Religionen als dynamische Gebilde -

Historische und gegenwärtige Perspektiven


Bochum, 27.08.2009. Veränderungsprozesse innerhalb einer Religion, Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Glaubensrichtungen und der gegenseitige Einfluss von Religion und Gesellschaft in Vergangenheit und Gegenwart: Das sind die Schwerpunkte des 29. Kongresses der Deutschen Vereinigung für Religionswissenschaft (DVRW), der vom 20. bis 24. September an der Ruhr-Universität Bochum stattfindet. Ausrichter der Tagung ist das Centrum für Religionswissenschaftliche Studien der RUB (CERES) in Kooperation mit dem Internationalen Kolleg für Geisteswissenschaftliche Forschung (IKGF). Noch bis zum 31. August können sich Interessierte für die Veranstaltung anmelden. Die Medien sind herzlich willkommen.


Vier Tagungsschwerpunkte


Hinter dem Leitthema der diesjährigen Tagung „Dynamiken der Religionsgeschichte - Historische und gegenwärtige Perspektiven“ verbirgt sich die These, dass sich die Weltreligionen und weitere religiöse Traditionen im Kontakt miteinander gründen, ausbreiten und weiterentwickeln. Demnach sind Religionen keine starren Gebilde, sondern Geflechte verschiedener Religionsgeschichtlicher Strömungen, die sich intern und nach außen in einem ständigen, dynamischen Entwicklungsprozess befinden. Entsprechend dieser Ausgangsthese gliedert sich die Tagung in die vier Unterthemen „Intrareligiöse Religionskontakte“, „interreligiöse Religionskontakte“, „Wechselwirkungen zwischen Religionen und anderen gesellschaftlichen Bereichen“ und „Reflexive Wissensrepräsentationen religionsgeschichtlicher Dynamiken“.


Religion bei den US-Präsidentenwahlen


Für ihren Kongress konnte die DVRW namhafte Redner gewinnen: Eröffnet wird das wissenschaftliche Programm von Grace Davie, Professorin an der Universität Exeter, mit ihrem Vortrag zum Thema Stellenwert von Religion bei der US-amerikanischen Präsidentschaftswahl im Jahr 2008. Weitere Höhepunkte der Veranstaltung sind Plenarvorträge von Martin Riesebrodt, Religionssoziologe der Universität Chicago, und Karl Galinsky, Professor für klassische Philologie an der Universität Texas. Zwischen den Vorträgen erarbeiten die Kongressteilnehmer in kleinen Panels entsprechend ihrer Fachrichtung einzelne Teilbereiche des Themenkomplexes dynamischer Religionsprozesse und stellen ihre Ergebnisse zum Abschluss des Kongresses auf einer Podiumsdiskussion vor. Zudem findet während der gesamten Tagungsdauer eine Posterausstellung statt, in der Teilnehmer ihre Forschungsprojekte präsentieren.


Förderung religionswissenschaftlicher Forschung


Als Deutsche Vereinigung für Religionsgeschichte 1950 gegründet, fördert die DVRW die Religionsforschung in Deutschland, indem sie religionswissenschaftliche Forschungsvorhaben unterstützt, wissenschaftliche Kongresse veranstaltet und religionswissenschaftliche Institute einrichtet. Gleichzeitig ist die DVRW der deutsche Zweig der International Association for the History of Religions (IAHR). Religionswissenschaft ist ein fachübergreifender Forschungsschwerpunkt an der Ruhr-Universität, an dem sich neben den Fachwissenschaftlern auch Theologen, Historiker, Philologen und Soziologen beteiligen.


Weitere Informationen: Anna Neumaier, M.A., Lehrstuhl für Religionswissenschaft, Evangelisch-Theologische Fakultät der RUB, Tel. 0234/32-23878, E-Mail: anna.neumaier@rub.de.

Programm im Internet: Das ausführliche Programm der Tagung steht im Internet unter http://www.rub.de/relwiss/dvrw



Quelle: Pressestelle RUB - Ruhr-Universitaet Bochum




Veröffentlicht am: 15:48:28 27.08.2009
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