1. Die Unitas Essen/Bochum 1989 - 1990
2. Die UNITAS Ruhr - 1990
3. Die Wiederbegründung der RUHRANIA 1991
4. Aktivenleben von 1992 - 2004
5. Ein Haus für die UNITAS an der Ruhr 2004 - 2008


Ab 1992 gehen die Aktiven der UNITAS Ruhrania Essen-Bochum-Dortmund mit einer ersten Live-Sendung bei der „Ruhrwelle Bochum“ „on air“. Vor allem über „Radio Essen“ laufen mehr als ein gutes Dutzend Ausgaben ihres „UNITAS AufRuhr-Magazins“. Ein besonderes Projekt der Jahren: Die Ruhrania macht sich mit Umfragen in der Mensa und Expertengesprächen stark für die Benennung der Uni/GHS Essen nach dem „Vater Europas“ und Bundesbruder Robert Schuman – leider erfolglos, aber mit großer Wirkung in der Öffentlichkeit.

Dagegen ist die Aktivitas im kleinen Kreis erfolgreicher: Zu einem der Vereinsfeste stößt u.a. Benedikt Kisters zur Ruhrania, Oberministrant der Gemeinde Liebfrauen in Bochum-Linden. Aus der Sakristei geht es mit Aufnahme des Mathe- und späteren Theologiestudiums sofort in die Verantwortung: Gleich viermal übernimmt er das Amt des Seniors.


Weit über 100 Personen versammeln sich im Oktober 1997 zu einer gemeinsamen Veranstaltung mit der Jungen Union, Stadtbezirk Ruhrhalbinsel, in der Essener St.Gertrudis-Kirche: Es referiert Dr. Franjo Komarica, Bischof von Banja Luka (Bild links), dem der Ruhrgebietsverein die Ehrenmitgliedschaft in der UNITAS anträgt. Kurz darauf erhält er den Heinrich-Pesch-Preis des Verbandes und wird im Dezember 1998 zum Ehrenmitglied ernannt.

Den Auftakt der 1200-Jahr Feier von Werden 1999 macht das 88. Stiftungfest der Revier-UNITAS mit einem Festkommers am 16. Januar im Werdener Kolping-Haus. Die weiteren denkwürdigen Anlässe: Der 110. Todestag des Verbandsgründers Hermann Ludger Potthoff, seine Rezipierung vor 150 Jahren bei der Ur-Ruhrania in Bonn, das 110jährige Bestehen des Essener Altherrenzirkels.

Festredner Dr. Heinrich Engel, Propst an St. Ludgerus und bekannt als Hörfunk- und Buchautor, spricht vor über 70 Bundesbrüdern und Gästen nach der Messe in der Ludgeruskirche über den als Apostel Nordwest-Europas verehrten Hl. Ludgerus. Bei der Ludgerusprozession im September zeigt die Ruhrania Bochum-Essen-Dortmund doppelte Präsenz. Sie chargiert nicht nur, sondern vier Studenten und Alte Herren werden auf offener Strecke gebeten, den silber- und goldbeschlagenen Schrein auf ihre Schultern zu übernehmen und zur Segensstation zu tragen.

Zu einem besonderen Hochfest wurde für die Unitarier an der Ruhr das Pfingstfest 2000. Ruhrbischof Dr. Hubert Luthe weiht den ersten Senior, Bbr. Helmut Wiechmann v. Don Camillo, am Freitag vor Pfingsten zum Priester. Im 23. September 2000 steht das Verhältnis von Laien und „Amtskirche“, zwischen deutschen Katholiken und Rom, im Mittelpunkt des Altherrenbundstages, zu dem der UNITAS-Verband nach Essen einlädt. Der ehemalige Essener Bundestagsabgeordnete Bbr. Dr. Paul Hoffacker (Bild rechts) und der Direktor des Kardinal-Hengsbach-Hauses Jürgen Schmidt diskutieren an diesem Wochenende mit rund 80 Delegierten im Hotel „Essener Hof“ an der Teichstraße.


Am 4. November 2000 stirbt nach langer Krankheit Bbr. OStR a.D. Norbert Klinke in Castrop-Rauxel (Bild links). Als Senior hatte er 22 Jahre lang, von 1970-1982, den UNITAS-Altherrenzirkel Castrop-Rauxel geleitet. 1991 wurde der begeisterte Ruhrane, gleichzeitig B-Philister der UNITAS-Winfridia, auch zum „Vater“ der Vereinigung seines Altherrenvereins mit den jungen Aktiven an der Ruhr. Er hat die Wiederbegründung an der Ruhr tatkräftig unterstützt und wurde am 2. Februar 1991 zum Ehrensenior der UNITAS-Ruhrania Bochum-Essen-Dortmund gewählt. Sein gastfreundliches Haus stand den Aktiven immer offen. Viele Freunde begleiten ihn auf dem letzten Weg, unter ihnen der Vorstand des AHV Ruhrania, Vertreter der UNITAS-Winfridia, des AHZ in Castrop-Rauxel, des AHZ Essen und seine Aktivitas, die mit beiden Fahnen ihm die letzte Ehre erweisen. (Mehr: Unitarische Köpfe an der Ruhr) 

Im Dezember 2000 übernimmt Bbr. Bernd Genser, inzwischen AH der UNITAS-Ruhrania, den Vorsitzend des wiederbegründeten AHZ Bochum. Zum Geistlichen Beirat wird Bbr. Kaplan Helmut Wiechmann gewählt. Beide hatten am 2. Adventssonntag zum Vereinsfest Maria Immaculata in die Altenbochumer Liebfrauen-Gemeinde eingeladen. Es feiern rund 50 Bundesbrüder mit ihren Damen die Messe. Das Arbeitsessen im „Wacholderhaus“ gilt der künftigen Zusammenarbeit mit den umliegenden Ruhr-Zirkeln. Per Conventsbeschluss hatte der AHZ Bochum im Frühjahr seine Zirkelarbeit beendet und den Bundesbrüdern den Eintritt in den örtlichen CV-Zirkel freigestellt. Den zur Zeit sieben Aktiven der UNITAS-Ruhrania, die in den letzten beiden Semestern kein eigenes Programm mehr aufgestellt hatten, bietet der von den eigenen jungen Alten Herren wiederbelebte Zirkel eine enge Zusammenarbeit an.

Der erste Ruhr-Kommers 2001

Das Vereinsfest am 20. Januar 2001 wird zugleich als 90. Stiftungsfest und zum 111-jährigen Bestehen des AHZ Bochum begangen. Für den Nachmittag ist zu CC, Hausbauvereinssitzung und zur Hl. Messe in die Altenbochumer Liebfrauen-Gemeinde eingeladen. Kommerspräside Bbr. Bernd Genser freut sich über rund 50 Gäste, den Besuch des Vorortspräsidenten Stephan Demuth, begrüßt Chargen von UNITAS-Rheinfranken Düsseldorf, Keilgäste und unitarische Besucher aus Essen, Datteln und Dortmund. Festredner beim „Ruhr-Kommers“ in der Vereinskonstanten „Wacholderhaus“ ist UNITAS-Verbandsgeschäftsführer Bbr. Dieter Krüll. Bereits am Nachmittag hatte er den Convent und die Hausbauvereinssitzung in der Kaplanei von St. Liebfrauen besucht und sich so ein Bild von den besonderen Herausforderungen machen können. Konsequenz der Beratungen: Die UNITAS-Ruhrania will mit einem neuen Programm und in enger Zusammenarbeit mit den umliegenden Zirkeln einen neuen Anfang machen. 

Ruhr-Region: Erfolgreiches Teamwork
von Düsseldorf und Ruhrgebiet

Nach einem programmlosen Jahr legt eine neue Aktiven-Mannschaft um Senior Marc Schmidt, Consenior Udo Nobis und Fuxmajor Christoph Kinzelt wieder ein Programm vor. Viele Gäste folgen im Mai 2001 der gemeinsamen Einladung der Aktivitates UNITAS-Ruhrania, UNITAS Rheinfranken und des UNITAS-AHZ Bochum zu einem Tag im Zisterzienserkloster Bochum-Stiepel. Zum Vereinsfest St. Bonifatius im Juni in Essen-Werden drehen 43 Mitglieder der „unitarischen Familie Rhein-Ruhr“ nach der Messe in der Basilika eine Runde auf dem Baldeneysee. Rüdiger Duckheim, Senior der UNITAS Rheinfranken, und der Senior der Ruhrania, vereinbaren eine weitere Zusammenarbeit und die ersten gemeinsamen Veranstaltungen. Der erste Höhepunkt: die Exkursion ins Kloster der Zisterzienser-Patres in Bochum-Stiepel, an der vierzig Unitarier teilnehmen. Das traditionelle Ruhranentreffen am 10. November 2001 in Münster-Sprakel findet zum 20. Mal statt. Beim Treffen im Folgejahr nehmen mit über 40 Mitgliedern so viele wie lange nicht mehr teil.

5. Ein Haus für die UNITAS an der Ruhr 2004 - 2008