Der zur Generalversammlung vom 24.-27.5.1990 in Aachen gestellte Aufnahmeantrag für die UNITAS Ruhr wird vom Plenum mit großem Beifall verabschiedet. Der junge Verein sieht sich in der Tradition des 30 Jahre zuvor 1960 an der damaligen PH Essen (Kupferdreh) gegründeten Wissenschaftlichen katholischen Studentenvereins UNITAS „St. Liudger“ und der 1964 konstituierten UNITAS „Robert Schuman“ (benannt nach dem französischen Ministerpräsidenten und Karlspreisträger, Bild rechts) an der Ruhr-Universität Bochum.

Im Sommer entwickelt sich Kontakt zum letzten Ehrensenior der Ruhrania, AH Oberstudienrat Norbert Klinke vom AHZ Castrop. Er macht den Vorschlag, sich bei einem Treffen der nur noch als AHV bestehenden Ruhrania für die Übernahme einer Patenschaft für UNITAS Ruhr zu verwenden. Im Wintersemester kommt mit Helmut Wiechmann aus Essen, Student der Theologie in Bochum, ein weiterer Gast zum Verein. Vereinsfeste werden in Verbindung mit den Zirkeln Essen und Bochum gefeiert. Statt eines festen Chargenteams beschließt der Convent für die Durchführung des Semesters die Einrichtung eines Modells von „Ansprechpartnern“ in den einzelnen Städten. Vereinskonstante wird das „Wacholderhaus“ am Schwanenmarkt in Bochum.

Eine intensive Öffentlichkeitsarbeit, öffentliche Auftritte wie bei der Ludgerusprozession und Fahrten im Verband machten das „Ruhr-Projekt“ bekannt. Intensiv werden die Verbindung zum Zirkel in Castrop-Rauxel nun aufgenommen und Absprachen mit dem Bochumer AHZ unter Leitung von Bbr. Dr. Benno Eichholz zum Termin und Ort für die Rekonstuierungsfeier getroffen.

Das Wintersemester 1990/1991

Das in einer Auflage von 300 Stück gedruckte Wintersemesterprogramm geht mit einem um Unterstützung bittenden Begleitschreiben an 30 Altherrenzirkel im Ruhrgebiet und angrenzenden Raum. Mehrere Wissenschaftliche Sitzungen werden durchgeführt: So referiert etwa Bbr. Prof. Dr. Klaus Heinz vom Lehrstuhl für Fertigungsvorbereitung an der Universität Dortmund zum Thema „Industrieroboter - Fluch oder Segen für den arbeitenden Menschen?“, bei einer Veranstaltung mit dem AHZ Bochum diskutierte Bbr. Dipl. Ing. Hubert Waning, in Bochum zuständig für die langfristige Verkehrsplanung, „Probleme der Verkehrsplanung am Beispiel Bochums“. Beim Aktiventag auf Burg Rothenfels im November werden Bernd Genser (v/o Rabbi) und Helmut Wiechmann (v/o Don Camillo) von VOS Andreas Beckmann (v/o Päcmän) im Offiz als Füxe in die UNITAS Ruhr aufgenommen.

Am Ruhranentreffen am 20.11.1990 im Heimathaus in Münster-Sprakel nehmen 40 Personen teil. Die Aussprache und Abstimmung über das Procedere der Vereinigung von AHV Ruhrania und Aktivitas UNITAS Ruhr fallen positiv aus. Selbst der Altherrenverein will nun den Namen W.K.St.V. UNITAS Bochum-Essen-Dortmund annehmen.

Fast 80 Personen aus dem Kreis der UNITAS kommen am 9.12.1990 zum in Verbindung mit den Altherrenzirkeln Bochum und Essen gefeierten Vereinsfest Maria Immaculata zum Festhochamt in die Liebfrauenkirche nach Bochum-Linden. Prof. Dr. Lothar Roos, Ordinarius für Christliche Gesellschaftslehre an der Rhein. Friedrich-Wilhelms Universität Bonn, hat die Wissenschaftliche Morgensitzung im „Haus Waldesruh“ übernommen. Vertreten sind Mitglieder vom Essener AHZ, den Zirkeln Düsseldorf, Duisburg und Bottrop, ehemalige Aktive aus der UNITAS Liudger und ein Aktiver von UNITAS Winfridia Münster. Feierlich wird im Anschluss die Rezipierung der Füxe Christian Lammert (v/o Lemmi)  und Wolfram Rumpel vorgenommen.

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