und Philosophie. 1923 trat er in die UNITAS Eckardia in Freiburg ein, 1923 philistriert. Nach seiner Priesterweihe 1928 in Köln und ersten Kaplansjahren im Bistum Aachen kam er 1931 als Rektor an die Kirche St. Johann in Essen. Hier erlebte er als letzter der lebenden Augenzeugen die Zerstörung der Münsterkirche mit. Religionslehrer an der Städtischen Berufsschule, Priester in der Pfarrei Herz-Jesu in Altenessen, an St. Mariä Geburt in Kupferdreh-Dilldorf und von 1952-1973 an St. Markus in Bredeney. 1962-1969 Dechant des Dekanates Essen-Werden. 1974 ernannte ihn Papst Paul VI. zum Päpstlichen Ehrenkaplan. Besonders verbunden war der hünenhafte Geistliche der Arbeit der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB). Vierzig Jahre lang war er Präses des Essener KAB-Bezirks. Prälat Holtkamp holte 1971 den zu seiner Pfarrgemeinde in Bredeney gehörenden, entführten Essener Kaufmann Theo Albrecht nach Hause, nachdem der damalige Essener Bischof Dr. Franz Hengsbach das geforderte Lösegeld von 7 Millionen Mark übergeben hatte. Der am 25. April 1994 im Alter von 91 Jahren gestorbene Priester wurde unter großer Anteilnahme auf dem St. Markus-Friedhof in Essen-Bredeney zur letzten Ruhe getragen. Der Essener Generalvikar Dieter Schümmelfeder konzelebrierte mit rund 30 Priestern in der Markuskirche die Exequien. Mehr


Bbr. Dr. Winfried Glaß:
Vorsitzender des AHZ Bochum


* 10. April 1928, Studium der Naturwissenschaften an der neuen Freien Universität Berlin, rez. im November 1949 und einer der Wiederbegründer der UNITAS in Berlin nach Krieg. Diplom-Examen als Chemiker, Promotion an der Universität Münster 1959, bei der Kohletechnik in Dortmund, dann in Essen bei der Bergforschung, wo er mehrere Patente erwarb, stellv. Laborleiter bei der Essener Steinkohle. 1968 Leiter der Benzolforschung der Aral AG in Bochum. Mitglied im Bochumer UNITAS-Zirkel, ab 1992 dessen Vorsitzender. Langjährig engagiert im Kirchenvorstand seiner Gemeinde St. Martin. Im 71. Lebensjahr überraschend am 13. März 1999 verstorben. Beim Seelenamt und der anschließenden Beisetzung chargierte die UNITAS Ruhrania in Anwesenheit von zahlreichen Bundesbrüdern aus dem Ruhrgebiet und aus Berlin. Mehr

 

     

Prälat Paul Solbach:
Domvikar und Domkapitular in Essen


geboren am 2. November 1913 in Wildberg, am 25. Juli 1940 in der Kölner Minoritenkirche zum Priester geweiht, zur Aushilfe an St. Peter in Köln-Ehrenfeld. Nach dem Militärdienst 1941-1945 Kaplan an St. Franziskus in Gummersbach, seit 1952 Kaplan an der Essener Münsterkirche und Präses der Kolpingfamilie Essen-Zentral. 1958-1960 bischöflicher Kaplan und Sekretär des neuen Bischofs Franz Hengsbach, 1958-1966 Diözesanpräses der Kolpingsfamilie, 1960-1966 Domvikar und Domzeremoniar, 1961-1966 Diözesan-Männerseelsorger. 1963 Päpstlicher Ehrenkaplan, 1966 Pfarrer an St. Laurentius in Plettenberg, bis 1972 Dechant und 1968-1980 Kreisdechant im Kreisdekanat Altena-Lüdenscheid. 1969 wurde Bbr. Solbach zum nichtresidierenden Domkapitular an der Kathedralkirche zu Essen ernannt. Seit 1981 Ehrendechant, ging er 1985 als Pfarrer in den Ruhestand. Gestorben am 22.12.2000, wurde Bbr. Solbach am 29.12. unter großer Beteiligung von Priestern und Gemeindemitgliedern der St.-Laurentius-Gemeinde Plettenberg, von Priestern, Verwandten und Bekannten aus dem Ort seines letzten seelsorgerlichen Wirkens zur letzten Ruhe geleitet. Der H.H. Bischof Dr. Hubert Luthe von Essen feierte das Requiem. Mehr
 

 


 


Bbr. Dr. Franz Lenze -
Christdemokrat der ersten Stunde


(*13.10.1910 in Balve/Kreis Arnsberg, + 28. April 2005 in Ottobrunn/München), 1930-1933 Studium der Alten Sprachen, Germanistik und Philosophie an der Universität Münster, 1931 Eintritt in der UNITAS Ruhrania Münster (M5). 1935-1937 Studienreferendar in Rheine und Dortmund, nach dem Studium im Kreis Olpe, 1939 Leiter des Schülerheims Collegiums Bernardinum in Attendorn. 1939 zum Wehrdienst eingezogen, 1940 uk-gestellt. 1942 wieder eingezogen, zweimal verwundet, 1943 zum Studienrat ernannt, 1945 in Kriegsgefangenschaft. 1946 bei UNITAS Ruhrania philistriert, Studienrat in Attendorn. Eintritt bei der CDU, Leiter der Jungen Union (JU) des Kreises Olpe. 1949 Kreisvorsitzender, in den Kreistag des Kreises Olpe gewählt, ab 1950 Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Olpe (seit 1970 dessen Ehrenvorsitzender), 1951 Bezirksvorsitzender der CDU des Sauer- und Siegerlandes (bis 1968), Mitglied des Landesvorstandes Westfalen und 1953 Hauptvorstandsmitglied der Kommunalpolitischen Vereinigung NRW. Ab 1953 für den Wahlkreis 121 (Meschede-Olpe, ab 1965: Olpe-Meschede) als Abgeordneter der CDU im Deutschen Bundestag. 1961-1972 Mitglied der Beratenden Versammlung des Europarates und der Versammlung der West-Europäischen Union. Nach Bundesbruder Lenze sind die Franz-Lenze-Straße und der Franz-Lenze-Platz in Duisburg-Walsum sowie der Hauptförderschacht des Werkes Walsum der Deutschen Steinkohle AG benannt. Mehr 

 


 


Bbr. Bischof Dr. Franjo Komarica -
Ehrenmitglied und mutiger Christ im Krieg


1946 in Banja Luka geboren, Studium der Theologie und Kirchenmusik in Innsbruck, Promotion 1978 im Fach Liturgiewissenschaften, bis 1986 Lehre an der Theologischen Hochschule in Sarajevo, 1985 Weihbischof in Banja Luka, 1989 Bischof. Seit 1992 Mitglied des Päpstlichen Rates für den Dialog der Kirchen, 1992-1995 während des Krieges in Bosnien-Herzegowina Streiter für die Menschenrechte, Mai bis Dezember 1995 unter Hausarrest gestellt, 1997 bei gemeinsamer Veranstaltung der UNITAS Ruhrania und der kroatischen Gemeinde in Essen, mit dem Heinrich-Pesch-Preis der UNITAS ausgezeichnet, beim Vereinsfest zu Ehren der Maria Immaculata am 6. Dezember 1998 zum Ehrenmitglied ernannt. Mehr  

 



Bbr. Prälat Martin Zeil -
Versöhnungsarbeit im Geiste Robert Schumans


(*9. April 1912 in Dundenheim, + 5. Juli 1999), Theologiestudent in Münster, im SS 1934 Rezipierung bei UNITAS Ruhrania, später bei der Freiburger UNITAS Eckhardia, Philistrierung 1936. Am 7. März 1937 im Münster zu Freiburg durch Erzbischof Conrad Gröber zum Priester geweiht. Kaplan zuletzt in Mannheim-Neckarau, 1940 zur Wehrmacht eingezogen. Kriegspfarrer in verschiedenen Lazaretten in Belgien, Frankreich und Russland. 1940 Divisionspfarrer der 23. Panzerdivision. 1956 einer der ersten Militär-Seelsorger der Bundeswehr. Im April 1956 Wehrbereichsdekan im Wehrbereich V (Baden-Württemberg) in Stuttgart. Bis zu seinem Tod war ihm die Deutsch-Französische Verständigung ein Herzensanliegen. Organisator der internationalen Soldatenwallfahrten nach Lourdes. Vom französischen Staat zum Kommandeur des „Orde National du Mérite“, des französischen nationalen Verdienstordens ernannt, 1997 von der Johann-Wolfgang-von-Goethe-Stiftung Basel mit dem „Josef-Rey-Preis“ ausgezeichnet. Ehrenbürger von Dundenheim. Mehr 

 



Bbr. Dr. Ludwig Maria Freibüter –
Urgestein, Seele der UNITAS


Geboren 1920 in Münster als Sohn von Ludwig Freibüter sen., dem langjährigen Vorsitzenden des UNITAS-Altherrenbundes und dessen Ehrenvorsitzender, rezipiert 1939 bei UNITAS-Sugambria in Münster als Mitglied eines illegalen Vereins, Mitgründer der „Monasteria“ (ab 1945 im KV), Kriegsdienst, Offizier, britische Gefangenschaft, von Femegericht der Nazis im April 1945 zum Tode verurteilt, Wiederaufbau der UNITAS in seiner Heimatstadt. Nach Abschluss seiner Studien und Promotion bei Joseph Höffner in Bonn beim Presse- und Informationsamt der Bundesregierung und im Fernsehrat des ZDF, auf der Generalversammlung in Fulda 1969 zum Vorsitzenden des Altherrenbundes berufen, bis 1984 im Amt, 1973 im Dom zu Köln im Ritterorden vom Heiligen Grab aufgenommen, 1984-1990 Leitender Komtur der Komturei St. Martin Bonn, 1977 Goldene UV-Nadel, viele Jahre Vertreter des Verbandes im Zentralkomitee der deutschen Katholiken, Vorsitzender der Kommission für Publizistik, Präsident der Katholischen Akademikerarbeit Deutschlands (KAD) 1984-1986, aktiv im Krone-Kreis im Dienst der Katholischen Soziallehre, 2003 mit dem Heinrich-Pesch-Preis ausgezeichnet, Ehrenvorsitzender des Altherrenbundes, Träger des Bundesverdienstkreuzes Erster Klasse, Komtur des Gregorius-Ordens und Komtur mit Stern des Ritterordens vom hl. Grab zu Jerusalem. Nach langer schwerer Krankheit am 20. August 2004 in Bonn verstorben. Aus seiner Leibfamilie ging die Wiederbegründung der UNITAS Ruhrania im Ruhrgebiet hervor. Mehr

 



 


Bbr. Dr. Meinolf Stoltenberg –
unitarischer Bürgermeister


(*8.2.1927, + 8. April 2006 Lengfeld bei Würzburg), am 4. November 1950 bei UNITAS-Ruhrania zu Münster rezipiert, im SS 1951 Senior, im SS 1953 Neugründer der UNITAS-tom-Kyle Kiel, Jurastudium nach drei theologischen und zwei philosophischen Semestern, Philistrierung 1960. In Kiel 1960 Assessor, 1961promoviert, 1960-1962 Referent bei Ministerpräsident Kai Uwe von Hassel, anschließend bis 1973 in der Finanzverwaltung, zum Schluss als Regierungsdirektor in der Oberfinanzdirektion. 1973 Bürgermeister von Kronshagen bis zu seinem Ruhestand 1988. 1970-1999 Leiter des Kieler UNITAS-Altherrenvereins. Übersiedelung nach Würzburg, Mitglied des Altherrenzirkels, B-Philister bei UNITAS-Würzburg, seit Anfang der 1990er Jahre im Studentenheim e.V. der UNITAS Ruhrania Bochum-Essen-Dortmund. Mehr

 


 


Bbr. OStR Norbert Klinke –
Ehrensenior, Vater der neuen Ruhrania


(*6. Juli 1934 Breslau, + 4. November 2000 Castrop-Rauxel), Abitur 1956 am Remigianum in Borken-Burlo, zum Studium an der Theologischen Fakultät in Paderborn, 1957 Deutsch und Latein an der Philosophischen Fakultät in Münster, 1957 rezipiert bei UNITAS Ruhrania, im Sommersemester 1959 Senior im Festpräsidium beim 100. Stiftungsfest des UNITAS-Ortsverbandes Münster, 1961 philistriert, 1962 1. Staatsexamen, Studienreferendar am Adalbert-Stifter-Gymnasium in Castrop-Rauxel, dort 1964 2. Staatsexamen und bis zur Pensionierung 1978 als Oberstudienrat tätig. 1970-1982 Leiter des UNITAS-Altherrenzirkels Castrop-Rauxel, 1991 B-Philister der UNITAS-Winfridia, „Vater“ der Vereinigung seines Altherrenvereins Ruhrania mit der UNITAS Ruhr. Ab 2. Februar 1991 Ehrensenior der UNITAS-Ruhrania Bochum-Essen-Dortmund, bis zu seinem Tod im Jahr 2000. Bis 1991 27-jährige Spielzeit mit der von ihm gegründeten Schulbühne der Castrop-Rauxeler Gymnasien mit einer Inszenierung pro Jahr - bundesweiter Rekord, wie die Zeitungen berichteten. Großer Theaterfan, Pädagoge und ausgemachter Opernnarr, mit 66 Jahren nach langer Krankheit gestorben. Mehr

 


 


Bbr. Prof. Dr. Raymund Krisam -
Einer der ersten Professoren an der Ruhr


(12. September 1928, + 13. November 2006) Bbr. Raymund Krisam stammte aus Losheim/Saar. Krieg und Gefangenschaft, 1949 Abitur. Studium der Staatswissenschaften, Nationalökonomie und Sozialwissenschaften in Mainz, Köln und an der Universität in Innsbruck, wo er sich am 1954 der UNITAS Greifenstein anschloss. Diplom-Volkswirt, zum Dr. rer. pol. promoviert, Examen d´Université de Paris. Zum 1. Januar 1957 philistriert. Assistent an der Sozialforschungsstelle der Universität Münster in Dortmund, am Hans-Bredow-Insitut der Universität Hamburg, Lehrtätigkeit in Soziologie und Sozialpädagogik an der Kath. Pädagogischen Hochschule Münster. Akademischer Rat an der Ruhr-Universität Bochum, Arbeit in Sozialpsychologie und Sozialanthropologie mit besonderer Berücksichtigung des Erziehungswesens. Bbr. Krisam gehörte zu den ersten Hochschullehrern, die 1972 einen Ruf an die neu gegründete Universität-Gesamthochschule Essen annahmen; 1980 bis zu seiner Emeritierung im Oktober 1993 Professor für Soziologie und Sozialpädagogik. Nach seiner beruflichen Laufbahn leitete er mit seiner Frau Dr. Ilse Krisam den von ihr an der Universität gegründeten Verein „Lebenslanges Lernen“ („LLL“). Viele Jahrzehnte in seiner Pfarrgemeinde Christus König in Essen-Haarzopf aktiv, über 50 Jahre lang Mitglied der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB). Über 100 Semester in der UNITAS, einer der ersten Unterstützter der Wiederbegründung einer Aktivitas an der Universität Essen, Mitgründer des UNITAS-Hausbauvereins im Ruhrgebiet. Mit 78 Jahren nach langer schwerer Krankheit gestorben. Mehr 

 



Einer der ersten Stunde nach dem Krieg:
Wiederbegründungsmitglied Bbr. OStR Helmut Führer


(* 19. September 1926 in Ibbenbüren, + 19. Juni 2007 in Münster), einer der Wiederbegründer der UNITAS Ruhrania nach dem Krieg, 1936 Kath. Volksschule in Naumburg an der Saale, Humanistisches Domgymnasium in Naumburg bis zur Einberufung als Luftwaffenhelfer 1943. Einberufung zum Reichsarbeitsdienst 1944. Nach der Kapitulation 1945 vom WS 1945/46 bis SS 1947 Studium der Physik, der reinen und angewandten Mathematik, Chemie und Geographie an der Universität in Jena. Im Sommer 1947 Wechsel von Jena zum Studium nach Münster. 1948 bei UNITAS Sugambria in Münster rezipiert, bei der Wiederbegründung der UNITAS Ruhrania 1950 Wechsel als erster Fuchs in die neue Ruhrania. Am 1. Januar 1954 philistriert. 1952 erstes Staatsexamen für das Lehramt an höheren Schulen. Vorbereitungsdienst im ersten Jahr am Gymnasium Dionysianum in Rheine, Studienseminar II in Münster. Nach dem zweiten Staatsexamen Pädagoge am Gymnasium Paulinum, an dem er Mathematik und Physik bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1990 unterrichtete. 1964 in das Wissenschaftliche Prüfungsamt für das Lehramt an Gymnasien berufen, ein Jahr später Oberstudienrat. 1966 -1990 Fachleiter für Mathematik am Studienseminar in Münster. Nach Suspendierung der Aktivitas 1981 Schriftführer im Altherrenverein der UNITAS Ruhrania und als maßgeblicher Befürworter maßgeblich bei der Wiederbegründung der Aktivitas im Ruhrgebiet im Jahre 1991 beteiligt. Von ihm stammt die Geschichte der UNITAS Ruhrania zwischen den Jahren 1950-1990. Mehr

 




Gelebte amicitia:
Bbr.
Dr. Carl-Heinz „Alba“ Lohmann 


(*13. Juni 1928 in Münster, + 8. März 2008 in Erkrath) , im SS 1948 Mitglied der in Bamberg wiederbegründeten UNITAS, 1949 bei UNITAS Sugambria, gehörte er zu Wiederbegründern der alten UNITAS Ruhrania. Nach Abschluss seines Jurastudiums im juristischen Referendariat bei der UNITAS in Würzburg und Promotion bei Bbr. Prof. von der Heydte. Juristisches Assessor-Examen, 1957 Referent bei der LVA Rheinprovinz in Düsseldorf und später Abteilungsdirektor. Aktiv bei UNITAS Rheinfranken und AHZ Düsseldorf, dort über Jahrzehnte im Amt des Quästors. 27 Jahre bei den Fahrten der UNITAS-Salia Bonn, ab 1991 stellvertretender Vorsitzender des 1991 in Bochum gegründeten Hausbauvereins der im Ruhrgebiet reaktivierten UNITAS Ruhrania. Mehr

 



Bbr. Konrad Weber:
Sauerländer Urgestein


(* 31. Oktober 1933 in Warstein, + 27. März 2009 in Dortmund), geprägt von seiner sauerländischen Heimat und seinem Elternhaus, studierte er Geschichte, katholische Theologie, Pädagogik, öffentliches Recht und Musikgeschichte. WS 56/57 Eintritt in die UNITAS-Frisia zu Münster, der er auch nach seiner Philistrierung eng verbunden blieb. In den 70-er Jahren AHV-Vorsitzender, Ehrensenior bei der zweiten Wiederbegründung der Aktivitas 1989. Konrektor an der kath. Hauptschule in Dortmund-Brackel und am Phönix-Gymnasium in Dortmund-Hörde, zahlreiche Funktionen in Politik und Kirche. Seit 1961 Mitglied der CDU, 1979-1999 Vorsitzender der CDU-Bezirksfraktion in Brackel, 1999-2004 Mitglied des Rates der Stadt Dortmund, lange Jahre an der Kommende engagiert, dem Sozialinstitut des Erzbistums Paderborn in Dortmund-Brackel und ihrem Förderverein. 1995 Ehrennadel der Stadt Dortmund, 2006 Bundesverdienstkreuz am Bande. Sein Leben war davon bestimmt, christliche und christlich-soziale Werte und Überzeugungen in seinen vielfältigen beruflichen, kirchlichen und politischen Aktivitäten zu vermitteln und umzusetzen. Mehr

 



Der Kommunalpolitiker:
Bbr. Friedrich-Wilhelm Müller


(* 5. Juli 1941), ab Juni 1961 aktiv bei UNITAS Liudger in Essen, anschließend bei UNITAS Bavaria in Würzburg, UNITAS Robert Schuman Bochum und Mitglied im UNITAS-AHZ Bochum. Ehemaliger Ltd. Regierungsschuldirektor im Institut für Aus- und Fortbildung der Polizei NRW, seit 1972 Mitglied der CDU, 1977-2004 im Kreisvorstand Bochum. 1975-1984 war er Vorsitzender der CDU-Fraktion der Bezirksvertretung Südwest, seit 1984 Ratsmitglied, 1989 bis Ende 2003 Vorsitzender der CDU-Fraktion im Rat der Stadt. Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss, im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr, im Personal- und Gleichstellungsausschuss. Am 26. September 1999 bei der Stichwahl um den Oberbürgermeister mit nur wenigen Stimmen Ernst-Otto-Stüber (SPD) unterlegen.
1992-2004 Mitglied des Aufsichtsrates der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG, 1994-2004 Mitglied der Verbandsversammlung des Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, seit 1995 im Aufsichtsrat. 2004 mit dem Ehrenring der Stadt ausgezeichnet, der nach der Ehrenbürgerwürde zweithöchsten Auszeichnung der Stadt, im Mai 2008 mit der vom Bundespräsident verliehenen Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Auch an seinem Altersruhesitz im Gemeindeverband-Wangerland in Friesland / Niedersachsen gehört Bbr. Müller dem örtlichen CDU-Vorstand an. Mehr

 

 


Domkapitular und Ehrendomherr:
Bbr. Prof. Dr. Paul Aufderbeck


* 27. September 1914 in Hellefeld bei Sundern, ab 1935 bei UNITAS Hathumar in Paderborn und UNITAS Markomannia Tübingen aktiv, Priesterweihe am 26. März 1939 in Paderborn, 1941 Seelsorger der Wandernden Kirche Stargard (Pommern). 1943 Vikar in Dortmund-Hombruch und Pfarrvikar in Kirchhörde, nach dem Krieg 1946 Erzbischöflicher Kaplan und Geheimsekretär in Paderborn. 1950 Präses des Erzbischöflichen Knabenseminars, bei der Gründung des Bistums Essen 1958 Regens des neuen Priesterseminars, Priester des Ruhrbistums. Prosynodalexaminator, 1959 Wirklicher Geistlicher Rat, 1961 Synodelexaminator, 1964 Päpstlicher Ehrenprälat. 1970 vom Amt des Regens entpflichtet, Professor für Pastoraltheologie am Bischöflichen Priesterseminar St. Ludgerus in Essen-Werden. Residierender Domkapitular ab 1971, 1972 Prosynodelexaminator, Geistlicher Leiter der Ordensseelsorge, 1979 Vorsitzender des Bonifatiuswerkes, Diözesandirektor des Bonifatiuswerkes der Kinder im Ruhrbistum. 1980 Rector ecclesiae an der Kirche der „Congregatio Beatae Mariae Virginis“ (BMV), 1983 als Professor für Pastoraltheologie am Bischöflichen Priesterseminar emeritiert und 1990 als Domkapitular. 1990 Ehrendomherr des Metropolitankapitels Esztergom, Budapest. 1992 vom Amt des Diözesanexaminators entpflichtet, 1996 von den Tätigkeiten für die „Kirche in Osteuropa“ und für „Geistliche in Alter und Krankheit“. 1996 Ehrendomherr am Domkapitel in Presov/Slowakei. 70-jähriges Priesterjubiläum am 26. März 2009, gestorben am 24.1.2010. Mehr

 





Bbr. Theo Elting:
Stadtdirektor der Europastadt Castrop-Rauxel


* 10. April 1930 im Grenzgebiet zu den Niederlanden, während des Studiums an der Universität Bonn im April 1951 bei UNITAS-Salia rezipiert. In den letzten Semestern aktiv in Münster, zum 1.1.1956 bei UNITAS Winfridia philistriert. 1966 bei der Stadtverwaltung in Castrop-Rauxel zunächst Beigeordneter, am 1. Juni Stadtdirektor bis zum 31. Juli 1977. Anschließend bis zum Eintritt in den Ruhestand am 30. April 1995 wieder als Erster Beigeordneter tätig, ab 1988 auch als Kämmerer. Vor dem Eintritt in die CDU Stellvertretender Vorsitzender der Jungen Union Westfalen-Lippe, viele Jahre Mitglied des CDU-Kreisvorstandes Recklinghausen und Vorstandsmitglied des CDU-Stadtverbandes Castrop-Rauxel. Mehr als 20 Jahre lang Stellvertretender Vorsitzender der kommunalpolitischen Vereinigung Nordrhein-Westfalen der CDU (KPV), damit kooptiertes Mitglied des CDU-Landesvorstands Nordrhein-Westfalen und des Bundesvorstands der KPV an. Lange Zeit Vizepräsident der deutschen Sektion des Rates der Gemeinden und Regionen Europas.
Engagiert im Caritas-Verband, zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem Bundesverdienstkreuz. In seiner Wahlheimat gehörte Theo Elting fast 44 Jahre lang aktiv dem UNITAS-Zirkel Castrop-Rauxel an. Interessiert verfolgte er von Beginn an die erfolgreichen Bemühungen zur Wiederbegründung der UNITAS Ruhrania im Ruhrgebiet. Noch im Jahr der Einweihung des neuen UNITAS-Hauses in Essen-Borbeck war er gern zu Gast. Bbr. Theodor Elting verstarb nach längerer schwerer Krankheit am 30. Januar 2010 im Rochus-Hospital. Seine Bundesbrüder gaben ihm in Borken dankbar das letzte Geleit. Mehr …

 

 


Der Vorortspräsident: 
Bbr. Min.Dir.a.D. Werner Niester

* 8.April 1930 in Münster (Westf.), 1951 Abitur am Gymnasium Laurentianum in Warendorf. 1952-1956 Jurastudium an der Universität Münster, 1952 Aufnahme in die UNITAS Ruhrania in Münster. Als Gerichtsreferendar Übernahme des Amts als Vorortspräsident nach der Wahl des Vereins zum Vorort für das Jahr 1956/57 auf der 79.GV zu Limburg, 80. Generalversammlung in Konstanz zum Thema „Abendland und Weltmission“.
Assessorexamen 1960 in Düsseldorf und Eintritt in die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes bei der Direktion Duisburg. 1966 Wechsel in die Abteilung Luftfahrt des Bundesverkehrsministeriums in Bonn. Zuständigkeit für den gesamten nationalen und internationalen Luftverkehr (Verhandlungen über bilaterale Luftverkehrsabkommen mit allen bedeutenden Luftfahrtstaaten, multilaterale Luftfahrtkonferenzen (UNO, EG), Liberalisierung des Luftfahrtsystems, Privatisierung der Deutschen Lufthansa und der Bundesanstalt für Flugsicherung (Lotsenstreik), Integration des Luftverkehrs der früheren DDR einschließlich Berlins nach der Wiedervereinigung, Aufsicht über die Bundesoberbehörden Deutscher Wetterdienst in Offenbach und Luftfahrtbundesamt in Braunschweig. Nach 27 Jahren Luftfahrt unter zehn Verkehrsministern 1993 Eintritt in den Ruhestand. Inhaber des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse. Mehr ...

 



Nobler Schlesier:
Bbr. Franz-Josef Lux, einer der ersten nach dem Krieg


* 11. April 1929 in Frankenberg/Schlesien, seit 1939 Gymnasium in Glatz, Gründer einer lebendigen katholischen Jugendgruppe im Wallfahrtsort Wartha, nach den Wirren des Krieges nach Münster verschlagen. Im Juni 1949, wenige Monate nach der Wiederbegründung, bei Unitas Ruhrania aktiv. Juristisches Staatsexamens 1956, Stationen bei verschiedenen Sozialgerichten, zuletzt als Richter. Ab April 1958 bei der Landesversicherungsanstalt Westfalen als wissenschaftlicher Mitarbeiter. 1969 Leiter der Rentenabteilung mit über 1.000 Mitarbeitern, Vertreter auf Verbandsebene in den Fachausschüssen Rente und Versicherung. Zuständig für Ausbildung der Sozialversicherungsfachangestellten und die Inspektorenanwärter, 1981 Wahl zum Geschäftsführer und bis zu seiner Pensionierung 1991 verantwortlich für Vermögensabteilung, Krankenversicherung, Ärztlichen Dienst und die eigenen Kliniken der jetzigen Deutschen Rentenversicherung. Regelmäßig bei den Veranstaltungen der Unitas Ruhrania, maßgeblich bei der Wiederbegründung der Aktivitas im Ruhrgebiet im Jahre 1991 beteiligt. Am 14. Juli 2010 nach langer schwerer Krankheit in Münster verstorben. Mehr ...

 


„Pater unitatis Assindiae“:

Bbr. StD Martin Gewiese 75


* 16. September 1935 in einer alten Baumeisterfamilie in Düsseldorf, nach dem Abitur am Jakobi-Gymnasium/Rethel-Schule 1956 Schulmusikstudium an der Musikhochschule Köln, Studium der Germanistik und Latein an der Universität Köln. Seit 1957 aktiv bei der UNITAS-Rheinmark in Köln, Staatsexamen in Musik 1960, Geiger im Gürzenich-Orchester der Stadt Köln, 1962/63 Philosophikum und Lateinexamen. 1963 Philistrierung 1963 und nach der Referendarzeit in Solingen und Essen 1965 Lehrer an der Marienschule Essen-Werden (Töchter vom Heiligen Kreuz) mit den Fächern Musik und Latein, später auch Mathematik, ab 1975 Oberstufenkoordinator, Oberstudienrat und Studiendirektor, 2000 pensioniert. Übernahme des Vorsitzes im Essener UNITAS-Zirkels, enge Zusammenarbeit mit der Aktivitas der UNITAS Ruhrania, aktiv bei Erwerb und Ausbau des UNITAS-Zentrums Ruhr beteiligt. 2005 von der Ruhr-Aktivitas als Dank für sein jahrelanges Engagement mit dem Ehrenschieber ausgezeichnet, im Vorort UNITAS Ruhrania Mitglied in Ehrenvorstand. Mehr ...


 


Der Dreh- und Angelpunkt:

Bbr. OStD a.D. Jörg Lahme


* 20. September 1940 in Münster, nach Abitur am Paulinum 1960 bei der UNITAS Ruhrania aktiv, nach deren Suspendierung Anfang der 1970-er Jahre Altherrenvereinsvorsitzender, mit wenigen aktiven Mitstreitern weit über drei Jahrzehnte Dreh- und Angelpunkt des Vereins, sorgte für den Zusammenhalt der Altherrenschaft 25 Jahre lang durch die jährlichen Ruhranentreffen im „Heimathaus“ in Münster-Sprakel. Beruflich zuletzt 20 Jahre am Emsland-Gymnasium in Rheine, als Schuldirektor im Januar 2006 pensioniert. Tatkräftig unterstützte Bbr. Jörg Lahme Anfang der 1990-er Jahre den Wechsel und die Reaktivierung der Korporation an der Ruhr, legte beim Festkommers in der Stadthalle Bochum mit dem Erlös aus dem Verkauf des Bootshauses des Vereins an der Werse bei Münster-Handorf den Grundstein für den 1991 ins Leben gerufenen Hausbauverein, dessen Vorstand er seitdem ununterbrochen angehört. Ausgezeichnet mit dem „Ehrenschild“ der UNITAS Ruhrania, dem Ehrenschieber des Vereins, seit 2008 Ehrenvorsitzender des Altherrenvereins. Mehr ...